Jahresthema 2026: Fingerspitzengefühl
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Grafik: Nathalie Jodl„Fingerspitzengefühl“ beschreibt ein großes Situationsbewusstsein und die Fähigkeit, angemessen und taktvoll zu reagieren. Themen und Situationen werden sensibel und emotional angegangen. Fingerspitzengefühl beinhaltet jedoch auch eine politische Komponente. Es ist ein sehr poetischer Begriff, der zum genauen Hinsehen animiert.
Das Fingerspitzengefühl gilt als eine wichtige Fähigkeit im Umgang mit anderen, denn wer Fingerspitzengefühl besitzt, kann Menschen in ihren jeweiligen Bedürfnissen und Besonderheiten ansprechen und würdigen. Dabei stehen Feinfühligkeit, Einfühlungsvermögen und Sensibilität stark im Vordergrund. Man konnte das Thema auch wörtlich auffassen und sich mit der Fingerfertigkeit beispielsweise in der Musik oder der bildenden Kunst beschäftigen. Die „Holzhammermethode“ als das Gegenteil zum Fingerspitzengefühl war ein weiterer möglicher Aspekt der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema.
Das sind nur einige wenige Beispiele, wie das Jahresthema 2026 interpretiert werden kann. Lokale Kulturakteure, Einrichtungen und Institutionen waren eingeladen, das Thema durch ihre Ideen, Projekte und Veranstaltungen mit Leben zu füllen. Als Ergebnis dieser künstlerischen Auseinandersetzung ist ein abwechslungsreiches Programm entstanden. Im Folgenden werden die aktuellen Termine aufgelistet.
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Stefan GölerKunstprojekt „Fingerspitzengefühl“
ganzjährig
öffentlicher Raum
Der Regensburger Künstler Stefan Göler erklärt und visualisiert den Begriff „Fingerspitzengefühl“ anhand von Bild-Text-Arbeiten. Diese werden in Form von Postkarten, Plakaten, auch gerahmten Originalen im öffentlichen Raum im Stadtgebiet an Plakatsäulen und Plakatwänden, Kulturorten, Bildungseinrichtungen, aber auch in Geschäften, Lokalen etc. platziert. Bevorzugt an Orten, wo Fingerspitzengefühl besonders wichtig ist und physische Anwendung findet (zum Beispiel Goldschmiede, Uhrmacher, Instrumentenbauer), gleichermaßen auch dort, wo möglicherweise Mangel an Fingerspitzengefühl – hier im übertragenen Sinn – herrscht, es aber dringend benötigt würde. Das Projekt darf appellativen, durchaus belehrenden Charakter haben, im Vordergrund steht aber der Kunstaspekt.
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Annabel Ziegler
KunstKniff – Kunst im Keller Atelier
jedes letzte Wochenende im Monat,
jeweils 14 bis 18 Uhr
Kelleratelier, Sedanstraße 15
Unter dem Titel „KunstKniff“ öffnen Annabel Ziegler, Louisa Reinheimer und Lukas Heckl Monat für Monat ihre Ateliertüren für alle, die Lust haben, Neues auszuprobieren und kreativ zu werden. Insgesamt elf Workshops greifen jeweils ein eigenes Thema auf und laden dazu ein, Materialien zu erkunden, Formen zu entdecken und der eigenen Wahrnehmung Raum zu geben. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig, sondern nur Freude am gemeinsamen, kreativen Tun. Die Teilnehmenden lernen die Technik des Matritzendrucks oder das kreative Arbeiten mit Holz kennen, bekommen eine Einführung in die Malerei mit Acryl und erkunden, wie künstlerische Techniken bei eigenen Entscheidungen helfen können.
Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder ganze Familien: Abhängig vom Workshop-Thema ist für alle etwas geboten, gegen Spende oder komplett kostenlos. Über das Jahr entsteht so eine bunte Sammlung an Eindrücken und Werken, die in einer abschließenden Ausstellung sichtbar werden.
Es wird um eine Anmeldung an bW9jLmZmaW5rdHNudWskdGthdG5vaw== gebeten.
