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Auf dem Weg zur klimaneutralen Stadtverwaltung

Die Abteilung für Energiemanagement im Planungs- und Baureferat behält die städtischen Energieverbräuche im Blick. In ihrer beratenden und überwachenden Funktion ist sie ämterübergreifend ein wichtiger Baustein, um die Ziele der UN-Klimakonferenz auf städtischer Ebene erreichen zu können.

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Die Fenster auf der West- und Südseite der Pestalozzi-Mittelschule und ein Teil der Ostseite (im Sportplatzbereich) sind bereits saniert. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

In der Abteilung für Energiemanagement kann es manchmal heiß hergehen. Angesiedelt beim Amt für Gebäudeservice, betreut das dreiköpfige Team die städtischen Liegenschaften im Hinblick auf die energetischen Belange. Ein abwechslungsreiches aber manchmal auch nervenaufreibendes Aufgabenfeld. Solche Höhen und Tiefen sind jedoch fast charakteristisch für die Abteilung, schließlich verzeichnen auch die verschiedenen Entwicklungskurven Zuwächse und Rückgänge. Eine Tendenz zeichnet sich jedoch in allen Bereichen ab: weg von klassischen Energieträgern, hin zu regenerativen Energiequellen.

Ziel: Klimaneutralität bis 2050

Die Stadt Regensburg bekennt sich ausdrücklich zu den Klimaschutzzielen, die 2015 während der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet wurden. Zwischen Februar und November 2016 fand daraufhin ein breit angelegter Beteiligungsprozess statt, dessen Ergebnisse im Leitbild Energie und Klima festgehalten wurden. In ihm sind zahlreiche Ziele und Handlungsfelder für die Bereiche Mobilität, Stadtentwicklung, Energieverbrauch und Energieerzeugung definiert worden. Hierbei gilt es, bestehende Potenziale zu Energieeinsparung konsequent zu nutzen, innovative Systeme wie die Kraft-Wärme-Kopplung weiter auszubauen und im Bereich der Energieeffizienz auf erneuerbare Energien umzusteigen. Bei allen Planungen und Konzepten ist es vorrangiges Ziel, den CO2-Ausstoß im Stadtgebiet auf ein Minimum zu reduzieren. Konkret bedeutet das: Die Emissionen sollen bis zum Jahr 2050 auf bis zu 95 Prozent gegenüber 1990 verringert werden.

Excel war gestern

Wenn es um die Frage nach den Wasser-, Strom- oder Wärmeverbräuchen bei der Stadt Regensburg geht, kann das Team des Energiemanagements detailliert Auskunft geben. Eine entsprechende Software unterstützt sie dabei: Sie zeichnet mittlerweile die Energieverbräuche von nahezu allen städtischen Liegenschaften mit – dies umfasst derzeit etwas mehr als 700 einzelne Verbrauchszähler sowie eine Vielzahl von untergeordneten Zählwerken. Das Tool zeichnet außerdem alle Erträge aus den 14 städtischen Photovoltaikanlagen und zehn Blockheizkraftwerken auf.

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Fenster im Vorher-Nachher-Vergleich © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Beratung bei Neubauten

Bestehende Liegenschaften energieeffizient zu sanieren ist sehr aufwendig – und gerade im Altstadtbereich mit hohen Auflagen durch den Denkmalschutz verbunden. Es ist wesentlich einfacher, von Anfang an auf einen verbrauchsarmen Bau zu setzen. Das Team steht dabei in engen Kontakt mit den bauenden Ämtern und berät bei Neubaumaßnahmen oder Generalsanierungen in Sachen Energieverbrauch. Es werden die Grundvoraussetzungen vor Ort überprüft, um ein optimales Energiekonzept zu erarbeiten. So werden im Vorfeld verschiedene Varianten untersucht, ob beispielsweise Geothermie zur Energieversorgung des geplanten Gebäudes möglich ist oder nicht. Aber auch im Bestand gibt es Energieeinsparpotenziale, beispielsweise bei der Sanierung der Fenster. Derzeit werden beispielsweise die Fenster der Pestalozzi-Mittelschule saniert. Dank einer Wärmebildkamera können Vorher-Nachher-Aufnahmen gemacht werden, um am Ende zu sehen, wie erfolgreich die Sanierung für den Energieverbrauch war. 

Text: Tatjana Setz