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Stadt ohne Menschen – die bizarre Schönheit der Corona-Krise

Regensburg im Frühling, das bedeutet normalerweise voll besetzte Straßencafés, Schlangen vor den Eisdielen und geschäftiges Treiben in Gassen und Plätzen. Doch in diesem Jahr ist alles anders.

8. April 2020

Seit Wochen hält die Corona-Krise die ganze Welt in Atem – und macht auch vor Regensburg nicht halt. Um die Verbreitung des neuartigen Virus einzudämmen, mussten innerhalb kürzester Zeit Schulen, Kindergärten, öffentliche Einrichtungen und Geschäfte geschlossen werden. Kultureinrichtungen sagten alle Veranstaltungen ab, der Busverkehr wurde eingeschränkt und schließlich wurde am 20. März, dem kalendarischen Frühlingsanfang, eine allgemeine Ausgangsbeschränkung verhängt. Seitdem dürfen die Menschen ihre Wohnungen und Häuser nur noch für unbedingt notwendige Dinge wie Arbeit, Einkaufen oder Arztbesuche verlassen. Das öffentliche Leben kam quasi zum Erliegen. Die sonst so quirlige Stadt ist menschenleer. Nur vereinzelt fährt ein Bus oder Auto über die Straßen. Die Plätze in den Cafés sind trotz strahlender Sonne verwaist und die Gassen wie leergefegt.

Unsere beiden Stadtfotografen Peter Ferstl und Stefan Effenhauser haben sich auf den Weg gemacht und die bizarre Schönheit der menschenleeren Stadt festgehalten. Und nein, die Bilder sind nicht etwa sonntagmorgens um sieben, sondern allesamt mitten an einem sonnigen Werktag entstanden.

Text: Kristina Kraus