Eine Übersicht der Termine, die Themen der Workshops und alle weiteren Infos gibt es unter:
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Marlene MairAusstellung „ach wie nett“
Vernissage: 24.09.2029, 19.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 25.09.-25.10.2026
W1 – Zentrum für junge Kultur, Weingasse 1
In ihrer Ausstellung möchten Louisa Desirée Grambole und Paula Birnbaum die Besucherinnen und Besucher dazu einladen, die Vielfalt und Bedeutung von textiler Handarbeit zu erleben – sich in Texturen, Farben und Formen zu verlieren und aufzuhalten. Dabei sind neben traditionellen Häkel-, Strick- und Näharbeiten moderne Interpretationen zu sehen, die die Grenzen zwischen Handarbeit und Kunst verschwimmen lassen und die Frage aufwerfen, ab wann Handarbeit als Kunst betrachtet wird.
Rahmenprogramm:
· Künstler*innengespräch bei "Home is where the Art is“: am 14.10. um 19 Uhr im W1
· Finissage (Soft Closing) am 25.10. bei Handmademesse im W1 (14-18 Uhr)
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Frieda KuternaSalon d’Automne 2026: Moment Zero – Porte du Bonheur
07.-10.10.2026
Pop-Up-Raum Degginger, Tändlergasse 18
Unter dem Thema „Moment Zero – Porte du Bonheur“ präsentiert der Salon d’Automne ab 7. Oktober an vier Tagen wieder Live-Art und Ausstellung: Denkmomente, Austausch und Art.Mob.
Handelte es sich letztes Jahr um die hellwache Verabschiedung des ersten Viertel unseres Jahrhunderts unter dem Thema „We are all frogs“, so bereitet sich der Salon d’Automne 2026 mit Fingerspitzengefühl zur nachdenklich-freudigen Begrüßung dieses vor uns liegenden zweiten Viertels des 21. Jahrhunderts vor.
Zukunft in einem greifbaren Format, 25 Jahre als Chance, aus positiven Erfahrungen und folgenschweren Fehlern gelernt zu haben; Dinge vielleicht mal anders zu machen, anders zu betrachten, ihnen auf den Grund zu gehen und wieder aufzutauchen.
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Lisa HörmannFLUTSCH!Finger – Theaterprojekt ab 14 Jahren
Projektzeitraum: 07.10.-25.11.2026
W1 – Zentrum für junge Kultur, Weingasse 1
Flutsch! Auf dünnem Eis rutscht man schnell einmal aus. Wie hilft dabei dieses „Fingerspitzengefühl“, das man in Begegnungen mit anderen Menschen an den Tag legen soll? Wie genau sieht es eigentlich aus, wie fühlt es sich an und kann man es lernen? Kennen wir Personen auf der öffentlichen Bühne, denen das besonders gut oder besonders schlecht gelingt?
In diesem Theaterprojekt findet sich eine Gruppe aus jungen Erwachsenen und Jugendlichen zwischen 14 und 27 Jahre zusammen und stellt sich unter der Leitung von Theaterpädagogin Lisa Hörmann den oben genannten Fragen inhaltlich und mithilfe von Theaterübungen. Auf dem Programm stehen Theaterspiele, Schreibaufgaben, Improvisation sowie eine Abschlusspräsentation mit Publikum.
Die Treffen finden zwischen dem 7. Oktober und 25. November jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr im W1 statt.
Die Teilnahme am Theaterprojekt ist kostenlos. Anmeldung ist ab sofort möglich unter: ZWQua29vbHR1byRhc2lsbm5hbXJlb2g=
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Unternehmen GegenwartMusikfestival Unternehmen Gegenwart – Fingerspitzengefühl 2026
Neue Musik von regional bis international
09.-11.10.2026
Kulturenraum M26 (Maximilianstraße 26), Music Collage (Zollerstraße 1a) und Festsaal des Bezirks Oberpfalz (Ludwig-Thoma-Straße 14)
Das Musikfestival von Unternehmen Gegenwart ist inzwischen zu einem wichtigen Element im Regensburger Musikleben geworden. Es widmet sich dem Schaffen von zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten aus Regensburg und der internationalen Szene.
