Planungsgebiet Nord
Neuer Stadtteil für den Regensburger Norden
Um langfristig angemessen auf den wachsenden Bedarf an Wohnraum, Gewerbeflächen und städtischer Bildungs-, Sport- und Sozialinfrastruktur reagieren zu können, setzt sich die Stadt Regensburg intensiv mit der zukünftigen Entwicklung größerer Stadterweiterungsräume auseinander. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einem rund 107 Hektar großen Gebiet im Regensburger Norden zwischen Haslbach und Wutzlhofen, für das der Stadtrat im Herbst 2024 einen Rahmenplan als Grundlage für weitere Untersuchungen und Planungen beschlossen hat.
Ziel ist es, Perspektiven für einen nachhaltigen, gemischt genutzten Stadtteil zu entwickeln, der Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Soziales, Kultur, Gewerbe und Nahversorgung in einem urbanen Stadtraum miteinander verbindet. Dieser Stadtteil soll an den zukünftigen Bahnhalt Wutzlhofen angebunden werden, der parallel zur städtebaulichen Entwicklung geplant wird.
Aufbauend auf dem vom Stadtrat beschlossenen Rahmenplan wurden die Bauleitverfahren eingeleitet. Der Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen hat am 14. April 2026 die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 300 „Zwischen Wutzlhofen und Haslbach (Rahmenplan Nord – Mitte)“ beschlossen. Parallel dazu werden die 92. Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufhebung des Bebauungsplans Nr. 78 b durchgeführt.
Der Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen hat am 14. April 2026 die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 300 „Zwischen Wutzlhofen und Haslbach (Rahmenplan Nord – Mitte)“ beschlossen. Parallel dazu werden die 92. Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufhebung des Bebauungsplans Nr. 78 b durchgeführt.
Von Montag, 8. Juni 2026, bis einschließlich Freitag, 3. Juli 2026, können die Beteiligungsunterlagen im Amt für Stadtplanung und Mobilität und im Internet unter www.regensburg.de/beteiligung-bebauungsplan-flaechennutzungsplan eingesehen werden. In diesem Zeitraum können Bürgerinnen und Bürger Anregungen abgeben, die in das Bauleitplanverfahren einfließen können und mit den weiteren Planungen dem Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen vorgelegt werden.
Eine Einsicht bei der Stadt Regensburg, Amt für Stadtplanung und Mobilität, D.-Martin-Luther-Straße 1, Zimmer Nr. 2.21 ist zu folgenden Zeiten möglich:
- Montag bis Mittwoch von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr
- Donnerstag von 8.30 bis 13 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr
- Freitag von 8.30 bis 12 Uhr.
Die Stadt Regensburg informiert am Mittwoch, 17. Juni 2026, ab 18 Uhr über die Planungen für einen neuen Stadtteil im Regensburger Norden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen, sich frühzeitig über die Zukunft eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre zu informieren und einzubringen. Die Veranstaltung findet in der Aula der Albert-Schweitzer-Realschule, Isarstraße 24, statt.
Ein besonderer Programmpunkt der Informationsveranstaltung sind die Beiträge der drei Finalisten-Teams des internationalen Planungs- und Architekturwettbewerbs EUROPAN E18. Diese präsentieren ihre Visionen und Ideen für das sogenannte „Planungsgebiet Nord“ und geben einen spannenden Einblick in mögliche Zukunftsbilder des neuen Stadtteils. Damit erhalten die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, bereits zu einem frühen Zeitpunkt zu erfahren, welche Potenziale in dem Gebiet stecken und welche Leitideen die weitere Entwicklung prägen könnten.
EUROPAN-Wettbewerb
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Hansa Luftbild AGMit dem Ziel, für die Entwicklung dieses Areals frühzeitig neue Impulse, vielschichtige Varianten und kreative Ideen zu gewinnen, hat sich die Stadt Regensburg am internationalen Planungs- und Architekturwettbewerb EUROPAN E18 beteiligt. EUROPAN tritt für innovative, zukunftsweisende und nachhaltige Stadtplanung ein. Der Wettbewerb verfolgt das Ziel, den vorhandenen Boden mit Respekt zu behandeln, Ressourcen klug zu nutzen und neue Formen des Wohnens und Zusammenlebens zu denken.
Im Rahmen dieses Wettbewerbs haben von Frühjahr bis Herbst 2025 insgesamt 22 Teams aus neun Ländern ihre Ideen für ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Stadtquartier im Regensburger Stadtnorden eingereicht – mit neuen Wohnformen, innovativen Mobilitätskonzepten, großzügigen Grünräumen, flexiblen Arbeitsorten und lebendigen Nachbarschaften.

