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Lärmaktionsplanung nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie

Beteiligung bei der Lärmaktionsplanung ab sofort möglich

Bis Sonntag, 17. November 2019 können Sie sich über das Online-Portal www.ideen-fuer-regensburg.de bei der  Lärmaktionsplanung einbringen.

Für diejenigen, die keine Möglichkeit haben, sich online zu beteiligen, sind folgende Sprechzeiten im Stadtplanungsamt eingerichtet:

  • Montag, 21. Oktober: 9 bis 11 Uhr, 14 bis 16 Uhr
  • Donnerstag, 7. November: 8 bis 10 Uhr, 16 bis 18 Uhr

Ansprechpartner: Christian Heil, Neues Rathaus, D.-Martin-Luther-Straße 1, Zimmer 2.094

Schwerpunkt Straßenverkehrslärm sowie Industrie- und Hafenanlagen: Entwurf des Lärmaktionsplanes der Stadt Regensburg liegt vor

Lärmaktionsplanung

Die Stadt Regensburg ist zuständig für die Lärmaktionsplanung an Hauptverkehrsstraßen (ohne Bundesautobahnen) und größeren Gewerbeanlagen (sog. IVU-Anlagen).

Die Stadt Regensburg hat hierzu 2014 mit der Lärmaktionsplanung begonnen. Bereits im Herbst 2014 wurde eine frühzeitige Mitwirkung der Öffentlichkeit über das Online-Portal „IDEEN FÜR REGENSBURG“ ermöglicht.

Auf Grundlage der Lärmkartierung und unter Berücksichtigung der Hinweise aus der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden Konzepte zur Lärmminderung und zur Ausweisung sogenannter „ruhiger Gebiete“ entwickelt. Diese Konzepte beinhalten:

  • Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
  • Fahrbahnsanierungen
  • straßenräumliche Maßnahmen und
  • aktiver Schallschutz in Form von Lärmschutzwänden

Es ist vorgesehen den Entwurf des Lärmaktionsplanes im Herbst 2019 der Öffentlichkeit zur Kenntnis zu geben. Hierbei sollen die Bürgerinnen und Bürger über das Onlineportal „IDEEN FÜR REGENSBURG“ die Gelegenheit erhalten, sich zu den Maßnahmenvorschlägen konkret zu äußern.

Grundlage der Lärmaktionsplanung

Die Kartierung der Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 8.200 Kfz/Tag und der sonstigen Straßen sowie der Industrie- und Hafenanlagen wurde im Freistaat Bayern zentral durch das Landesamt für Umwelt durchgeführt. Diese Kartierung bildet die Grundlage der Lärmaktionsplanung.

Die Lärmsituation ist hierbei - für jede Lärmquelle getrennt - durch Isophonenbänder dargestellt. Diese geben jeweils die Lärmindizes LDEN (Tag-Abend-Nacht-Lärmindex) und LNight (Nacht-Lärmindex) in Pegelklassen von 5 db(A) wieder. Eine generalisierte Auswertung der je Lärmquelle und Pegelklasse betroffenen Einwohner, Schulen und Krankenhäuser stellt das Landesamt für Umwelt ebenfalls zur Verfügung.

Schwerpunkt Schienenverkehrslärm: Lärmaktionsplan vom Eisenbahn-Bundesamt abgeschlossen

In seiner Zuständigkeit  für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes erstellt das Eisenbahn-Bundesamt  alle fünf Jahre einen bundesweiten Lärmaktionsplan. Begleitet wird dies durch eine Öffentlichkeitsbeteiligung in zwei Phasen. Wichtige Grundlage ist die Kartierung der Lärmsituation im Umfeld der Bahntrassen, die ebenfalls alle fünf Jahre aktualisiert wird.

Im Zuge der Planaufstellung werden auch die Ballungsräume beteiligt. Die Stadt Regensburg hat hierbei eine Stellungnahme mit zahlreichen Anforderungen eingebracht, die bei der weiteren Prüfung für Lärmminderungsmaßnahmen berücksichtigt werden soll.

Das Eisenbahn-Bundesamt hat Mitte Juli 2018 das aktuelle Planungsverfahren abgeschlossen. Die Ergebnisse können auf den Seiten des EBA eingesehen werden.

Hintergrund und Ziele

Lärm stellt insbesondere in Städten und Ballungsräumen eine große Belastung für viele Einwohner dar. Gemäß der 2002 beschlossenen EU-Umgebungslärmrichtlinie (Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm) haben Städte mit über 100.000 Einwohnern die aktuelle Belastungssituation in ihrem Gebiet zu analysieren und für die ermittelten Belastungsschwerpunkte konkrete Maßnahmen zu prüfen, wie die Belastungen und schädigenden Lärmwirkungen vermindert und dem künftigen Entstehen von Belastungssituationen vorgebeugt werden kann. In nationales Recht umgesetzt wurde die Richtlinie 2005 im sechsten Teil des Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG).

Sowohl die Analyse als auch die darauf aufbauenden Maßnahmenschritte konzentrieren sich vornehmlich auf die in o.g. Rechtsnormen definierten Hauptlärmquellen. Für Regensburg relevant sind hiervon:

  • Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von über 3 Mio. Kfz pro Jahr bzw. 8.200 Kfz pro Tag
  • Haupteisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von über 30 000 Zügen pro Jahr
  • Industrieanlagen einschließlich Häfen

Die Analyse der durch die Lärmquellen verursachten Belastung erfolgt jeweils nach europaweit einheitlichen Berechnungsverfahren, mit denen auch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse innerhalb der Europäischen Union gewährleistet werden soll. Die Lärmkartierung wird alle fünf Jahre überprüft und fortgeschrieben.

Zuständigkeiten:

  • Erstellung der Lärmkarten durch das Landesamt für Umwelt (LfU)
  • Aufstellen von Lärmaktionsplänen an Bundesautobahnen durch die Regierung der Oberpfalz
  • Aufstellen von Lärmaktionsplänen für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA)
  • Aufstellen von Lärmaktionsplänen für Hauptverkehrsstraßen (ohne BAB) und größere Gewerbeanlagen durch die Stadt Regensburg