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Baufeldfreimachung

Das Areal der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne liegt im Südosten der Stadt („Kasernenviertel“) und ist umschlossen von der Landshuter Straße im Westen, der Zeißstraße im Norden, den Gleisanlagen und der Dieselstraße im Osten sowie dem Odessa-Ring im Süden. Unweit davon entfernt liegt das Wasserschloss Pürkelgut.

Die Kaserne umfasst eine Fläche von rund 15,3 ha (153.000 m²) und stellt eine der letzten bedeutenden Konversionsflächen in Regensburg dar, von deren Umnutzung ein wichtiger Entwicklungsimpuls für das südöstliche Stadtgebiet ausgehen soll („Innovationsquartier“).

Als Grundvoraussetzung für die städtebauliche Neuordnung in diesem Bereich muss nun in einem ersten Schritt die Baufeldfreimachung eingeleitet und durchgeführt werden.

Die Baufeldfreimachung bildet die Grundlage für die spätere Umsetzung des in Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes Nr. 277 und für die künftige Entwicklung des gesamten Quartiers.

Der Stadtrat hat im Februar 2020 die Baufeldfreimachung des gesamten Areals beschlossen.

Start der Abbruchmaßnahmen war im März 2021. Insgesamt werden bis zum Jahr 2023 die 37 bestehenden Gebäude sach- und fachgerecht entkernt und zurückgebaut sowie die befestigten Flächen wie Straßen, Plätze, Wege und Stellflächen entfernt.

Im Rahmen des Abbruchs werden vorhandene Schadstoffe ordnungsgemäß entsorgt, Verdachtsflächen untersucht und eventuell auftretende Altlasten beseitigt.

Im Zuge der Abbruchmaßnahme werden zudem bestehende Leitungen, Kanäle sowie sonstige unterirdische Anlagen – soweit erforderlich – entfernt oder verfüllt.

Dabei wird auch eine Kampfmittelsondierung (Blindgängerverdachtspunkte) auf dem Areal vorgenommen.

Beim Abbruch wie auch bei der weiteren Entwicklung des Areals besitzt die Schonung des vorhandenen Baumbestands eine hohe Priorität.

Für das unbelastete bzw. nur gering belastete Abbruchmaterial (Beton-Recyclingmaterial) werden geeignete Weiterverwendungsmöglichkeiten geprüft. Das Material wird beispielsweise für den Unterbau oder für Auffüllungen im Brücken-, Straßen- und Ingenieurbau eingesetzt.

Die Wiederverwendung des Materials ist somit nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht vorteilhaft, sondern auch unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten besonders sinnvoll und begrüßenswert.