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EU-Innenstadt-Förderinitiative (REACT-EU)

Die Stadt Regensburg hat sich erfolgreich am Projektaufruf des bayerischen Bauministeriums zur EU-Innenstadt-Förderinitiative beteiligt und erhält umfangreiche Finanzmittel zur Aufwertung des Stadtraums und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt.

Die Stadt Regensburg wurde dabei maßgeblich bei der Programmaufstellung berücksichtigt und erhält über REACT-EU Finanzhilfen in beträchtlichem Umfang für die Umsetzung von ausgewählten Maßnahmen im Rahmen der EU-Innenstadt-Förderinitiative (Fördersatz 90%). Bestandteile der Regensburger Bewerbung sind beispielsweise Maßnahmen zur Stärkung der Digitalisierung, zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt sowie zur Stärkung von Tourismus, Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Maßnahmen sollen die städtebauliche Entwicklung unterstützen bzw. konzeptionell vorbereiten, neue Impulse moderner Stadtgestaltung setzen - mit besonderem Blick auf nachhaltige und digitale Ansätze - und damit zur Aufwertung des Stadtraums und letztlich der Attraktivierung der Innenstadt in Regensburg als lebenswertem Ort mit identitätsstiftender Wirkung beitragen. Für die Realisierung der Maßnahmen wurde vom Fördergeber ein ambitionierter Zeitrahmen vorgegeben: so mussten alle Vorhaben bis zum Sommer 2023 umgesetzt werden.

Die Gesamtfördermaßnahme REACT-EU wurde federführend im Referat für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen/ Amt für Wirtschaft und Wissenschaft (Abteilung Wirtschaftsförderung/EU-Koordination) gesteuert und in enger Abstimmung mit den umsetzenden Fachstellen der Regensburger Stadtverwaltung realisiert.


Aufwertung der Aufenthaltsqualität im Sonderausstellungsbereich des Besucherzentrums Welterbe

Die Stadt Regensburg betreibt seit 2011 im Historischen Salzstadel an der Steinernen Brücke das „Besucherzentrum Welterbe“. In der zentralen Dauerausstellung im Erdgeschoss wird in fünf Themenkabinetten multimedial vermittelt, warum die Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof 2006 zum UNESCO Welterbe der Menschheit erklärt wurde. Der Ausstellungsbereich im Untergeschoss des Besucherzentrums bedurfte nach nunmehr fast zwölf Jahren intensiver Nutzung einer Aufwertung hinsichtlich der Aufenthaltsqualität und Ausstellungstechnik. Um den Ort noch mehr zu einem Treffpunkt für Gäste und Einheimische zu machen, die dort konsumfrei im Herzen der Innenstadt eine Pause machen können, sollte der Ausstellungsbereich in seiner Attraktivität für Ausstellungspartner und alle Besucher eine Aufwertung erfahren.

Die gesamte Raumwirkung wurde elementar verbessert und trägt eindeutig zu einer attraktiveren Nutzungsmöglichkeit als Ausstellungsfläche bei. Als zentraler kostenlos zugänglicher und öffentlicher Veranstaltungsraum für Ausstellungen unterschiedlicher welterberelevanter Kooperationspartner*innen trägt die Aufwertung der Aufenthaltsqualität zukünftig zu einer Attraktivitätssteigerung und Neubelebung als Knotenpunkt für Kultur, Gesellschaft und Tourismus bei.

Weitergehende Informationen zum Besucherzentrum Welterbe unter: https://www.regensburg.de/welterbe/besucherzentrum


Erstellung des aktualisierten Tourismuskonzeptes mit Fokus auf die Zukunftsthemen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Fachkräftemangel

Veränderte Rahmenbedingungen wie Corona, Klimawandel, Fachkräftemangel und fortschreitende Digitalisierung führen dazu, dass Tourismusstrategien ständig überprüft und aktualisiert werden müssen. Zusammen mit den Akteuren der Tourismuswirtschaft (Hotels, Gastronomie, Kultur, etc.) sollen diese Herausforderungen diskutiert, das bisherige Tourismuskonzept angepasst, neue Maßnahmen erarbeitet und in den einzelnen Handlungsfeldern umgesetzt werden.

Das Tourismuskonzept sowie weitergehende Informationen zum Prozess finden Sie hier.

Federführende Organisation dieser Maßnahme ist die Regensburg Tourismus GmbH (RTG).


Stärkung des Tourismus mithilfe der Zertifizierung "Reisen für alle" (barrierefreies Reisen)

Ziel war, die gesamte touristische Servicekette, anhand derer sich die Gäste vor, während und nach ihrer Reise bewegen, barrierefrei und so leicht zugänglich wie möglich zu gestalten und somit einen Beitrag zur Belebung der Regensburger Innenstadt zu leisten. Regensburg setzt als Stadt und als Reiseziel auf Nachhaltigkeit. Das Projekt „Reisen für Alle” geht weit über die ökologische Nachhaltigkeit hinaus und konzentriert sich auf die soziale Nachhaltigkeit.

