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Dem Wohle der Stadt gedient

Mit der Kommunalwahl 2020 sind einige Stadträtinnen und Stadträte aus dem Stadtrat ausgeschieden, die am 24. Oktober 2020 gemeinsam mit dem ehemaligen Oberbürgermeister und dem ehemaligen dritten Bürgermeister offiziell verabschiedet wurden.

Verabschiedung der Stadträte 2020
Stadtrats-Verabschiedung zu Corona-Zeiten: Nur für das Foto wurden die Masken kurz abgenommen. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

26. Oktober 2020

21 Stadträtinnen und Stadträte sind nach der Kommunalwahl 2020 aus dem Stadtrat ausgeschieden, darunter zahlreiche, die sich über Jahrzehnte in dem Gremium engagiert haben. Am 24. Oktober wurden sie gemeinsam mit dem ehemaligen Oberbürgermeister und dem ehemaligen dritten Bürgermeister mit einer Feierstunde im historischen Reichssaal offiziell verabschiedet.

Wegen der Corona-Pandemie war die Veranstaltung mehrfach verschoben worden. „Sie abzusagen, ist für mich und auch für die Verwaltung nicht in Frage gekommen“, betonte Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Schließlich will ich Ihnen so persönlich wie nur möglich im Namen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und im Namen der gesamten Verwaltung Dank sagen.“ Ein Stadtratsmandat bedeute zuallererst nicht Ruhm und Ehre, sondern eine gehörige Menge Arbeit. „Ihnen allen lag und liegt das Wohl unserer Stadt am Herzen, sie alle haben ihre Freizeit geopfert, um die Aufgaben eines ehrenamtlichen Stadtratsmitglieds ausüben können und sie alle verdienen dafür unseren Dank und unsere Anerkennung.“ In ihren Laudationes würdigte Maltz-Schwarzfischer diejenigen, die mindestens vier Amtsperioden dem Stadtrat angehört und sich auch darüber hinaus in vielen Bereichen für die Regensburger Stadtgesellschaft eingesetzt haben. Auch die Leistungen ihres Amtsvorgängers Joachim Wolbergs und des ausgeschiedenen dritten Bürgermeisters Jürgen Huber hob sie hervor.

Christa Meier – mit 48 Jahren Zugehörigkeit die dienstälteste der ausgeschiedenen Stadträtinnen und Stadträte und von 1990 bis 1996 Regensburger Oberbürgermeisterin – dankte im Namen ihrer Kolleginnen und Kollegen den Bürgerinnen und Bürgern, „die uns mit Zuspruch, Unterstützung, Kritik begleitet haben“, sowie der Verwaltung, „die uns in ihrer übergroßen Mehrheit mit Auskünften, Vorschlägen, Hinweisen mit Rat und Tat unterstützt hat“. Die Verhältnisse im Stadtrat hätten sich über die Jahre verändert. Die Zersplitterung der Gesellschaft spiegele sich im Stadtrat ebenso wider wie die Beschleunigung in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, die der sinnvollen, durchdachten Problembewältigung schade. Denn: „Demokratie braucht Zeit, kluges Abwägen, Kompromissfindung.“

Für ihre besonders lange Zugehörigkeit zum Regensburger Stadtrat wurden geehrt:
Margit Kunc (24 Jahre), Hans Renter, Hermann Vanino und Margit Wild (jeweils 30 Jahre), Josef Troidl (36 Jahre), Margot Neuner und Norbert Hartl (jeweils 42 Jahre) sowie Christa Meier (48 Jahre).

18 Jahre lang gehörten Dr. Armin Gugau, Brigitte Schlee und Christian Schlegl dem Stadtrat an, 12 Jahre Jürgen Huber, Dr. Franz Rieger und Richard Spieß und sechs Jahre engagierten sich Juba Akili, Walter Erhard, Dr. Tobias Hammerl, Markus Jobst, Tina Lorenz, Michael Staab und Katja Vogel.