Das Festival zum Jahresthema „Fingerspitzengefühl“ lädt dazu ein, Neue Musik kennenzulernen, die mit Fingerspitzengefühl komponiert und in fünf Einzelkonzerten aufgeführt wird. Zu erleben ist ferner eine Klanginstallation in der Ramwoldkrypta in St. Emmeram.
Beim Eröffnungskonzert „Eugen Roth und der Humor“ am Freitag um 19 Uhr im Festsaal des Bezirks Oberpfalz steht die Verbindung der Musik mit der Literatur im Vordergrund – mit dem besonderen Fokus auf gesellschaftskritischen Humor. Am Samstag und Sonntag folgen drei Konzerte im Kulturenraum M26 sowie ein Mitmachkonzert im Music College. Im M26 ist begleitend zum Festival die Fotoausstellung „Neuanfänge in Regensburg“ von Tamira Unger zu sehen.
Das detaillierte Programm ist zu finden unter:
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LjudbokbarnLesung „Mit leichter Hand – Literarische Kalibrierungen feiner Nuancen“
17.10.2026, 18.30 Uhr
Zentralbücherei, Lesehalle, Haidplatz 8
Franziska Ball und Martin Harbauer lesen Texte von kleinen Meistern und großen Geistern. Während dieser Erkundung des Wesens an sich und der Wesen für sich streifen sie zusammen mit dem Publikum die Samthandschuhe ab, nehmen den Puls, hauen in die Tasten, treffen den Nerv. Dabei geht es nicht nur um das Gefühl, das eine Fingerspitze auslösen kann, ebenso geht es um die Emotion, die eine Fingerspitze aufnehmen kann. Und nicht zuletzt geht es ums Ganze. Sinnlich und nah!
Eine Lesung in Kooperation mit der Bayerischen Hörbücherei für Blinde, Seh- und Lesebeeinträchtigte e. V.
Eintritt frei, Anmeldung per E-Mail an ZWQuZ3J1YnNuZWdlciRpZXJlaGNldWJ0ZGF0cy5uZWdudXRsYXRzbmFyZXY=.
Die Zentralbücherei bittet um eine Information vorab, falls für die Teilnahme spezielle Hilfsmittel, wie zum Beispiel induktive Höranlage, benötigt werden.
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Jean de l‘AireJean de l´Aire: AmbientStrings – CelloTronics
Konzert „SaitenArt – seidenzart“
17.10.2026, 20 Uhr
Theresia – Raum für Ideen, Kumpfmühler Str. 39
Der international tätige Komponist und Instrumentalist Jean de l´Aire entfaltet eine faszinierende Welt voller Saitenklänge: Mit seinem elektronisch modifizierten Violoncello und dem Iranischen Santûr (übersetzt: 100 Haare) zaubert er orchestrale vielstimmige Klanggebilde. Inmitten eines schillernden und pulsierenden Kosmos von Bogenstrichen und Saitenklängen bietet sich dem Publikum ein einzigartiges musikalisches Erlebnis entrückender Intensität.
Weitere Informationen und Tickets:
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Clara HöfsPerformance COMMONknitty
17.+18.10.2026, jeweils von 14 bis 18 Uhr
Altstadt Regensburg
COMMONknitty ist eine zweitägige mobile (Strick-)Performance im öffentlichen Raum, die handwerkliches Fingerspitzengefühl mit sozialem Fingerspitzengefühl verbindet.
Das Kollektiv pong & pengo erprobt darin eine inklusive Praxis der Raumaneignung und lädt auch Passantinnen und Passenten zum Mitmachen ein.
Die Performance findet in der Regensburger Altstadt statt, der aktuelle Standort findet sich auf pong-pengo.de.
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Theresa KlinzDie Macht der Sprache – Eine Lesung des Schriftstellerverbandes Ostbayern
28.10.2026, 19.30 Uhr
Stadtbücherei Regensburg, Haidplatz 8
Sprache kann sensibel und verbindend sein, aber auch hinterfragend und manchmal sogar provozierend. Im Rahmen des Jahresthemas gestalten fünf Autorinnen und Autoren des Schriftstellerverbandes Ostbayern eine literarisch-musikalische Lesung, bei der sie mit ihren Texten die vielfältige Wirkung von Sprache aufzeigen. Musikalische Umrahmung schafft atmosphärische Übergänge zwischen den Beiträgen. Im Anschluss lädt eine kurze Gesprächsrunde zum Austausch ein, ergänzt durch Erfahrungen und Impulse aus der Diversity- und Antidiskriminierungsstelle der Universität Regensburg.