In Deutschland leben etwa 10 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Für sie sind detaillierte und verlässliche Informationen über Nutz- und Erlebbarkeit touristischer Angebote eine wesentliche Grundlage für ihre Reiseentscheidung. Barrierefreier Tourismus ist außerdem eines der wenigen Segmente mit Wachstum und großem ökonomischen Potential in Deutschland. Barrierefreiheit ist für etwa 10 Prozent der Bevölkerung unentbehrlich, für 40 Prozent hilfreich und für 100 Prozent komfortabel. Die Barrierefreiheit in der Innenstadt kommt nicht nur Personen mit Handicap entgegen, sondern genauso betagteren Personen, Gästen mit Koffern oder anderem schweren Gepäck und auch Eltern mit Kinderwägen. Im Angesicht der Überalterung der Gesellschaft kommt dem Barriereabbau auf allen Ebenen in der Innenstadt eine große Rolle zu. Nicht nur die immer älter werdenden Reisenden, auch für die Senior*innen unter den Regensburger*innen ist eine gute Begehbarkeit der Innenstadt (z.B. die gute Erreichbarkeit in den Tourist-Informationen beim Kauf von Veranstaltungstickets) und der touristischen Angebote wichtig.

Das Label „Reisen für Alle“ ist eine bundesweit gültige Kennzeichnung im Bereich Barrierefreiheit. Es wird durch ausgebildete Erheber*innen erfasst und klar bewertet. Im Internet sind die relevanten Informationen einzusehen, was große Transparenz und Verlässlichkeit schafft. Um Regensburg als Destination in jeglicher Hinsicht möglichst barrierefrei zu gestalten, wurden in der Stadt Regensburg Partner*innen gesucht, die sich von der Regensburg Tourismus GmbH beraten, danach durch die Zertifizierungsstelle prüfen und schließlich zertifizieren lassen.

Federführende Organisation dieser Maßnahme ist die Regensburg Tourismus GmbH (RTG).

Weitergehende Informationen zum barrierefreien Tourismus in Regensburg unter: https://tourismus.regensburg.de/regensburg-r-leben/willkommen/barrierefreies-regensburg.html

Weitergehende Informationen zu „Urlaub für alle“ unter: https://erlebe.bayern/urlaub-fuer-alle/informationen/


Stärkung des Tourismus mithilfe des Konzepts "Zukunftsorientierte Tourist-Information"

Der Tourismus ist im Wandel begriffen. Auch die Gästebedürfnisse sind heute andere als vor 15 Jahren als die Tourist Information am Rathausplatz zuletzt umgebaut bzw. ertüchtigt wurde. Der Gast erwartet inzwischen mehr an digitalem Service, aber gleichzeitig auch mehr an intensiver persönlicher Beratung, dem muss in der Tourist Information Rechnung getragen werden. Für den Umbau braucht es eine Machbarkeitsstudie, die heutige Ansprüche an Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Inklusion beinhaltet.

Federführende Organisation dieser Maßnahme ist die Regensburg Tourismus GmbH (RTG).


Erstellung einer Machbarkeitsstudie und eines Betreiberkonzeptes für die kulturelle Zwischennutzung des Leerstands Maximilianstraße 26

Seit Januar 2023 entwickelte ein Kooperationsnetzwerk aus der freien Szene in Regensburg um die Agentur „bauwärts“ unter der Prämisse „Ein Ort von allen, für alle“ ein Konzept für die explorative und partizipative Entwicklung eines Betreiber- und Nutzungsmodells der kulturellen Zwischennutzung M26, die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie Organisation und Betreibermodell für die 400 qm in der Regensburger Innenstadt auslotete.

Dieser partizipative Prozess setzte auf Kollaboration und gesellschaftliches Miteinander in bewusster Auseinandersetzung mit der städtebaulichen Situation wie nächsten Nachbarschaft. Denn die Lage in der Maximilianstraße 26 am Eingang der Innenstadt in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs steht unter Entwicklungsdruck und sieht sich mit vielen Herausforderungen konfrontiert, bietet aber als urbaner Raum mit diversem Umfeld Chancen und Anknüpfungspunkte für integrierte Lösungen und neue Partnerschaften aus Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft, Handel und Gastronomie, Bildung, Integration und Inklusion, in Verbindung mit Gemeinwohlorientierung und bürgerschaftlichem Engagement.

Darauf aufbauend identifizierte die Machbarkeitsstudie die potentiellen Stärken einer kulturellen Nutzung, die das M26 als Ort mit Modellcharakter für die Zukunft attraktiver und lebendiger Innenstädte definiert. Dabei war der Prozess der strategischen Konzepterstellung stringent verwoben mit der kommunal finanzierten Pioniernutzung, die situativ verschiedene Szenarien im Sinne eines Reallabors praktisch erprobte. So etablierte sich das M26 begleitend als neue Spielstätte mit rund 200 mitwirkenden Akteur*innen und 4.500 Besucher*innen. Die auf dieser Basis analysierten Bedarfe und dokumentierten Erfahrungswerte lassen dabei nicht nur Rückschlüsse auf Nutzungsinteressen und Themenschwerpunkte zu, sondern auch auf benötigte Raumtypologien, Flächenbedarfe und Ausbaustandards oder mögliche positive Synergien mit anderen Projekten und Formaten. Diese transparente Planungskultur wurde ergänzt durch Impulse aus der Stadtgesellschaft, um auch langfristig engagierte Gruppen und angrenzende Nachbarschaften in öffentlichen Mitwirkungsformaten abzubilden.

