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Der Bismarckplatz verändert sein Gesicht

Auf dem Bismarckplatz startet Mitte August die Sanierung der Hochbeete. Wir haben mit Michael Lehmann, dem stellvertretenden Leiter des Gartenamts, über die Baumaßnahme gesprochen.

Bismarckplatz - Bepflanzung vor Haus der Musik

11. August 2020

Warum müssen die Hochbeete saniert werden?

In den Hochbeeten am Bismarckplatz sind vor zwei Jahren die stark von Pilzen befallenen Linden, die nicht mehr verkehrssicher waren, gefällt worden. Bei der Ursachenforschung hat sich schnell herausgestellt, dass das Be- und Entwässerungssystem defekt ist. Bevor hier wieder eine dauerhafte Bepflanzung angelegt werden kann, ist eine komplette Sanierung erforderlich.

Wie läuft die Sanierung ab?

Zunächst müssen die Hochbeete geleert und ihre Abdichtung, insbesondere zur Tiefgarage hin, erneuert werden. Für den Anschluss an die Be- und Entwässerung sind Kernbohrungen erforderlich. Wenn das alles fertig ist, werden die Beete wieder mit Substrat gefüllt und mit Bäumen, Sträuchern, Stauden und Zwiebelblumen bepflanzt. Damit wollen wir – beziehungsweise die beauftragten Firmen – bis Ende November fertig sein. Im Anschluss werden dann noch die Natursteine, die die Hochbeete einfassen, saniert und gereinigt. Wenn das im Frühjahr abgeschlossen ist, werden die neuen Sitzmöbel aufgestellt.

Michael Lehmann - Porträt
Michael Lehmann, Gartenamt © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Die Baustelle belastet die Gastronomen auf dem Bismarckplatz, die durch die Corona-Pandemie ohnehin schon zu leiden hatten. Hätte man die Baumaßnahmen nicht verschieben können?

Das Problem ist uns sehr bewusst, und wir werden auch versuchen, die Einschränkungen möglichst gering zu halten, indem wir etwa die Baustellenfläche möglichst klein gestalten. Trotzdem ist es natürlich eine Baustelle, die Platz braucht und auch Lärm und Dreck verursacht. Wir haben die Maßnahme Ende 2019/Anfang 2020 geplant – bevor die Einschränkungen durch Corona absehbar waren. Damals haben wir extra darauf geachtet, sie auf einen Zeitraum zu legen, in dem die großen Feste und Veranstaltungen auf dem Bismarckplatz schon vorbei sind. Der Beginn Mitte August war für uns der spätestmögliche Termin, da die Abdichtung nur bei warmer, trockener Witterung gemacht werden kann. Als der Lockdown kam, waren die Ausschreibungen schon auf dem Weg und die Firmen zum Teil bereits beauftragt. Eine Verschiebung, etwa um ein Jahr, war damit auch nicht mehr möglich.

 

Die vorübergehende Bepflanzung mit Sommerblumen wurde vielfach sehr gelobt. Warum bleibt man nicht dabei?

Eine temporäre Bepflanzung ist zwar sehr schön, sie verursacht aber erheblich mehr Pflegeaufwand als eine dauerhafte. Wir haben das am Bismarckplatz gemacht, weil der Platz sonst ein Jahr lang ohne Grün gewesen wäre. Dazu gab es auch einen Stadtratsbeschluss. Dauerhaft können wir das für diese Stelle leider nicht leisten.

Text und Interview: Katrin Butz