Es lesen Dietmar Grün, Elfi Hartenstein, Angela Kreuz, Claudia H. Spelic und Rolf Stemmle. Durch den Abend führt Cordula Gerndt, für musikalische Umrahmung sorgt Benedikt Dreher.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Es wird um eine Anmeldung per E-Mail an ZWQuZ3J1YnNuZWdlciRpZXJlaGNldWJ0ZGF0cy5uZWdudXRsYXRzbmFyZXY= gebeten.
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Anna ArtmannOmas Hände
29.11.2026, 15 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Clermont-Ferrand-Saal, Ostengasse 29
Erzähltheater für (Enkel)kinder (1 bis 7 Jahre) und ihre Omas, Ehrenomas, sonstige Großeltern sowie weitere Begleiterinnen und Begleiter. Gestaltet und gesprochen von Anna Artmann und Helen Stellner.
Was gibt es zu sehen und hören über Omas Hände? Zum Beispiel: „Omas Hände sind wie meine Hände. Nur größer. Und mit blauen Linien und braunen Punkten.“ Oder: „Omas Hand hält meine Hand, wenn wir über die Straße gehen. Sie legt ihre Hand auf meinen Rücken und alles ist sicher.“ Auch das hier: „Omas Hand putzt meine Nase, aber so dass es nicht weh tut.“
Dies und noch viel mehr wollen Anna Artmann und Helen Stellner zusammen mit ihrem Publikum erfahren.
Veranstaltungsdauer ist etwa 30 Minuten, der Eintritt ist frei.
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GrafikBüroWalter„Touché“ – 31. Kunstausstellung des Lucrezia-Marktes
Vernissage: 03.12.2026, 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 04.-20.12.2026
Kunstraum Sigismundkapelle und Arcadenhof des Thon-Dittmer-Palais (Haidplatz 8)
14 Künstlerinnen und Künstler des Lucrezia-Marktes setzen sich kreativ mit dem Jahresthema „Fingerspitzengefühl“ auseinander und interpretieren es auf ihre Weise.
Mehr denn je ist Fingerspitzengefühl relevant in diesen gesellschaftlich prekären Zeiten. Es verlangt nach Formen praktischer Klugheit, nach Sensibilität und Fühlern, die immer schon im Alltag und ebenso in der Kunst unerlässlich sind, um Impulse zu geben, Bewegungen auszulösen und durch Berührung Wirkung zu erzielen. Nahezu jede persönliche Begegnung und zwischenmenschliche Interaktion unterliegen etlichen sensorischen Fähigkeiten wie soziales Gespür, technisches Verständnis oder körperliche Wahrnehmung: Wachsamkeit, Angemessenheit, Einsehen, Feingefühl, Spürsinn, Takt, Rhythmus, Diplomatie, Resonanz – alles, was sich mit einem Wort darlegen lässt: „touché“.
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Reiner Fritsche (Malerei, Skulptur), Louisa Grambole (Textilkunst), Christoph Haas (Metallarbeiten), Barbara Hellerbrand (Holz und Fundstücke), Julia Jung (Textilkunst), Günter Krempl (Skulpturen), Karin Miethaner (Filzkunst), Dagmar Reinecke (Keramik), Simon Ruhland (Holzarbeiten), Marianne Rusch (Malerei), Ingeborg Simöl (Glaskunst), Tami Simöl (Mixed Media, Glas), Hans-Jürgen Zanella (Fotografie und Glaskunst) und Florian Zeitler (Metall, Objekte und Skulpturen).
Weitere Informationen
Kontakt
Haidplatz 8
Zimmer: 202
93047 Regensburg
(0941) 507-2412
(0941) 507-5419
ZWQuZ3J1YnNuZWdlUiRhbmFILmF2b2tsamVC