Zusammenfassend kommt das Konzept zu dem Ergebnis, dass das M26 nicht nur als neuer Impulsort, sondern relevantes Schlüsselprojekt für die zentrale Altstadt in Regensburg gelten kann, das Ziele und Visionen städtischer wie auch überregionaler Strategiepapiere – darunter die „Neue Leipzig-Charta“, der „Regensburg Plan 2040“, das „ISEK Zentrale Altstadt“ oder die „Smart-City-Strategie“ – implementiert. Deshalb empfiehlt die Machbarkeitsstudie, das M26 als resilientes Konzept mit zukunftsweisenden Zielen und experimentellen Ansätzen hinsichtlich Kollaboration, Einbindung der Stadtgesellschaft und Prozessstrukturen in eine langfristige Umsetzung zu überführen, um Qualität und Potential der Pionierphase, die ressortübergreifend überzeugen und die Stadt mit ihren Strukturen, Institutionen und Themen im Zusammenhang denken, fortzusetzen. Für diese ganzheitlichen Strategien im Sinne eines integrierten Handelns darf das M26 als Prototyp gelten, nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern auch bundesweit als Pilotprojekt im Rahmen der national geförderten Netzwerkinitiative „Gemeinsam für das Quartier“.

Das M26 liegt an einer Schnittstelle vielfältigen urbanen Lebens – das Umfeld wird geprägt von Migrantinnen und Migranten, von Menschen mit Suchterkrankungen und Wohnungslosen aus dem nahen Bahnhofsumfeld, aber ebenso von Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen. Deshalb kristallisierten sich im Konzept für die explorative und partizipative Entwicklung eines Betreiber- und Nutzungsmodells die Themen Gemeinwohl, Inklusion und solidarische Nachbarschaften als Schwerpunkte heraus. Das M26 möchte ein Ort sein, der vielfältigen, auch marginalisierten Gruppen aus dem unmittelbaren Umfeld sowie aus dem gesamtstädtischen Kontext Raum bietet für eine diskursive Öffentlichkeit im Sinne „Dritter Orte“, die ihre transparente Wirkung frei von Verwertungsinteressen und Konsumzwang entfalten.

Weitergehende Informationen zum Projekt „M26“ unter: https://www.regensburg.de/kultur/veranstaltungen-des-kulturreferats/m26-explore


Konzept und Handlungsleitfaden für ein neues Lichtkunst-Festival in der Innenstadt

Ziel ist es, Lichtkunst als eigenständige, avantgardistische Kunstgattung langfristig in Regensburg zu etablieren und mit dieser kreativen Inszenierung die Innenstadt ins Rampenlicht zu rücken. Die bewusste Platzierung des Festivals im März, also im ersten Quartal, stärkt die touristische Anziehungskraft für Kultur- und Städtereisende in der bislang wenig frequentierten Nebensaison und gestaltet den Erlebnisraum Innenstadt nachhaltig und qualitätsvoll. Gerade internationale Anknüpfungspunkte bei der kuratorischen Konzeption – insbesondere gemeinsam mit den beiden Partnerstädten Brixen und Pilsen, die bereits erfolgreiche Formate in diesem Bereich vorweisen können – erhöhen die Sichtbarkeit weit über Regensburg hinaus und schaffen vielfältig neue Reiseanlässe.


Konzept und Handlungsleitfaden für "Kunst im öffentlichen Raum" in der Innenstadt

In den letzten 15 Jahren hat die Architekturdebatte in Regensburg ein hohes Niveau erreicht. Ebenso hat die Wertschätzung öffentlicher Räume und öffentlichen Lebens stark zugenommen. Diese Entwicklung hat die Aufmerksamkeit und Sorgfalt auch für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum befördert, jedoch schöpft die Stadt ihr Potential in diesem Kontext bislang bei weitem nicht aus. Gerade öffentliche Kunst kann ein Instrument sein zur Vergegenständlichung und Vergegenwärtigung gesellschaftlich relevanter Themen. Sie regt ein differenziertes Wahrnehmen, ein kritisches Nachdenken und den öffentlichen Diskurs an und trägt damit entscheidend zum geistigen Klima der Stadt bei. Es gilt, Strukturen zu etablieren, um zeitgenössische Kunstprojekte im öffentlichen Raum zu realisieren, zu initiieren und zu koordinieren, um Schwerpunkte zu bilden und einen lebendigen Austausch – auch in Bezug auf die bereits bestehenden Werke – zu fördern; insbesondere in Verbindung mit einem internationalen Artist-in-Residence-Programm, das sich Interventionen im Diskurs mit der historischen gewachsenen Stadt widmet. Hier bedarf es einer wissenschaftlichen Studie mit angeschlossenem Konzept und Handlungsleitfaden, die drei Bereiche beleuchtet: Unter dem Motto „Aktivieren“ wird die Geschichte bereits bestehender Kunstwerke im Regensburger Stadtraum erforscht sowie unter den Bedingungen einer transkulturellen Kunstgeschichte neu bewertet. Mit „Kuratieren“ werden materielle und performative Strategien zeitgenössischer Kunst befragt. Und bei „Vermitteln“ werden Kooperationsprojekte initiiert zum theoretischen und praktischen Lernen von Raumdenken.

Weitergehende Informationen zum Kulturstandort Regensburg finden Sie hier.


Konzept- und Machbarkeitsanalyse zur Inwertsetzung des Kiosk/WC-Areals am Neupfarrplatz

Im Fokus dieses Konzeptes steht die Schaffung innovativer Freiräume für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft. Nach der erfolgreichen Wiederbelebung eines zentralen Standorts mit städtebaulichem Potential hat sich der Kiosk am Neupfarrplatz zu einem Treffpunkt der Stadtgesellschaft entwickelt, der Bewohner*innen wie Tourist*innen zum Dialog einlädt und Regensburger Geschichten einfängt. In Anknüpfung an diese gelungene Initialnutzung gilt es, das gestalterische Potential der Architektur weiter auszuloten. Im Rahmen einer Konzept- und Machbarkeitsanalyse sollen die weiteren Gestaltungs- und Nutzungspotenziale dieses Areals weiter untersucht und mögliche Umsetzungsoptionen aufgezeigt werden. Hierdurch soll der belebende Charakter dieses Areals weiter gestärkt werden.


