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Bespielung von „neunkubikmeter“

Bis Ende Dezember 2021 wird vom Kulturamt der Stadt Regensburg der Schaukasten (Nummer 4) in der Pustetpassage angemietet, um einen temporären und markanten Raum für Kunst, Kultur und außergewöhnliche Ideen zu schaffen.

Der Schaukasten mit den Maßen 2,84 m x 1,925 m x 1,02 m wird in einem Turnus von drei Wochen zu einem temporären Kunst-, Kultur- und Ideenraum.

Der ungewöhnliche Raum wird den bildenden und darstellenden Künsten, der Literatur, der Medienkunst und allen Genres und Sparten zur Verfügung gestellt und soll für ungewöhnliche Ideen im ungewöhnlichen Format genutzt werden.

Das Kulturreferat/Kulturamt der Stadt Regensburg arbeiten seit Beginn der Corona-Krise an Möglichkeiten, die Künstlerinnen und Künstler unserer Stadt zu unterstützen und Plattformen zu schaffen, wo Kunst und Kultur auch während dieser Zeit gezeigt werden können.

Bunte Vorhänge in stetiger Veränderung

Im Schaukasten werden Reihen von Vorhängen gezogen, welche zunächst geschlossen sind. In gewissen Abständen werden diese hoch- und beiseite gezogen. Mit Anbruch der letzten Woche offenbart sich dann ein Spiegel hinter dem Vorhang, wo eigentlich eine Bühne zu erwarten wäre. Durch diesen überraschenden Anblick werden die Beobachterinnen und Beobachter zurückgeworfen auf den einen Augenblick, auf sich selbst, auf ihre Erscheinung, ihre Gedanken und ihr Handeln in der Welt.

Normalerweise blickt Maria Preschel regelmäßig auf Bühnenvorhänge −  zum einen aufgrund ihrer Tätigkeit im Theater und zum anderen auch als Zuschauerin. Das ist nun seit dem Frühjahr 2020 zur Seltenheit geworden. Und statt auf Bühnen zu schauen und darauf zu warten, dass der Vorhang ihr eine Welt auf wenigen Kubikmetern offenbart, schaut sie auf die Vorhänge vor ihrem Fenster. Das Theater vereint für sie viele Welten, unter anderem einen Gegenentwurf zu unserer Realität, eine Utopie, eine Dystopie, eine Phantasiewelt, und manchmal ist es auch schlichtweg ein Spiegel unserer Selbst. Daraus erwuchsen die Idee und das Konzept für den Kunst-, Kultur- und Ideenraum „neunkubikmeter“.

Über Maria Preschel

Maria Preschel, geboren in einer Kleinstadt in der Ost-Prignitz (Brandenburg), studierte nach dem Abitur Modedesign an der HTW Berlin. Es folgten freie Arbeiten als Kostümbildassistentin und Entwurfsmodelleurin beim Film, an der Schaubühne Berlin und am Staatstheater Mainz. Von 2015 bis 2018 war sie als feste Kostümassistentin am Theater Regensburg in den Sparten Schauspiel, Musiktheater und Tanz tätig. Parallel gestaltete sie dort mehrere Kostümbilder unter anderem mit Yuki Mori („Shakespeare Dreams“), Jona Manow („Glückliche Tage“), Charlotte Koppenhöfer (NordWest 59“) und Eva-Maria Eiberger („Die Kinder des Monsieur Mathieu“). Seit 2019 ist sie freischaffend als Kostümbildnerin, Designerin und Stylistin tätig und lebt in Regensburg. Im Sommer 2021 übernahm sie die Ausstattung für die Kammeroper inSOMNIA beim Opernfestival Oberpfalz.