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Baubeginn für den Interims-ZOB

Im März 2021 beginnt die Stadt Regensburg mit den Bauarbeiten für den provisorischen Busbahnhof (Interims-ZOB) auf dem Kepler-Areal.

Vorschaubild - I-ZOB

16. Februar 2021

Auf der Baufläche am Ernst-Reuter-Platz hat Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer zusammen mit Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann, Manfred Koller, Geschäftsführer das Stadtwerk.Regensburg und Sandra Schönherr, Betriebsleiterin das Stadtwerk.Mobilität, am Montag mit einem ersten Spatenstich die Bauphase symbolisch eingeläutet. Die Inbetriebnahme des Interims-ZOB ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 geplant. 

Der provisorische Busbahnhof ist ein wichtiger Schritt für die Neugestaltung des Regensburger Bahnhofsumfeldes. Er stellt sicher, dass der Busverkehr während der künftigen Bauarbeiten rund um den Regensburger Hauptbahnhof weiter reibungslos funktioniert. Nach Inbetriebnahme des Interims-ZOB ist in der Bahnhofstraße und vor dem Bahnhof ausreichend Platz, um den neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), eine Tiefgarage und ein Multifunktionsgebäude zu bauen.

„Ich freue mich, dass wir heute den nächsten Schritt des Großprojektes ‚kepler+‘ in Angriff nehmen. Bereits Ende des Jahres wird hier ein provisorischer, aber dennoch übersichtlicher und sicherer Busbahnhof stehen und so den Weg freimachen für die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes“, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Kepler+ - Spatenstich
Spatenstich Interim-ZOB © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Vier Bauabschnitte zwischen Bahnhof und Ernst-Reuter-Platz

Für den Interims-ZOB errichtet die Stadt bis Dezember 2021 elf Haltestellen für den Stadtbusverkehr, 13 Haltestellen für die Regionalbusse sowie eine Haltestelle für den Altstadtbus. Die Arbeiten gliedern sich in vier Bauabschnitte, die Maßnahmen werden teilweise zeitgleich umgesetzt: Auf der zentralen Fläche auf dem Kepler-Areal entstehen rund um eine Mittelinsel sechs Haltestellen, außerdem Bereitstellungsflächen für die Stadtbuslinien.

Der Wartebereich wird überdacht und mit Sitzgelegenheiten, Windschutz, digitalen Anzeigetafeln und Fahrkartenautomaten ausgestattet. Zudem wird eine öffentliche Toilettenanlage errichtet. Das Areal wird komplett barrierefrei erreichbar sein. Am Ernst-Reuter-Platz wird für die ein- und ausfahrenden Busse ein Kreisverkehr eingerichtet. Auf beiden Seiten der Maximilianstraße zwischen Ernst-Reuter-Platz und Albertstraße baut die Stadt Haltestellen für Regionalbusse. Auch am heutigen Bustreff Albertstraße fahren künftig Regionalbusse ab.

Insbesondere während der Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte lassen sich Verkehrsbehinderungen durch die Bauarbeiten nicht vermeiden, vor allem Autofahrer müssen mit Einschränkungen rechnen. „Dank geschickter Planungen und enger Abstimmung mit allen Projektbeteiligten können wir die Verkehrsbeeinträchtigungen über die gesamte Bauphase gering halten. Außerdem werden wir durch kontinuierliche Kommunikation auf verschiedensten Kanälen stets über aktuelle Einschränkungen informieren“, erläutert Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann.

Dauerhafte Straßensperrungen

Nach Inbetriebnahme des Interims-ZOB wird die Bahnhofstraße vor dem Bahnhofsplatz für Sondierungsarbeiten für den Autoverkehr gesperrt. Diese Sperrung wird auch im weiteren Bauverlauf bestehen bleiben. Die westliche Albertstraße zwischen Maximilianstraße und dem „Milchschwammerl“ ist ab diesem Zeitpunkt nur noch von Bussen und Taxis befahrbar. Das gleiche gilt für die Maximilianstraße zwischen Bahnhof und Ernst-Reuter-Platz. „Damit werden wir zeitnah die im Beteiligungsprozess gewünschte Verkehrsberuhigung des Bahnhofsumfeldes einleiten, sodass Autofahrer sich schon jetzt an die neuen Routen rund um das Areal gewöhnen können.“

das Stadtwerk.Regensburg versucht, auch während der Bauarbeiten einen optimalen Linienverkehr aufrechtzuhalten. „Ich freue mich sehr, dass dieses große Projekt den ÖPNV in Regensburg und der Region näher zusammenrücken lässt und damit auch weiterentwickelt. Mit dem Interims-ZOB haben wir eine charmante Lösung geschaffen, die so gut wie keine Abstriche für den ÖPNV bedeutet und auch ohne größere Einschränkungen für die Fahrgäste vonstattengehen wird“, sagt Manfred Koller, Geschäftsführer von das Stadtwerk.Regensburg. Dennoch müssen Fahrgäste mit kurzfristigen Haltestellen-Änderungen rechnen. „Der anstehende Umbau wird eine spannende Aufgabe für das gesamte Projektteam werden. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass alles reibungslos klappen wird. Dennoch hoffen wir während der Umbauphase auf das Verständnis unserer Fahrgäste, da es die ein oder andere Linienwegs-Änderung geben wird“, ergänzt Sandra Schönherr, Betriebsleiterin von das Stadtwerk.Mobilität.

Das Stadtwerk empfiehlt Busfahrgästen, sich regelmäßig vor Ort und online zu informieren und stellt ein entsprechendes Angebot bereit: Neben Echtzeit-Informationen auf den elektronischen Anzeigetafeln wird es drei digitale Großanzeigen rund um das Kepler-Areal geben, die über geänderte Haltestellen und Abfahrtszeiten informieren. Auch in den Bussen erhalten Fahrgäste aktuelle Mitteilungen per Durchsage sowie als Anzeige auf den Monitoren. Die RVV-Website (www.rvv.de) und die RVV-App werden regelmäßig aktualisiert.

Der Interims-ZOB bleibt bis zur Inbetriebnahme des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs in Betrieb. Anschließend wird er zurückgebaut und das Kepler-Areal unter Beteiligung der Regensburger Bürgerinnen und Bürgern neugestaltet.

Das Projekt kepler+ umfasst das rund 80.000 Quadratmeter große Bahnhofsareal. Dieses wird in den kommenden Jahren komplett umgestaltet. Geplant sind ein neuer Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) für einen zukunftsfähigen ÖPNV, eine Tiefgarage sowie die Umgestaltung der Verkehrs-, Frei- und Grünflächen, auf denen Fußgänger und Radfahrer Vorrang haben. Die Grundlage der Planungen bildet die breit angelegte Bürgerbeteiligung „Stadtraum gemeinsam gestalten“ aus dem Jahr 2017. Alle Hintergründe und aktuelle Informationen zu kepler+ sowie zum Interims-ZOB sind auf der Projektwebsite zu finden: www.regensburg.de/keplerplus