Machbarkeitsstudie Wärmenetz in der Altstadt Regensburg

Langfristiges Ziel der Stadt Regensburg ist eine regenerative Wärmeversorgung der Stadt Regensburg und damit auch in weiten Bereichen der Regensburger Innenstadt. Mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie wurde geprüft, ob die Errichtung eines Wärmenetzes in der Altstadt technisch möglich ist und ob eine Nutzungsmöglichkeit von Wärmeenergie aus der Donau realisierbar ist.

Im Rahmen der Studie wurde in einem ersten Schritt die Energieinfrastruktur (alle größeren Anlagen zur Wärme- und Stromerzeugung bzw. Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen sowie Energieinfrastrukturnetze) im Untersuchungsgebiet in einem Geoinformationssystem dargestellt sowie der Wärmebedarf sämtlicher Gebäude ermittelt. Zudem wurde die Energiebilanz des Ist-Stands nach den Kriterien des BISKO-Standards erfasst und bewertet. Weiterhin wurde das Potenzial für regenerativ erzeugte Energie im Gebiet analysiert. Auf Basis der Bestandsaufnahme sowie der ermittelten Potenziale wurden Maßnahmen erarbeitet, die es auf dem Weg zur regenerativen Wärmeversorgung des Untersuchungsgebiets umzusetzen gilt.


„Task Force Aktives Innenstadtmanagement"

Das Innenstadtmanagement (lokale Innenstadt Task-Force) übernimmt als Organisatorin der Gesamtmaßnahme die Koordination und Verwaltung der Fördermittelinitiative REACT-EU bei der Stadt Regensburg. Als Schnittstelle zu den Innenstadtakteuren übernimmt sie die Vernetzung, Beratung und Begleitung aller relevanten Stakeholder, z.B. bei der Steuerung und Bündelung von Digitalisierungsinitiativen (Schnittstelle zu Smart City „R_NEXT“) zur Innenstadtstärkung sowie der architektonischen und energetischen Beratung und steuert die Nutzungs- und Funktionsverteilung.


Das Innenstadtmanagement ist erster Ansprechpartner für den Fördergeber (Regierung/Opf., StMB), die Servicestelle und weitere Förderintermediäre. Zu den Aufgaben gehören auch die Betreuung und enge inhaltliche Abstimmung mit den Fach-/Dienststellen innerhalb der Stadtverwaltung (Amt für Stadtentwicklung/Städtebauförderung, Stadtkämmerei, Vergabeamt, EU-Koordination, Stabsstelle EU-Beihilferecht sowie die jeweiligen maßnahmenumsetzenden Fachstellen). Somit ist auch eine enge Abstimmung und Abgrenzung zu anderen innenstadt-relevanten Förderkulissen, wie dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“ oder der Städtebauförderung gewährleistet. Die Stadt Regensburg beantragt die Personalkostenübernahme für die Task Force Aktives Innenstadtmanagement über REACT-EU.

Weitergehende Informationen zur Altstadt unter: https://www.regensburg.de/wirtschaft/wirtschaftsstandort/altstadt-und-einzelhandel


Sanierung der Brunnenanlage am Bismarckplatz

Bei dem Brunnen werden die Versorgungsleitungen inkl. Pumpe sowie die Brunnenleitungen inkl. Düsen erneuert. Der Brunnen wird neu abgedichtet, ausgekleidet und mit einer Beleuchtung versehen. Elektrotechnisch wird die Erdungsanlage überprüft und die Steuerungstechnik angepasst. Mit dieser Maßnahme werden die blaue Infrastruktur innerhalb der Altstadt sowie die hohe Aufenthaltsqualität des Bismarckplatzes gestärkt.

Weitergehende Informationen unter: https://www.regensburg.de/regensburg-507/kurz-knapp/brunnen-am-bismarckplatz-wird-saniert


Realisierung zweier Trinkwasserbrunnen am Schwanenplatz und am Bismarckplatz

Verbaut werden sollen zwei Trinkwasserspender-Säule mit elektrischer Steuerung, welche fest an das Trinkwassernetz angeschlossen ist. Der Trinkwasseranschluss wird in einem Revisionsschacht, indem auch die Hauptabsperrung frostsicher untergebracht ist, an das Trinkwassernetz angeschlossen. Diese Steuerung schaltet die Betätigung durch ein Magnetventil für die Wasserentnahme und die zeitlich angepassten zyklischen Spülintervalle für die Trinkwasserhygiene. Als Entwässerung des Schachtes (Steuerung) ist eine Sickerpackung geplant. Der Ablauf des nicht verbrauchten Trinkwassers wird über das Regenwasserkanalnetz gewährleistet. Mit den beiden zusätzlichen Trinkwasserbrunnen am Schwanenplatz am östlichen Rand der Altstadt sowie am Bismarckplatz am westlichen Rand wird das Angebot an kostenlosem und öffentlich zugänglichen Trinkwasser innerhalb der Altstadt weiter ausgebaut und die Aufenthaltsqualität in der Altstadt im Sinne des Hitzemanagements zusätzlich gestärkt.


Errichtung einer Trinkwasserleitung Kiosk am Neupfarrplatz

Der Kiosk am Neupfarrplatz wurde mit einer Trinkwasserleitung aufgewertet, wodurch das Getränkesortiment entsprechend erweitert werden konnte. Der Kioskbetrieb trägt spürbar zur Attraktivitätssteigerung und Belebung des östlichen Neupfarrplatzes bei.


