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Staatsehrenpreis fürs Gartenamt: Vorbildliche Ausbildung

Für sein vorbildliches Engagement in der Ausbildung hat das städtische Gartenamt den Staatsehrenpreis des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erhalten.

Staatsehrenpreis fürs Gartenamt: Vorbildliche Ausbildung - Auszeichnung
Allen Grund zur Freude hat das ausgezeichnete Gartenamt (v. l.: Florian Schneider, Staatsministerin Michaela Kaniber, Michael Mangelkramer, GaLaBau-Präsident Gerhard Zäh) © Seyfarth/Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

27. Mai 2019

Es sorgt für ein gesundes, grünes und blühendes Regensburg und ist jetzt für seine Leistung auch noch ausgezeichnet worden: Das Gartenamt der Stadt Regensburg und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für sein vorbildliches Engagement in der Ausbildung hat das städtische Gartenamt den Staatsehrenpreis des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erhalten. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat dem Ausbildungsleiter Michael Mangelkramer Ende Mai bei einem Festakt die Auszeichnung überreicht. Der Staatsehrenpreis steht unter dem Motto "Fördern, fordern, voranbringen" und wurde 2019 erstmals verliehen. In Ihrer Rede betonte Kaniber: „Mit Ihren beispielhaften Konzepten setzen Ihre Betriebe hohe Maßstäbe in der Ausbildung junger Menschen und legen damit den Grundstein für die Weiterentwicklung der ganzen Branche.“
Insgesamt wurden 30 bayerische Betriebe ausgezeichnet. Mit dem Staatsehrenpreis wurden jedoch nicht nur die besonderen Ausbildungsleistungen gewürdigt, die Auszeichnung dient auch Ausbildungssuchenden als wichtige Orientierungshilfe. Der Staatsehrenpreis ist deshalb auch ein Anreiz für die Betriebe, sich in der Ausbildung zu engagieren, um die Zukunft des eigenen Betriebs zu sichern, so das Ministerium.

Herr Mangelkramer, herzlichen Glückwunsch zum Staatsehrenpreis! Die Stadt Regensburg hat diese Auszeichnung ja auch ein Stück weit Ihnen persönlich zu verdanken, schließlich betreuen Sie seit 2003 die Auszubildenden im Bereich Garten- und Landschaftsbau. Warum hat sich das Ministerium für das Gartenamt der Stadt Regensburg entschieden?

Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten  hat wohl gesehen, wie breit gefächert und fundiert wir ausbilden. Unser Nachwuchs darf viel machen und Verantwortung übernehmen – zum Beispiel für kleinere Baustellen. Vegetationstechnik, also die Modellierung von Böden, Dachbegrünungen oder die Ansaat von Sportflächen und Blumenwiesen gehören genauso zum Ausbildungsplan dazu wie die Versetzung größer Bäume oder die Sanierung und der Bau von Spielplätzen, Parkanlagen und Schulhöfen mit jeweils ganz unterschiedlichen Bodenbelägen. Was für kleinere Betriebe nicht selbstverständlich ist - wir haben eine eigene Schreinerei und Werkstatt für unsere Maschinen, in der unsere Auszubildenden eingesetzt werden können. Und weil wir noch zwei weitere Ausbildungsbereiche haben, schnuppern sie natürlich auch dort hinein. Wir sind für rund 800 Hektar Grün im Stadtgebiet zuständig und haben daher eine wirklich breite Palette an Tätigkeiten zu bieten.

In welchen Berufen bildet das Gartenamt denn noch aus?

Wir bilden Gärtnerinnen und Gärtner in unserer Baumschule und im Blumen- und Zierpflanzenbau aus. Normalweise dauern die Ausbildungen drei Jahre, mit Abitur lässt sich die Zeit auf zwei Jahre verkürzen.

Staatsehrenpreis fürs Gartenamt: Vorbildliche Ausbildung - Logo Staatsehrenpreis

Was bedeutet diese Auszeichnung für die Stadt Regensburg?

Erstmal freuen wir uns natürlich sehr darüber, als einer der 30 besten Betriebe Bayerns ausgezeichnet worden zu sein. Das Ministerium verleiht diese Auszeichnung zum ersten Mal, dass wir da gleich unter den Preisträgern sind, zeigt uns, dass wir auf einem sehr, sehr guten Weg sind. Wir müssen den Vergleich mit der freien Wirtschaft überhaupt nicht fürchten – ganz im Gegenteil. Unsere Auszubildenden schneiden in der Region immer wieder als Prüfungsbeste ab. Insofern sehen wir den Preis als weitere Bestätigung unserer guten Arbeit.

Sie leiten seit 15 Jahren die Ausbildung in diesem Bereich. Was lernen die Auszubildenden im Garten- und Landschaftsbau denn genau?

Als Landschaftsgärtner legt man meist Freigelände oder Hausgärten an - mit Allem, was dazugehört: Also Beete anlegen, Böden pflegen, Gehölze anpflanzen oder Wasserläufe und Teiche anlegen. Unsere Auszubildenden lernen, Mauern und Treppen zu bauen, Terrassen, Wege und Einfahrten anzulegen und – das ist heutzutage für viele Gartenbesitzer immer wichtiger – für schönes Licht im Garten zu sorgen. Genauso gehört zur Ausbildung, Freiflächen und Spielplätze anzulegen. Auch die Pflege bestehender Anlagen, konkret unserer 111 Grün- und Parkanlagen, spielt eine wichtige Rolle. Es gibt einen festen Ausbildungsplan, in dem die Tätigkeiten festgelegt sind, und an den wir uns natürlich halten. Auch der Umgang mit verschiedenen Materialien und Maschinen wird erlernt.

Ein Azubi stellt seinen Job vor - Video

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Wenn Sie den Nachwuchs so gut ausbilden, wie sieht es denn mit Übernahmen nach der Ausbildung aus?

Wir können fast immer allen Auszubildenden einen Arbeitsplatz anbieten und übernehmen unseren eigenen Nachwuchs grundsätzlich sehr gerne. Wir beschäftigen sehr viele bei uns ausgebildete Facharbeiter und Meister und fahren damit sehr gut. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen wir stets in punkto Fort- und Weiterbildung. Immer wieder schneiden unsere frischgebackenen Meister als Prüfungsbeste ab und können sich über Stipendien freuen. 

Vielen Dank fürs Gespräch, Herr Mangelkramer.

Text und Interview: Claudia Biermann