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Testzentrum – Fast 100.000 Corona-Tests in einem halben Jahr

Vor gut einem halben Jahr, am 3. September 2020 war das Corona-Testzentrum auf dem Dultplatz an den Start gegangen. Fast 100.000 Testungen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort mittlerweile durchgeführt und so ihren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet. Ab dem 22. März 2021 ergänzt eine eigene Schnellteststrecke das Testangebot.

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Das städtische Testzentrum befindet sich auf dem Areal der Warendult östlich der Oberpfalzbrücke © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Melanie Neuhoff ist beim städtischen Katastrophenschutz zuständig für das Testzentrum und von Anfang an dabei. 500 Tests pro Tag war Anfang September die Vorgabe des Freistaats und das städtische Testzentrum konnte dies von Beginn an erfüllen. Doch diese Zahl ist inzwischen längst Makulatur. Mittlerweile ist die Kapazität auf rund 2.000 PCR-Testungen ausgelegt, beinahe ausgeschöpft wurde sie in den Tagen vor Weihnachten, als Familienbesuche anstanden und alle auf Nummer sicher gehen wollten. „1.834 Tests an einem einzigen Tag, das war bisher unsere höchste Testquote“, erklärt Melanie Neuhoff.

Schnelles Testergebnis

Auch die Zeit, die benötigt wird, um einen Test im Labor auswerten zu lassen und das Testergebnis zu übermitteln, ist mittlerweile so optimiert, dass oft nur ein paar Stunden vergehen, bis das Ergebnis vorliegt. „Wenn das Zentrum um 17 Uhr schließt, bringt ein Fahrer der DLRG sofort die Proben zum Labor von Eurofins nach Ebersberg. Dort wird an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr gearbeitet, so dass oft schon in den frühen Morgenstunden das Testergebnis per Mail übermittelt werden kann“, sagt sie.

Das Team, das im Testzentrum arbeitet, ist mittlerweile gut eingespielt. Stets ist ein Arzt der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern vor Ort. Er dient als Ansprechpartner für medizinische Fragen rund um das Thema Testen. Drei städtische Beschäftigte kümmern sich um die korrekte Registrierung und darum, dass jede entnommene Probe ganz sicher auch der richtigen Person zugeordnet werden kann. Die Abstriche selbst werden von medizinisch geschultem Personal vorgenommen, das Malteser und DLRG zur Verfügung stellen. Bei der Registrierung helfen einige Kolleginnen der Freiwilligen Feuerwehren bzw. der Löschzüge der Stadt Regensburg aus. Sie stehen für Fragen zur Verfügung, wenn jemand Probleme mit der Erfassung seiner Daten mittels QR-Code hat.

Wenn man einmal vom Ausnahmezustand vor Weihnachten absehe, gebe es kaum Wartezeiten vor dem Testzentrum, so Neuhoff. Maximal zehn Minuten seien es beispielsweise zu den Stoßzeiten am Montag und am Freitag in der Früh. Das mag mit daran liegen, dass auch die Testungen von Firmenmitarbeitern, die aus Risikogebieten kommen und sich regelmäßig einer Kontrolle unterziehen müssen, perfektioniert sind. Um das Registrierungsverfahren und die damit verbundenen sprachlichen Hürden besser bewältigen zu können, gibt es nämlich inzwischen die Möglichkeit, die Registrierung vorab in den jeweiligen Firmen durchzuführen.

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Fast 100.000 PCR-Tests wurden dort seit September 2020 durchgeführt © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Ein tolles Team arbeitet Hand in Hand

Insgesamt arbeiten täglich um die 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Testzentrum. Malteser, Johanniter und DLRG stellen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Verfügung, die meist die Aufgaben übernehmen, für die medizinische Grundkenntnisse nötig sind. Das THW unterstützt regelmäßig bei der Infrastruktur.

 Dass alles so gut und reibungslos läuft, ist natürlich in allererster Linie den Menschen zu verdanken, die dort arbeiten. „Ohne die vielen Ehrenamtlichen, aber auch ohne die Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung, die sich schnell und kompetent in einen für sie völlig fachfremden Bereich eingearbeitet haben, wäre solch eine Logistik nicht zu bewerkstelligen. Viele sind ja schon seit März 2020 dabei und unterstützen uns bei der Bekämpfung der Pandemie. Dafür möchte ich allen Beteiligten meinen ganz herzlichen Dank aussprechen“, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Neu: Die Schnellteststrecke

Ab dem 22. März 2021 wird auch eine Schnellteststrecke an das Testzentrum angedockt. Alle Regensburgerinnen und Regensburger, die keine Krankheitssymptome haben, können sich dort einmal pro Woche einem Corona-Antigen-Schnelltest mittels Rachenabstrich unterziehen. Das Ergebnis lieg nach etwa 15 Minuten schriftlich vor. Voraussetzung ist, dass der Erstwohnsitz im Stadtgebiet angemeldet ist und ein Ausweisdokument mit diesem Nachweis vorgelegt werden kann. Im Gegensatz zum Testzentrum ist für eine Schnelltestung aus organisatorischen Gründen allerdings eine Anmeldung erforderlich.

Text: Dagmar Obermeier-Kundel