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Ab Oktober 2025 beurteilten zunächst nationale, anschließend internationale Jurys die eingegangenen Entwürfe. Die internationale Jury vergab schließlich einen ersten Preis an den Entwurf „Zam wachsn“, eine Anerkennung an den Entwurf „GreenCityPuzzle“ sowie eine lobende Erwähnung an den Entwurf „Regensburger Nordstern“. Die offizielle Preisverleihung fand am 5. Dezember 2025 in Berlin statt.
Fotos von der Preisverleihung in Berlin
Erster Preis: "zam wachsn"
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Gordon Welters Team: Mara Foerster, Hannah Andree, Johanna Kern, Moritz Molitor, Sabeth Rosenbrück, Maxima Schad, Susanne Weppler
Der Entwurf „zam wachsn“ entwickelt das Gebiet zu einem integrierten, nachhaltigen Stadtraum, der bestehende Stadt- und Landschaftsstrukturen aufnimmt und weiterdenkt. Vorgesehen sind sechs neue Quartiere, die sich in Typologie, Dichte und Nutzung am jeweiligen Umfeld orientieren und nach dem Prinzip der 15-Minuten-Stadt organisiert sind: Wohnen, Versorgung, soziale Infrastruktur und Freizeitangebote liegen in kurzen Wegen erreichbar.
Die überwiegend zwei- bis viergeschossige Bebauung gruppiert sich um gemeinschaftliche Innenhöfe. Quartierstürme, inspiriert von den historischen Regensburger Patriziertürmen, setzen identitätsstiftende Akzente und bündeln gemeinschaftliche Nutzungen. Zusammen mit Quartiersgaragen bilden sie zentrale Mobilitätspunkte mit Angeboten wie Car- und Bikesharing. Ergänzt wird das Konzept durch einen neuen Bahnhof mit Busterminal als übergeordnete Mobilitätsdrehscheibe. Das gesamte Gebiet ist verkehrsberuhigt gestaltet, mit klarer Priorität für Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr.
Ein durchgängiger landschaftlicher Freiraum, der „Greenconnector“, verbindet alle Quartiere miteinander. Er dient der Erholung, Orientierung, dem Klimaausgleich und der Förderung der Biodiversität. Grüne Innenhöfe, Gemeinschaftsgärten, Spielflächen und naturnahe Freiräume ergänzen das System. Entsiegelte Flächen, rund 3.300 neue Bäume sowie ein nachhaltiges Regenwassermanagement verbessern das Mikroklima.
Das architektonische Konzept setzt auf gemeinschaftsorientierte Wohnformen mit flexiblen Grundrissen und bietet Spielräume für Baugruppen und Genossenschaften. Nachhaltiges Bauen mit Dachbegrünung, Photovoltaik und ökologischen Materialien ist integraler Bestandteil.
Die Entwicklung erfolgt in sechs eigenständig funktionsfähigen Bauabschnitten, beginnend im Süden am Mobilitätsknoten und schrittweise nach Norden. Ziel ist eine lebendige, sozial gemischte und klimaangepasste Stadtstruktur, die langfristig tragfähig ist.
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Zam wachsn - Team Foerster, Andree, Kern, Molitor, Rosenbrück, Schad, Weppler Anerkennungspreis: "GreenCityPuzzle"
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Gordon Welters Team: Yannick Güdter, Julia Hohmann, Simon Lach, Emely Mathes, Tillmann Cornelius Ratajczak, Raphael Stark
Der Entwurf „Greencitypuzzle“ verfolgt keinen klassisch ausgearbeiteten städtebaulichen Masterplan, sondern versteht sich als offenes, modulares Entwicklungssystem. Im Mittelpunkt steht eine methodische Herangehensweise, die Stadtentwicklung als langfristigen, veränderbaren Prozess begreift und bewusst auf hohe Flexibilität ausgelegt ist. Anstelle einer festen Endplanung wird ein Katalog an städtebaulichen und landschaftlichen „Puzzleteilen“ vorgeschlagen, die je nach Bedarf, zeitlichem Horizont und Rahmenbedingungen kombiniert und weiterentwickelt werden können.
