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Möblierungskonzept Altstadt

Das Stadtplanungsamt entwickelt gemeinsam mit dem Gartenamt ein Möblierungskonzept für die Regensburger Altstadt. Das Konzept beinhaltet neben Bankstandorten auch Aussagen zu Bäumen, Spielpunkten, Fahrradbügel sowie Abfallbehälter im öffentlichen Raum.

Möblierungskonzept - Umgriff
Möblierungskonzept - Umgriff © Stadtplanungsamt Stadt Regensburg

Der dargestellte Planungsumgriff umfasst die Altstadt zwischen Alleengürtel und Donau, den Unteren und Oberen Wöhrd sowie Stadtamhof.

Ziel

Ziel des Möblierungskonzeptes ist es, die Innenstadt auch für die Zukunft attraktiv zu halten. Dazu gehören – gerade in einer alternden Gesellschaft - Sitzgelegenheiten, auf denen man sich immer wieder ausruhen kann, ebenso wie ausreichend Fahrradbügel und Mülleimer. Zusätzliche Bäume und Grünflächen sollen nicht nur Ruheoasen bilden, sondern auch zu einem guten Stadtklima beitragen. Durch die Definition von Spielpunkten soll die Integration von Zielen der Spielleitplanung in das Möblierungskonzept erfolgen. Urbane Freiräume, Plätze und Fußgängerbereiche, vor allem in der Altstadt, sollen einen qualitativ hochwertigen öffentlichen Raum darstellen und dem Aufenthalt aller Generationen dienen. Um mit der Möblierung des öffentlichen Raums ein einheitliches Konzept zu vermitteln, wurden einheitliche Elemente (Sitzbänke, Abfalleimer und Fahrradbügel) definiert und in einem Standardmöbelkatalog festgehalten. Der Standardmöbelkatalog dient als Grundlage für die Auswahl zukünftiger Möblierungselemente im Altstadtbereich, den Wöhrden und Stadtamhof.

Bestandsaufnahme und Analyse

Planungsprozess

Als erster Schritt erfolgte eine Bestandserhebung. Es wurden Bänke und Sitzgelegenheiten, Bäume, Pflanztröge (große Saisonpflanzen), Fahrradbügel, KFZ-Stellplätze für Bewohner, Behindertenstellplätze, öffentliche KFZ-Stellplätze, Stellplätze für Motorräder, Freisitzflächen, Marktflächen und Infostände, Abfallbehälter, Kehricht-, Streusplitt- und Wertstoffbehälter erfasst.

Zur Auswertung wurden die Ergebnisse der Bestandserhebung (Anzahl der Sitzgelegenheiten, Fahrradbügel etc.) zur Ermittlung der Defizite mit dem Rahmenplan überlagert, um den Handlungsbedarf abzuschätzen. Das Rahmenkonzept benennt stark frequentierte Bereiche und Ruheräume und soll Orte für den vordringlichen Bedarf an Möblierungselementen aufzeigen.

Bürgerbeteiligung

Anfang Oktober 2015 konnten Bürgerinnen und Bürger an einem Beteiligungsstand auf dem St.-Kassians-Platz Ideen und Anregungen zur Stadtmöblierung einbringen. Zusätzlich bestand die Möglichkeit einen online-Fragebogen auszufüllen. Insgesamt haben sich 549 Bürger beteiligt.

Mehr Informationen:

Sofortmaßnahmen 2016

Um an den wichtigsten Stellen schneller Angebote zu schaffen, wurde die Verwaltung beauftragt, die Ausstattung der Altstadt durch Sofortmaßnahmen (Standorte der Sofortmaßnahmen sh. Plan) kurzfristig zu verbessern und somit die Zeit bis zum Umsetzungsbeginn des Möblierungskonzeptes 2017 zu überbrücken.

Möblierungskonzept - Übersichtsplan Sofortmaßnahmen
Möblierungskonzept - Lange Bank

Lange Bank am Neupfarrplatz

Die Aufstellung der Langen Bank am Neupfarrplatz im März 2016 stellte den Auftakt für die Umsetzung der Sofortmaßnahmen 2016 dar.

Möblierungskonzept - Sofortmaßnahmen-Bänke

Sofortmaßnahmen

Im April 2016 wurden insgesamt zwölf einfache Bänke (Werkstätten der Lebenshilfe Regensburg) an verschiedenen Standorten im Bereich der Altstadt und Stadtamhof aufgestellt. Im Juni 2016 erfolgte die Aufstellung von vierzig neuen Fahrradbügeln im Altstadtbereich.

