Navigation und Service

Einsatz für saubere Laternenmasten

Wer kennt sie nicht: Aufkleber, die den öffentlichen Raum prägen. Egal ob auf Laternenmasten, Verteilerkästen, Mülleimern oder sonstigen Flächen, die gerade zur falschen Zeit am falschen Ort standen – die „Klebebeauftragten“ machen vor nahezu nichts Halt. Doch was zieht die Entfernung dieser Aufkleber für Kosten und personellen Einsatz nach sich?

Einsatz für saubere Lichtmaste 1
Detailansicht: Ein frisch gesäuberter Lichtmast © Bilddokumentation Stadt Regensburg

11. Dezember 2019

Bei dem erst kürzlich sanierten Wahrzeichen der Stadt – die Steinerne Brücke – hat die Stadt erstmals die Entfernung von Aufklebern an Lichtmasten veranlasst. Diese Aktion machte deutlich, wie viel Aufwand und welche Kosten das verursacht: Insgesamt sechs Personen waren hier an zwei Tagen im Einsatz, um die Aufkleber von den 27 Lichtmasten zu entfernen. Die Masten wurden zunächst mit Trockeneis abgestrahlt. Dadurch kam es zu Schäden an der eigentlichen Beschichtung, sodass die Maste im Anschluss neu gestrichen werden mussten. Zum Schluss wurden sie mit einer farblosen Anti-Poster-Beschichtung überzogen. Die dadurch entstandene raue Oberfläche soll verhindern, dass Aufkleber in Zukunft daran haften bleiben können.

Diese Maßnahme, die zum ersten Mal so umgesetzt wurde, hat insgesamt knapp 12 500 Euro gekostet. In der Regel werden „lediglich“ Lampenflächen gesäubert, um zu gewährleisten, dass die Umgebung ausreichend gut beleuchtet werden kann. Solche Entfernungsaktionen dauern etwa vier Stunden, beschäftigen im Durchschnitt drei städtische Mitarbeiter und kosten circa 500 Euro pro Einsatz. Im Jahresdurchschnitt werden etwa 10 solcher Säuberungsmaßnahmen durchgeführt. Um zukünftig diesen Aufwand und auch die entstehenden Kosten zu vermeiden, appelliert die Stadt an alle Regensburgerinnen und Regensburger – und natürlich auch an all jene, die nach Regensburg kommen – von jeglichen Klebeaktionen Abstand zu nehmen! Die öffentliche Fläche gehört niemandem allein, sondern ist ein Gemeinschaftsgut, das es zu respektieren gilt.

Text: Tatjana Setz