Inwertsetzung des Kiosk/WC-Areals am Neupfarrplatz durch Schaffung innovativer Freiräume für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft

Nach der erfolgreichen Wiederbelebung eines zentralen Standorts mit städtebaulichem Potential hat sich der Kiosk am Neupfarrplatz zu einem Treffpunkt der Stadtgesellschaft entwickelt, der Bewohner*innen wie Tourist*innen zum Dialog einlädt und Regensburger Geschichten einfängt (siehe auch Maßnahme „Trinkwasserleitung“). Auf Basis des Ergebnisses der Konzept- und Machbarkeitsanalyse (Maßnahme B10) werden die entsprechenden baulichen Maßnahmen umgesetzt.

Weitergehende Informationen zum Kulturstandort Regensburg sowie zum Cluster Kultur- und Kreativwirtschaft unter: https://www.regensburg.de/kultur und https://www.degginger.de/


Mobile Pflanztröge zur Begrünung der zentralen Innenstadt

Die Stadt Regensburg berücksichtigt bei grundlegenden Straßensanierungsmaßnahmen innerhalb der Altstadt den Ausbau der grünen Infrastruktur. Da wo es möglich ist, wird die Pflanzung von Bäumen in die Planungen berücksichtigt. Dennoch ist es in weiten Teilen der Altstadt aus diversen Gründen nicht möglich, Bäume zu pflanzen. Um dennoch mehr Grün in der Altstadt zu verwirklichen, um im Sinne der Klimaanpassung das Mikroklima zu verbessern und gleichzeitig die Aufenthalts- und Lebensqualität spürbar zu verbessern, werden im Frühjahr 2023 in der Maximilianstraße, am Neupfarrplatz und am Marc-Aurel-Ufer als erste Teilbereiche neue zusätzliche mobile Pflanzgefäße aufgestellt. Die bestehenden Pflanzgefäße in der Altstadt sollen sukzessive ersetzt bzw. ergänzt werden.

Erzielt wurde eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum durch die optische Aufwertung mit bepflanzten Trögen aus Naturmaterialien, stimmig zum vorhandenen Möblierungskonzept der Sitzbänke aus Lärchenholz. Darüber hinaus markieren „Hotspotpots” als urbane Baumschule mit ihrem Design aus mobilen Materialien wie LKW-Planen in kräftigen Farben neu entstehende Freiräume in der Stadt, die zur Bühne für unterschiedliche Aktivitäten werden. Dadurch wurde eine Förderung der klimatischen Bedingungen auf versiegelten Flächen der Innenstadt durch Binden des Treibhausgases CO2 und Feinstaub sowie Freisetzung von Sauerstoff und Wasser, mit dem Effekt der Temperaturabsenkung und Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, erreicht.
Weitergehende Informationen zu den Parks und Grünflächen in der Stadt Regensburg unter: 

https://www.regensburg.de/leben/parks-in-regensburg


Umsetzung des Möblierungskonzeptes Altstadt - Anschaffung weiterer Stadtmöbel

Das Möblierungskonzept für die Regensburger Altstadt wurde am 15.12.20215 vom Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen einstimmig beschlossen. Ziel des Möblierungskonzeptes ist es, die Innenstadt auch in der Zukunft attraktiv zu halten. Dazu gehören Sitzgelegenheiten, auf denen man sich ohne Konsumzwang (z.B. im Rahmen eines Spaziergangs) ausruhen kann, ebenso wie ausreichend Fahrradbügel und Mülleimer. Um mit der Möblierung des Öffentlichen Raums ein einheitliches Konzept zu vermitteln, wurden einheitliche Möblierungselemente –Sitzbänke definiert und in einem Standardmöbelkatalog festgehalten. Der Standardmöbelkatalog dient als Grundlage für die Auswahl und Ausschreibung zukünftiger Möblierungselemente im Altstadtbereich.
Im Rahmen der Maßnahme wurden neue Stadtmöbel an den Standorten Weinlände, Haidplatz (Thon-Dittmer-Palais), Albertus-Magnus-Platz und Bismarckplatz realisiert.


Einführung der Parkleit-App (PARCO) zur Verbesserung des Parkleitsystems

Freie Parkplätze in Regensburg zu finden und dorthin zu gelangen ist seit Mitte Juni dank der Einbindung der Smartphone-App „PARCO“ in das Parkleitsystem der Stadt auch vollständig digital möglich. Das ganzheitliche System ergänzt die bestehenden Parkleit-Anzeigetafeln mit modernster App-Technologie und soll Verkehrsteilnehmer bei der Parkplatzsuche schneller und besser zum Ziel bringen.

Die PARCO-App steht in Regensburg ab sofort als „Parkleitsystem für die Hosentasche“ zur Verfügung. Mit der App kann man sich umfassend über das Parkplatzangebot informieren, von überall kommend einen passenden freien Parkplatz in Regensburg finden und sich dorthin navigieren lassen. Die PARCO-App kann durch ihre Verknüpfung mit dem Parkleitrechner der Stadt Regensburg nicht nur den besten Weg zum Ziel finden, sondern zeigt zudem im gesamten Innenstadtgebiet, auf welchen Parkflächen auch tatsächlich noch Plätze frei sind. Die App ergänzt die bestehenden Parkleit-Anzeigetafeln, die im Stadtgebiet auch weiterhin den Weg zu freien Stellplätzen und Parkanlagen weisen.