 

Möblierungskonzept - Sondermöbel

Aktion Sondermöbel

Von April bis Juni 2016 fand die Aktion Sondermöbel, ein Auszubildenden- und Studentenwettbewerb für schwer möblierbare Plätze statt. Die Preisverleihung und Aufstellung des Prototypen erfolgte am 18.06.2016 vor dem Westportal des Doms. Ab Ende Oktober wurden neun weitere Exemplare auf dem Dachauplatz, Viereimerplatz, vor der historischen Wurstkuchl, dem Gutenbergplatz sowie dem Bismarckplatz aufgestellt. Diese fünf Standorte wurden zunächst nur bis zur witterungsbedingten Einlagerung in den Wintermonaten mit den Sondermöbeln bespielt. Ab dem Frühjahr 2017 wurden neben den bereits genannten Plätzen auch noch der Haidplatz, der Kohlenmarkt, der Neupfarrplatz und der Domplatz temporär mit den „Brück“-Möbeln ausgestattet. Insgesamt werden dann 18 Sondermöbel im Stadtgebiet stehen.

Weitere Informationen zur Aktion Sondermöbel:

Brückenbasar in Stadtamhof

Für den Bereich des Brückenbasars in Stadtamhof wurde im Vorgriff auf Spaziergang 2 aus aktuellem Anlass (Aufstellung Gedenkstelen und Verbesserung der Aufenthaltsqualität des direkten Umfelds) ein Gesamtkonzept (sh. folgenden Plan) für den Bereich des Brückenbasars erstellt. Im Zuge der Aufstellung der Gedenkstelen wurde der nördliche Bereich des Brückenbasars im Herbst 2016 mit 12 neuen Fahrradbügeln und 3 neuen Doppelbänken ausgestattet.

Planung

Die Planung und Umsetzung des Möblierungskonzeptes soll in zwei Phasen erfolgen.

Phase 1

Die Phase 1 beinhaltet Möblierungselemente für Ruheräume sowie stark frequentierte Bereiche. Innerhalb der Phase 1 gibt es verschiedene Spaziergänge durch die Altstadt.

Möblierungselemente für stark frequentierte Bereiche

  • Spaziergang 1: Ost-West Verbindung
  • Spaziergang 2: Nord-Süd Verbindung
  • Spaziergang 3: Verknüpfung zu stark frequentierten Plätzen (z.B. Emmeramsplatz) bzw. zu Sehenswürdigkeiten (z.B. Ostentor) 

Möblierungselemente für Ruheräume:

  • Spaziergang 1: Alleengürtel und südl. Donauufer
  • Spaziergang 2: Oberer und Unterer Wöhrd
  • Spaziergang 3: Stadtamhof

Phase 2

In der Phase 2 soll der Bedarf an zusätzlicher Stadtmöblierung in den weniger stark frequentierten Bereich der Innenstadt ermittelt werden. Die östliche und westliche Altstadt, der östliche und westliche Bereich von Stadtamhof und die Wöhrde. In diesen Bereichen besteht eine kleinteilige Mischung aus Wohnen und Dienstleistungen bis hin zu einer überwiegenden Wohnnutzung (z.B. westliche Altstadt, Oberer Wöhrd).

Zusätzliche Möblierungselemente (Bänke, Fahrradständer und Mülleimer) sind vor allem vor Gebäuden mit öffentlicher Nutzung (z.B. Kindergärten, Schulen, Polizei) bzw. mit Dienstleistungen (Ärzte) notwendig. Ebenso sind auf Plätzen und bei Straßenaufweitungen zusätzliche Möblierungselemente, vor allem aber eine zusätzliche Grünausstattung, sinnvoll.

Die Phase 2 stellt eine Verbindung zu bzw. zwischen den stark frequentierten Bereichen und den Ruheräumen der Phase dar.

Umsetzung

Der 1. Spaziergang der Phase 1 des Möblierungskonzeptes wird ab August 2017 umgesetzt werden. Er führt in Ost – West – Richtung durch den stark frequentierten Bereich der Altstadt.

Die Route und die genauen Standorte der neuen Bäume und Möblierungselemente finden sie in der Beschlussvorlage: