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Essen zum Mitnehmen in Mehrweg - die städtische Kantine ist dabei!

Das neue Mehrweggeschirrsystem in der städtischen Kantine soll die Abfallmenge für Essen zum Mitnehmen für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermeiden

Mehrweggeschirr Kantine - Dosen gestapelt

Bürgermeister Ludwig Artinger und Personalreferent Dr. Patrick Veit freuen sich mit dem Mehrweggeschirrsystem in der städtischen Kantine eine Vorreiterrolle einnehmen zu können. Seit Anfang Juni bietet die Fa. Labora das Essen zum Mitnehmen in einem Mehrweggeschirrsystem an.

Essen zum Mitnehmen - ein Müllproblem

Speisen und Getränke zum Mitnehmen sind gefragt. Sie bieten die Möglichkeit, schnell und ohne selbst kochen zu müssen, ein gutes Essen zu genießen.

Die Kehrseite zeigt sich in wachsenden Mengen an Verpackungsabfällen, überfließenden öffentlichen Mülleimern, abgelagerten Verpackungen im öffentlichen Raum und damit zunehmenden Aufwand für die Straßenreinigung. So sind in Regensburg während der Freiluftsaison im Schnitt pro Woche ca. 260 zusätzliche Abfallsäcke mit einem Gesamtgewicht von ca. 1,5 Tonnen eingesammelt und entsorgt worden.

Eine Lösung für dieses Dilemma stellt die Verwendung von Mehrweggeschirr auch für Essen zum Mitnehmen dar. Hierfür gibt es inzwischen einige Anbieter.

Ein Ausweg - Mehrweggeschirr

Während des Lockdowns und nun wegen der Personenbegrenzung in der städtischen Kantine ist das Essen zum Mitnehmen eine Möglichkeit für städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Verwaltung möchte Abfälle, wo möglich, vermeiden und strebt eine nachhaltige Entwicklung an. Zusammen mit dem Betreiber der städtischen Kantine, der Labora gGmbH, wurde eine Lösung mit einem Mehrwegsystem gesucht um die Müllmengen deutlich zu reduzieren und einen Beitrag zum Klima und Ressourcenschutz zu leisten.

Die Stadt Regensburg hat daher einen Vertrag mit der Firma Vytal über die Einführung eines Mehrweggeschirrsystems in der städtischen Kantine geschlossen. Vytal stattet die städtische Kantine mit über 300 verschließbaren Mehrwegschalen und Kaffeebechern aus, die die Kundinnen und Kunden kostenlos ausleihen können. Hierfür kann eine kostenlose App genutzt oder einmalig eine Offline-Karte gekauft werden.

Kosten für Kunden und Kundinnen fallen nur an, wenn das Geschirr nicht innerhalb von 14 Tagen wieder zurückgegeben wird.

Eigene Behälter dürfen befüllt werden

Bürgermeister Artinger freut sich über die Entscheidung des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz, dass Mehrweg seit 14. Juni 2021 in allen seinen Facetten wieder möglich ist. Der eigene Kaffeebecher oder die verschließbare Dose kann zum Imbiss oder Café seiner Wahl wieder mitgebracht werden. Wir hoffen mit dieser Information den Mehrweganteil auch durch mitgebrachte Behältnisse deutlich zu erhöhen und die Abfallflut in der Stadt zu reduzieren.

Hintergrund

Ab 3. Juli 2021 dürfen bestimmte Einweg-Kunststoffprodukte aus Plastik nicht mehr produziert werden: darunter fallen Trinkhalme und Besteck, Plastikteller, Styroporbecher und –Styroporschalen. Der Abverkauf der Ware ist möglich.

Verboten werden zudem Wegwerfteller, -becher oder -besteck, aus biobasierten oder biologisch abbaubaren Kunststoffen. Das gleiche gilt für Einweggeschirr aus Pappe, das nur zu einem geringen Teil aus Kunststoff bestehen oder mit Kunststoff überzogen ist.

Ab 2023 werden Caterer, Lieferdienste und Restaurants verpflichtet, auch Mehrwegbehälter als Alternative zu Einwegbehältern für Essen und Getränke zum Mitnehmen und Bestellen anzubieten.