Parkplatz finden mit der neuen PARCO-App – so geht’s:

Die PARCO-App ist für iOS und Android im Apple App-Store und Google Play-Store verfügbar. Sobald man die lilafarbene App heruntergeladen hat, kann es losgehen. Nach der Zieleingabe zeigt PARCO die Parkmöglichkeiten in der Nähe des gewünschten Zielortes. Man erhält nützliche Informationen über den Parkplatz, die Parkgebühren für die erste Stunde sowie Informationen über das Parkobjekt. Im gesamten Innenstadtgebiet zeigt die App zudem, wo ein freier Stellplatz gefunden werden kann. Auch über die Entfernung zum eigentlichen Zielort inklusive der Zeitangabe für den verbleibenden Fußweg gibt die App Auskunft. Ist ein Platz ausgewählt, navigiert PARCO über die bestmögliche Route zum Wunschparkplatz. 

Weitergehende Informationen zur App und Download unter


Sanierung der Brunnenanlage im Stadtpark

Der Brunnen westlich des Kunstforums Ostdeutsche Galerie (KOG) im Stadtpark von Regensburg wird von Grund auf erneuert, da die vorhandene Brunnenstube baufällig und die Brunnentechnik stark verschlissen waren sowie die gesamte Gestaltung nicht mehr den aktuellen Ansprüchen an die Parkanlage entsprochen hat. Das unmittelbare Umfeld des heutigen Brunnens wurde zeitgemäß umgestaltet und in das Gesamtgefüge des neun Hektar großen Parks eingefügt.

Nach Fassung des Planungsbeschlusses sowie eines Vergabeverfahren zur Planung des Brunnenneubaus mit anschließender Realisierung wurde ein Landschaftsarchitekturbüro beauftragt. Der Entwurf Himmelsspiegel" sieht eine freie rundliche Form des Wasserbeckens inkl. einer Neuordnung der Wegeführung sowie einer Einfassung des Brunnens an drei Seiten mit langen Bankskulpturen vor. Die den Brunnen einrahmenden Bänke werden aus hellem Beton mit einer Sitzauflage und Lehne aus Lärchenholz ausgebildet. Der Brunnenbelag wird aus einem dunklen Gussasphalt mit Zuschlägen bestehen, die zu erstellenden Wege werden, wie die Bestandswege des Parks, als wassergebundene Wegedecke ausgeführt.


Der neugestaltete Brunnen fügt sich somit in das Gesamtbild des Parks ein und bietet vielen Nutzergruppen einen attraktiven Aufenthaltsbereich. Vor dem angrenzenden Kunstforum Ostdeutsche Galerie ist eine Gräserpflanzung mit blühenden Highlights geplant. Zur Brunnenanlage gehört die Anschaffung und Errichtung von drei Bankskulpturen. Des Weiteren sieht der Entwurf insgesamt 8 neue Baumpflanzungen im Stadtpark vor.

Weitergehende Informationen zur Maßnahme Stadtpark-Brunnen unter: https://www.regensburg.de/regensburg-507/nah-dran/der-neue-stadtparkbrunnen-wird-zum-himmelsspiegel

Weitergehende Informationen zu den Parks und Grünflächen in der Stadt Regensburg unter: https://www.regensburg.de/leben/parks-in-regensburg


Funktionale und technisch-organisatorische Konzeptionierung eines digitalen Innenstadt-Zwillings

Unter dem „Digitalen Zwilling“ ist eine virtuelle Abbildung der Innenstadt und ihrer räumlichen Prozesse zu verstehen. Raumbezogene Daten (baulich, verkehrlich, wirtschaftlich, uvm.) werden gesammelt, in einem geographischen Informationssystem implementiert und anschließend visualisiert. So lassen sich aktuelle Gegebenheiten und ihre zeitlichen Entwicklungen abbilden. Für die Verwaltung und beteiligte Stakeholder*innen resultiert daraus ein besseres Verständnis des Status-Quo und der städtischen Entwicklungsprozesse.
Darüber hinaus können die (wirtschafts-) geographischen Auswirkungen behördlicher Maßnahmen vor ihrer Umsetzung datenbasierend simuliert und anhand verschiedener Entwicklungsszenarien besser abgewogen werden. Langfristig kann somit eine Basis für proaktives Handeln in den Bereichen Planung, Wirtschaftsförderung und Partizipation geschaffen werden.

Das Konzept ist im Ergebnis ein Fahrplan, wie die Stadt Regensburg langfristig zu verschiedenen Anwendungen digitaler Zwillinge in unterschiedlichen Fachbereichen kommen kann (Mobilität, Energie, Tourismus, etc.). Der Weg führt über eine Datenstrategie und einen Datenkatalog hin zu einer modularen Datenplattform, die verschiedene Daten, Anwendungen, Analysetools, Modelle, etc. inkludieren kann. Diese ergeben dann bei richtiger Zusammenstellung einzelne Zwillings-Anwendungen für das jeweilige Fachamt bzw. die Fachabteilung. Der Ansatz ist nachhaltig, modular, skalierbar, open source und greift bestehende, technische Infrastrukturkomponenten auf, die bereits bei der Stadt Regensburg vorhanden sind. Neben der technischen Realisierbarkeit ist bspw. die personal-organisatorische Begleitung eine zentrale Aufgabe beim Aufbau digitaler Zwillinge.

Mit dem Konzept sind verschiedene Use-Cases digitaler Zwillinge aus unterschiedlichen Fachämtern gesammelt worden, die einen Mehrwert für die Innenstadt und ihre Planung bieten können. Ein digitaler Zwilling kann genutzt werden, um die verschiedenen Bedarfe sowie bereits priorisierten Maßnahmen und Konzepte, die zur Attraktivierung der Innenstadt beitragen, in einer digitalen Umgebung zu erproben.

Als erstes Folgeprojekt ist angedacht, den bestehenden und etablierten Ratgeber „Barrierefrei durch Regensburg“ in einen „Zwilling“ zu überführen, um die Technologie zu erproben.

Weitergehende Informationen unter: https://www.regensburg.de/r-next/projekte/virtuelles-welterbe


Digitalisierung des Einkaufsgutscheins Altstadt-Zehner

Mit der Maßnahme wurde die zeitgemäße Digitalisierung des bestehenden und etablierten Gutscheinsystems „Altstadt-Zehner“ realisiert. Der digitale Altstadt-Gutschein löst damit den analogen Einkaufsgutschein Altstadt-Zehner ab. Als Geschenkgutschein ist er nun digital mit Werten flexibel bis zu 250 € aufladbar. Geschenkkarten im Wert von 10, 25, 50 und 100 € gibt es in den Verkaufsstellen. Die Gutscheine können bequem im Wallet des Smartphones verwaltet werden. Teileinlösungen in mehreren Geschäften und Lokalen sind möglich. Diese Digitalisierungsmaßnahme stärkt den stationären Handel in der Regensburger Innenstadt und bindet somit die Kaufkraft vor Ort. Über das Arbeitgeberportal verwalten Unternehmen aus der ganzen Region Mitarbeitergutscheine (regelmäßiger Sachbezug oder einmalige Geschenke) ganz einfach digital. Das bringt zusätzliche Kaufkraft in die Innenstadt von Regensburg.

Federführende Organisation dieser Maßnahme ist Faszination Altstadt .e.V. Weitergehende Informationen zum Altstadt-Gutschein unter: www.altstadt-gutschein.de


Entwicklung eines Nachhaltigkeits-Dashboards zur Steuerung und visuellen Präsentation der lokalen "Agenda 2030"-Prozesse in der Innenstadt

Regensburg soll grüner, gerechter und produktiver und damit lebenswerter für alle werden. Der Weg zu einer „enkelgerechten” Stadt ist im Regensburg-Plan 2040 beschrieben und wurde im Einklang mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals, SDGs) mit den Bürgerinnen und Bürgern Regensburgs entwickelt.

Um den aktuellen Status Quo sowie die Fortschritte Regensburgs beim Erreichen der Nachhaltigkeitsziele sichtbar und messbar zu machen und zur strategischen Steuerung der lokalen Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele wurde in den vergangenen Monaten ein Monitoring mit rund 120 Indikatoren entwickelt, aufbauend auf den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 sowie dem Stadtentwicklungskonzept „Regensburg-Plan 2040". Ziel der Maßnahme „Nachhaltigkeits-Dashboard“ war es, dieses Monitoring schließlich in zeitgemäßer, moderner Form mittels eines interaktiven Dashboards sowie digitalen Touchscreen-Stelen für die Bürgerinnen und Bürger Regensburgs in der Innenstadt sichtbar zu machen.

Unter dem Namen „Zukunftsbarometer Regensburg“ wurde das Dashboard, basierend auf objektiven Indikatoren und Kennwerten, der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Zukunftsbarometer dient zum einen der Transparenz. Außerdem sollen dadurch die Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg der Transformation in eine nachhaltigere und zukunftweisende Stadt mitgenommen und motiviert werden, selbst einen Beitrag zum Erreichen der Ziele zu leisten.

In ausgewählten öffentlich zugänglichen Gebäuden, welche Teil des Regensburger Nachhaltigkeitspfades sind bzw. sich in unmittelbarer Umgebung einzelner Stationen des Pfades befinden, wurden jeweils im Eingangsbereich/Foyer digitale Infostelen mit Touchfunktion aufgestellt, über diese das Zukunftsbarometer gezeigt und den Bürgerinnen und Bürgern spannende Einblicke in relevante Nachhaltigkeitsthemen und deren Entwicklung vor Ort gegeben wird. Das Zukunftsbarometer kann aktuell an folgenden zwei Orten in der Innenstadt besichtigt werden: Im Eingangsbereich des Kreativ- und Kulturzentrums Degginger und im Eingangsbereich der Tourist-Information im Alten Rathaus.

Da der Regensburger Nachhaltigkeitspfad am Alten Rathaus startet und auch endet (Station 1 und 17), konnte mit dem Standort der Stele in der Tourist-Information als zentrale Anlaufstelle in der Innenstadt eine hervorragende interaktive Erweiterung des Nachhaltigkeitspfades geschaffen werden. Das Kreativ- und Kulturzentrum Degginger als zweiter Standort liegt zentral in der Altstadt zwischen mehreren Stationen des Nachhaltigkeitspfads (https://www.regensburg.de/nachhaltigkeitspfad). Zu einem späteren Zeitpunkt sollen noch weitere Infostelen an zentralen Orten in der Innenstadt realisiert werden und das Zukunftsbarometer präsentieren.

