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Prinz Leo Kultur

Kultur - Zwischennutzung Prinz-Leopold Kaserne 3


Unter dem Motto „Prinz Leo Kultur“ ruft das Kulturreferat ab Mai zu einer gemeinschaftlichen, kulturellen Zwischennutzung der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne auf. So gewinnt die freie Kunst- und Kulturszene in Regensburg im Sommer 2021 und 2022 mit dem leerstehenden Areal einen neuen experimentellen Standort im Stadtosten. Dort vollzieht sich gegenwärtig ein deutlich erkennbarer Wandel; hier bündeln sich zentrale Fragestellungen der Stadtgesellschaft, weil sich das Quartier mit großen Veränderungsdynamiken und Herausforderungen konfrontiert sieht. In den nächsten Jahren entwickelt sich diese letzte bedeutende Konversionsfläche der Prinz-Leopold-Kaserne zu einem innovativen Stadtteil. Deshalb ist der Innere Südosten ein höchst spannendes Umfeld mit viel Potenzial für zukünftige kreative Strategien.

Räume für neue Konzepte und innovative Ideen öffnen 

Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer betont: „Wir wollen diese Chance nutzen, um offene Räume und agile Situationen für Kunst und Kultur zu stärken. Dadurch schaffen wir vielfältige Anlässe zu Begegnungen und Teilhabe, die eine freie Entfaltung ermöglichen und partizipative Prozesse anstoßen. Unser Ziel ist es, die verschiedenen Akteurinnen und Akteure zusammenzubringen und Kooperationen zu unterstützen, um gemeinsam schon heute die Stadt von morgen zu denken.“ 

Kunst und Kultur gestalten Stadt 

Bis Ende 2022 erschließen Kulturschaffende, Initiativen und Vereine das Areal und transformieren die leerstehenden Gebäude und Hallen mit performativen Ansätzen und künstlerisch-kreativen Prozessen zu einem lebendigen Labor vielfältiger Möglichkeiten. Mit dieser kulturellen Initialnutzung geht die Stadt neue Wege, um die freie Kunst- und Kulturszene bereits während der Entstehung des zukünftigen Quartiers mit Formaten der Beteiligung direkt vor Ort einzubinden. So gestalten Kunst und Kultur als wichtige Partner einer nachhaltigen Stadtentwicklung die Identität des zukünftigen Stadtviertels mit. Dabei wirkt die Zwischennutzung auch sozial integrativ, indem sie die unmittelbare Nachbarschaft durch gemeinsame Aktionen stärkt und einen Beitrag zur Stabilisierung des Viertels leistet.

Workshop-Formate laden zum gemeinsamen Denken ein 

Kulturreferent Wolfgang Dersch freut sich auf den intensiven Austausch in den kommenden Wochen: „Wir laden die künftigen Nutzerinnen und Nutzer zu einer kooperativen Konzeption des Kulturareals ein. Geplant sind digitale, wenn möglich auch analog veranstaltete Werkstätten und Workshops in denen wegweisende Visionen für das Stadtviertel diskutiert, aber auch Strukturen zu einer verantwortungsvollen Selbstverwaltung ausgehandelt werden, von den Rahmenbedingungen der Nutzung bis hin zur konkreten Aufteilung der Räume.“ 

Angesichts der aktuellen Inzidenzwerte sind jedoch offene Formate und Besichtigungen des Areals vor Ort nicht möglich. Deshalb veröffentlicht das Kulturreferat ein Video, das alle Interessierten auf einen virtuellen Rundgang über das Gelände mitnimmt. Kulturreferent Wolfgang Dersch und Joachim Buck, Vorsitzender des Arbeitskreis Kultur, geben im Gespräch einen Einblick in die Räume, Hallen und Freiflächen und zeigen den kreativen Spielraum für die kommende Nutzung auf. Der Film legt aber auch dar, vor welchen Herausforderungen die künftigen Nutzerinnen und Nutzer stehen: Es gibt dort weder Heizung, Strom oder Internet, noch Wasser und Toiletten. Diese fehlende Erschließung wird auf Basis des formulierten Bedarfs im Laufe der Realisierung als Gemeinschaftsleistung etabliert. Das Video steht auf www.prinzleokultur.de bereit.