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Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer – Aufnahme von Geflüchteten

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer nimmt Stellung zu ihrem Appell an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

Gertrud Maltz-Schwarzfischer - Bürgermeisterin
Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer: Aufnahme von Geflüchteten

Ich schließe mich dem Appell der Oberbürgemeister der Städte Düsseldorf, Köln und Bonn hinsichtlich der menschlichen Katastrophe im Mittelmeer an. Mehr als 1.400 Menschen sind seit Jahresbeginn auf ihrem Weg an den Grenzen der Europäischen Union ums Leben gekommen. Alleine im Juni ertranken 629 Menschen im Mittelmeer.

Wir können nicht tatenlos zusehen, wie Menschen im Mittelmeer ertrinken und unsere europäischen Nachbarn mit der Aufnahme alleine gelassen werden. Als Zeichen der Humanität und Solidarität will und kann die Stadt Regensburg in Not geratene Geflüchtete aufnehmen – genauso wie andere Städte und Kommunen in Deutschland es bereits angeboten haben. Die Stadt setzt sich gerade auch wegen der in Regensburg beheimateten Rettungsorganisation Sea-Eye e.V. besonders dafür ein, die Seenotrettung im Mittelmeer aus humanitären Gründen wieder zu ermöglichen.

Solange Menschen auf der Flucht im Mittelmeer sterben, muss es intensive politische Anstrengungen geben, nach Lösungen zu suchen. Ich schließe mich deshalb der Meinung der Bundeskanzlerin an, dass jetzt endlich eine europäische Einigung erfolgen muss, um die Geflüchteten gerecht in ganz Europa zu verteilen und um Fluchtursachen zu begegnen.

Bis zum Abschluss einer gesamteuropäischen Lösung ist es deshalb unumgänglich, die Seenotrettung im Mittelmeer wieder zu ermöglichen und die Aufnahme der geretteten Menschen zu sichern.

Ihre Gertrud Maltz-Schwarzfischer

im August 2018