Die Standorte des Zukunftsbarometers bilden zukünftig neue Anziehungspunkte für die Regensburgerinnen und Regensburger in der Innenstadt. Die interaktive Plattform, visualisiert an digitalen 55 Zoll Touchsrceen-Stelen mit einer 3.840 x 2.160 4K Auflösung und einem 178°/178° Betrachtungswinkel, präsentiert die Themen nachhaltiger Entwicklung auf moderne, kreative und motivierende Art und Weise und bildet für Regensburg eine Neuheit. Die Stelen laden die Bürgerinnen und Bürger auf eine spannende und interaktive Entdeckungstour sowie zum Verweilen in der Innenstadt ein und tragen hierdurch zur weiteren Attraktivierung der Innenstadt bei. Auch für Schulklassen bilden die Stelen mit umfangreichen Informationen zu nachhaltiger Entwicklung zukünftig einen Anziehungspunkt. Und nicht zuletzt sollen sich auch Besucherinnen und Besucher der Stadt an den Stelen über die nachhaltige Entwicklung Regensburgs informieren können. Aus diesem Grund werden die Inhalt des Zukunftsbarometers auch auf English angeboten.

Das Zukunftsbarometer wurde webbasiert entwickelt. So kann u.a. entlang des Nachhaltigkeitspfades mittels QR Codes auf das Zukunftsbarometer aufmerksam gemacht werden. Dadurch können alle Interessierten die Informationen auch mit ihrem eigenen Smartphone abrufen und „mitnehmen“. Diese Möglichkeit ist insbesondere an den Stationen des Nachhaltigkeitspfades ein Mehrwert, wo aus denkmalrechtlichen Gründen das Aufstellen einer Stele nicht möglich ist.

Das Zukunftsbarometer ist zu finden unter


Erstellung eines Nutzungskonzeptes zur Stärkung der Multifunktionalität und Sicherung der zukunftsfähigen Resilienz der Altstadt

Mit Hilfe eines integrierten Nutzungskonzepts sowie flankierenden Maßnahmen sollen die Stärken in der Regensburger Altstadt weiter gestärkt und den Schwächen, wie bspw. Leerständen, intensiv begegnet werden. Einen Schwerpunkt nehmen der Neupfarrplatz sowie die direkt angrenzenden Bereiche ein, da sich hier in den zurückliegenden Jahren eine unerwünschte Entwicklung ablesen lies. Durch Hinzunahme externer Expertise und der Einbindung lokaler Akteursgruppen sollen die Nutzungspotenziale und Verbesserungspotenziale aufgezeigt werden. Das Nutzungskonzept bildet eine Diskussionsgrundlage zur zukünftigen Weiterentwicklung der Regensburger Altstadt. Dabei werden sowohl Vorschläge zur Attraktivierung und Aufwertung als auch zur Belebung der Innenstadt gemacht.

Weitergehende Informationen zur Altstadt unter:


Raum für Engagement – Anmietung eines Leerstands für Ehrenamtliche und Initiativen

Eine 2021 von der Stadt Regensburg durchgeführte Umfrage zum Raumbedarf von Vereinen, Initiativen und Selbsthilfegruppen hatte ein Defizit an kostengünstigen Räumen insbesondere bei Besprechungs-, Gruppen und Veranstaltungsräumen, vor allem im Innenstadtbereich aufgezeigt.

Die EU-Förderinitiative war eine sehr gute Möglichkeit, auf die Umfrageergebnisse zu reagieren. Durch die Anmietung eines Raumes in der Regensburger Innenstadt am St.-Kassians-Platz 5, welcher ehrenamtlichen Organisationen zur Verfügung gestellt wurde, konnte kurzfristig ein Teil des Raumbedarfs gedeckt werden. Die Maßnahme wurde koordiniert vom städtischen Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement, KoBE. Die Stadt Regensburg mietete den zentral in der Innenstadt gelegenen Raum auf der ehem. Ladenfläche des Obst- und Gemüsehändlers Sarik an, der als sog. „Raum für Engagement“ allen gemeinnützigen Regensburger Vereinen, Initiativen und Selbsthilfegruppen zur Verfügung gestellt wurde. Kleinere bauliche Anpassungen (Teeküche, Wasseranschluss, Deckenbeleuchtung, Schließanlage, Leinwand, Whiteboard) wurden vorgenommen sowie notwendige Ausstattung beschafft (Beamerwagen, Küchenausstattung, Rollstuhlrampe, Fensterfolien u.a.). Die Interessenten hatten die Möglichkeit, sich temporär und kostengünstig (gegen eine kleine Nutzungsgebühr) im Raum für Engagement einzumieten. Durch die gestaffelten Zeiträume war es möglich, den Raum möglichst vielen Nutzer*innen zur Verfügung zu stellen. Die Raumgröße (2 Zimmer, ca. 128 m²) und das flexible Mobiliar ermöglichten eine große Nutzungsvielfalt, angepasst an die Bedürfnisse der Nutzenden. Von kleinen Gruppentreffen in der Teeküche bis hin zu großen Öffentlichkeitsveranstaltungen im Hauptraum konnten diverse unterschiedliche Veranstaltungsformate im Raum für Engagement durchgeführt werden.

Seit der Eröffnung im Juli 2022 hat der Raum für Engagement im Regensburger Vereinsleben regen Anklang gefunden. Auch diverse Selbsthilfegruppen hatten hier ein Zuhause gefunden. Oft blieben auch Passant*innen vor einem der zahlreichen Fenster stehen, um sich die Aushänge anzuschauen oder auszukundschaften, was im Raum passiert. Mit dem Bespielen der leerstehenden Ladeneinheit wurde der zentrale Platz in der Innenstadt wieder stärker frequentiert und eine schon länger leerstehende Ladenfläche konnte somit temporär belebt werden.

Weitergehende Informationen sind auf der Homepage des KoBE (Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement) zu finden unter