Zentrale Elemente dieses Systems sind ein umlaufender Waldring, Blumenwiesen als ökologische und funktionale Pufferzonen, gesicherte Frischluftkorridore sowie öffentliche Grün- und Parkflächen im Inneren der Quartiere. Die Bebauung ist als durchlässige Blockrandstruktur konzipiert, die Freiräume in das Quartier hineinzieht und eine enge Verzahnung von Wohnen, Freiraum und gemeinschaftlichen Nutzungen ermöglicht. Auch die Wohn- und Bautypologien sind variabel angelegt und umfassen unter anderem hofartige Wohnformen („Yard Living“), Clusterwohnen sowie öffentlich und gemeinschaftlich genutzte Räume.
Der Entwurf zielt darauf ab, auf die Dynamik langfristiger Stadtentwicklungsprozesse zu reagieren und der Problematik entgegenzuwirken, dass Planungen zum Zeitpunkt ihrer Umsetzung häufig bereits überholt sind. Durch den modularen Aufbau und die Offenheit des Systems soll eine schrittweise Entwicklung ermöglicht werden, die auf veränderte soziale, ökologische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren kann. „Greencitypuzzle“ liefert damit weniger eine konkrete räumliche Festlegung als vielmehr ein robustes konzeptionelles Gerüst, das als Grundlage für eine flexible Weiterentwicklung des Stadtteils dienen kann.
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GreenCityPuzzle - Team Güdter, Hohmann, Lach, Mathes, Ratajcak, Stark Lobende Erwähnung: "Regensburger Nordstern"
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Gordon Welters Team: Lorenz Brösch, Eva Hoppmanns, Johannes Zerfaß
Der Entwurf „Regensburger Nordstern“ basiert auf einem sternförmigen grünen Geflecht, das als ordnendes Grundgerüst die Verbindung von Stadt und Landschaft herstellt. Von einem zentralen „Sternpark“ ausgehend verknüpft dieses Grüngerüst die neuen Quartiere untereinander und bindet sie funktional und ökologisch in die umgebenden Landschaftsräume ein. In dieses System fügen sich kompakte Nachbarschaftsinseln mit jeweils eigenen Quartiersplätzen ein, die eine klare Gliederung des Stadtteils ermöglichen.
Im Mittelpunkt des neuen Stadtteils liegt der neue Bahnhaltepunkt, an den ein urbanes Zentrum mit Bibliothek, Nahversorgung, Mobilitätsangeboten und weiteren gemeinschaftlichen Nutzungen angebunden ist. Dieses Zentrum bildet das Herz der Stadterweiterung und verbindet die einzelnen Wohnquartiere mit den großzügigen Grünräumen des Regensburger Nordens. Entlang einer sozialen Achse sind zentrale Einrichtungen wie ein Bildungscampus, ein Schwimmbad sowie ein Energiezentrum angeordnet, wodurch öffentliche Funktionen räumlich gebündelt und gut erreichbar sind.
Die städtebauliche Struktur kombiniert unterschiedliche Bebauungstypologien, von gefassten Blockstrukturen und punktuellen Hochpunkten im Zentrum bis hin zu kleinteiligeren Wohnformen an den Rändern. Blau-grüne Korridore durchziehen das Quartier und integrieren bestehende Biotope, Streuobstwiesen und Retentionsflächen in das Freiraumsystem. Das Mobilitätskonzept konzentriert sich auf den Bahnhaltepunkt als zentralen Knoten mit Park-and-Ride-, Bus- und Fahrradinfrastruktur und ermöglicht eine weitgehend autofreie Erschließung der Quartiere.
Ein besonderer Schwerpunkt des Entwurfs liegt auf dem Energiekonzept. Vorgesehen ist eine weitgehend autarke Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien wie Solarenergie und Geothermie, ergänzt um perspektivisch einsetzbare Zukunftstechnologien, unter anderem Wasserstoff. Das Energiezentrum ist räumlich in die soziale Mitte integriert und versteht sich als sichtbarer Bestandteil des Quartierskonzepts.
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Regensburger Nordstern - Team Brösch, Hoppmanns, Zerfaß Weitere Informationen
Beteiligung an Bebauungsplan- und Flächennutzungsplanverfahren
Beschluss zum Rahmenplan Regensburg Nord
Informationen zum Wettbewerb
EUROPAN E18-Wettbewerb am Standort Regensburg
Europan Deutschland – Wettbewerb E18 – E18: Regensburg
Ergebnisse des EUROPAN E18-Wettbewerbs
Europan Deutschland – Archiv – E18: Ergebnisse
Ansprechpartner
Bürger- und Verwaltungszentrum
D.-Martin-Luther-Straße 3
Zimmer: 2.21 BVZ
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(0941) 507-4613
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