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Bespielung von „neunkubikmeter“

Bis Ende Dezember 2022 wird vom Kulturamt der Stadt Regensburg der Schaukasten (Nummer 4) in der Pustetpassage angemietet, um einen temporären und markanten Raum für Kunst, Kultur und außergewöhnliche Ideen zu schaffen.

Der Schaukasten mit den Maßen 2,84 m x 1,925 m x 1,02 m wird in einem Turnus von drei Wochen zu einem temporären Kunst-, Kultur- und Ideenraum.

Der ungewöhnliche Raum wird den bildenden und darstellenden Künsten, der Literatur, der Medienkunst und allen Genres und Sparten zur Verfügung gestellt und soll für ungewöhnliche Ideen im ungewöhnlichen Format genutzt werden.

Das Kulturreferat/Kulturamt der Stadt Regensburg arbeiten seit Beginn der Corona-Krise an Möglichkeiten, die Künstlerinnen und Künstler unserer Stadt zu unterstützen und Plattformen zu schaffen, wo Kunst und Kultur auch während dieser Zeit gezeigt werden können.

Roland Holzers „Jukebox“ im Kunst- Kultur- und Ideenraum „neunkubikmeter“

In Zeiten nahezu unbegrenzter Verfügbarkeit von Musik über Streaming-Dienste erscheinen Jukeboxen als nostalgische Maschinen aus einer vergangenen Vor-Digitalen-Zeit. Holzer verhandelt das Musikerlebnis des 21. Jahrhunderts, indem er verschiedenen Fragen nachgeht:

Neben den hohen Nutzungszahlen von Streaming-Diensten gibt es Berichte über steigende Zahlen von Plattenpressungen und das Comeback der Kassette. Zeugt dies von einer möglichen Sehnsucht nach haptisch-sinnlichen Musikerfahrungen und einer bewussten Limitierung anstatt Überforderung durch ein Überangebot? Informationen sind in der digitalisierten Welt direkt verfügbar. Ist die Erfahrung einer Zufallsentdeckung in einem Plattenladen, oder die Suche nach Hintergründen zu mysteriösen Underground-Projekten digital reproduzierbar? Sind digitale Entdeckungsreisen, unterstützt durch Algorithmen nicht ebenso, wenn auch anders spannend? Wie verändert sich die Bedeutung von Live-Auftritten? Wie steht es um Demokratisierung von Kultur, Ausbeutung von Kulturschaffenden, Angst vor Veränderung?

Mit dem hybriden Projekt „Jukebox“ fordert der Künstler und Designer Roland Holzer heraus, sich mit diesen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Die insgesamt 60 Soundskizzen sammeln auditive Momente, Gedanken und Ideen aus den Genres Lo-Fi-House, Techno, Noise, Field-Recordings, Dungeon-Synth, Dream-Synth sowie Experimental und sind bis Mitte Juli in der Pustetpassage „hörbar“.

Zu den Soundskizzen ... 

Über Roland Holzer

Der Künstler und Designer Roland Holzer ist in Regenburg geboren und hat künstlerische Graphik und Kommunikationsdesign studiert. Text-Bild-Kombinationen sind ein großer Teil seiner Arbeit. Dazu schafft er es, inhaltliche Grenzen verschwimmen zu lassen und verbindet reale Beobachtungen mit fiktiven Möglichkeiten. Unscheinbare Alltagsszenen bestimmen die Themen in seinen Projekten. Musik hat dabei einen hohen Stellenwert, ebenso Listen, Reihungen und Sammlungen.