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Regensburger Kunst im Impfzentrum am Dultplatz

Kultur - Kunst im Impfzentrum


Der Dultplatz wurde seit letztem Jahr nicht nur zum Test- und Impfzentrum umfunktioniert, sondern wird jetzt auch noch zu einem Ort der Kunst. In dieser Woche startet dort eine neue Initiative des Kulturreferats, bei der in wechselnden Ausstellungen die ganze Vielfalt der Regensburger Kunstlandschaft präsentiert wird. Im Turnus von etwa vier Wochen werden immer wieder neue Werke zu sehen sein. Räume, wie der Warte- oder Durchgangsbereich, werden zu Galerien, in welchen mit Fotografien, Grafiken, Skulpturen und Plastiken das Warten spannender gemacht werden soll.

Kooperation mit lokalen Kunstvereinen und Institutionen

Straubing war Vorreiter mit dieser Idee. Da eine, anderorts abgesagte Ausstellung nicht stattfinden konnte, zog sie kurzerhand ins Impfzentrum ein. Diese Aktion erhielt eine überregional positive Resonanz. Das Kulturreferat Regensburg entwickelte daraufhin ein ähnliches und doch einzigartiges Konzept. Kooperationspartner sind ortsansässige Institutionen und Kunstvereine. Die Aktion verfolgt das Ziel, zahlreiche Kulturschaffende aus verschiedenen Bereichen zu beteiligen und zu inspirieren. So entsteht die Möglichkeit, in dieser Zeit, in der den Menschen Kunst und Kultur besonders fehlen, künstlerische Elemente in den Alltag vieler unterschiedlicher Menschen zu bringen. Kulturreferent Wolfgang Dersch freut sich sehr über das neue Format: „Galerien und Ausstellungsräume sind seit Monaten geschlossen und die Künstlerinnen und Künstler leiden darunter, genauso wie alle, die sich für ihre Kunst interessieren. Mit unserer Initiative im Impfzentrum sprechen wir beide Seiten an. Wenn es für die Besucherinnen und Besucher nicht möglich ist, zur Kunst zu kommen, dann bringen wir eben die Kunst zu den Menschen.“

Dritte Runde mit Künstlerinnen des Kunstvereins GRAZ

Die Arbeiten der Künstlerinnen setzen sich auf unterschiedliche Weise mit den persönlichen Folgen der pandemischen Situation auseinander. Und nicht zuletzt wollen sie dazu einladen, sich beim Warten den schönen Dingen des Lebens zu widmen.

Die Aquarelle von Barbara Gaukler beschäftigen sich mit den aktuellen Beschränkungen, die sich wie ein Schleier − symbolisiert durch transparentes Papier − über das alltägliche Leben legen. Barbara Wimmer-Bulin setzt sich in ihren Fotografien und Bildcomposings mit dem häuslichen Warten und der damit verbundenen Isolation auseinander, die bei aller Vereinzelung auch eine Chance zur Erweiterung des eigenen Horizonts bietet. Optimismus und Fröhlichkeit will die Malerin Renate Christin in ihren ausgestellten Werken vermitteln. „Mit der Hoffnung, dass diejenigen, die meine Bilder ansehen, ein bisschen Leichtigkeit und Freude spüren und zuversichtlich in die Zukunft blicken können“, so die Künstlerin selbst.


Informationen zum Kunstverein Graz:

Informationen zu den Künstlerinnen: