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Kurzzeit- und Verhinderungspflege

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege sind Versorgungsformen, die z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt oder bei Verhinderung der pflegenden Angehörigen in Anspruch genommen werden können

Kurzzeitpflege

Für Kurzzeitpflege wird bei Vorliegen des Pflegegrades 2 bis 5 seit 01. Januar 2017 ein Betrag von 1612 € pro Jahr von der Pflegekasse gezahlt. Pflegebedürftige Personen mit Pflegegrad 1 können den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 € pro Monat einsetzen. Der im Kalenderjahr bestehende, noch nicht verbrauchte Leistungsbetrag für Verhinderungspflege kann auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt und somit maximal verdoppelt werden. Parallel dazu kann auch die Zeit für die Inanspruchnahme von 4 auf bis zu 8 Wochen erhöht werden.

Verhinderungspflege

Macht die Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung ab 01. Januar 2017 die Kosten einer Ersatzpflege in der häuslichen Umgebung beim Vorliegen des Pflegegrades 2 bis 5. Verhinderungspflege ist bis zu 6 Wochen pro Jahr möglich. Pflegegeld wird für diesen Zeitraum zur Hälfte gewährt. 50% des Leistungsbetrages für Kurzzeitpflege können auch für die Verhinderungspflege eingesetzt werden und so von 1612 € auf 2418 € erhöht werden. Der Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für Kurzzeitpflege angerechnet.