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Interims-ZOB

Planungen zum provisorischen Busbahnhof (Interims ZOB)

Ernst-Reuter-Platz - Schrägaufnahme
Ernst-Reuter-Platz © Stefan Effenhauser - Stadt Regensburg

Bei den vorliegenden Planungen zum provisorischen Busbahnhof, die Ihnen hier vorgestellt werden, handelt es sich um ein Planungskonzept. Dieses muss zunächst vom Stadtrat verabschiedet werden. Erst dann kann die Verwaltung alle weiteren Planungsschritte einleiten.

ÖPNV im Bahnhofsbereich

Die Situation des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) im Bahnhofsumfeld ist auf Grund von Sicherheitsdefiziten, unattraktiven Umsteigebeziehungen, langen Fahrwegen und einer fehlenden Übersichtlichkeit unbefriedigend. Es bedarf daher dringend eines neuen Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB).

Um einen solchen attraktiven ZOB zu bauen, wird in den nächsten Jahren die Bahnhofstraße einer Großbaustelle gleichen.

Für die Abwicklung des Busverkehrs ist dann kein Platz mehr. Die Haltestellen müssen aus der Bahnhofstraße auf andere Straßen verlagert werden und ein Interims-ZOB (Provisorium) in Betrieb gehen.

Dieser Interims-ZOB soll auf den, durch den Rückbau des Studentenwohnheims am Ernst-Reuter-Platz (ehem. Kepler-Areal) freiwerdenden Flächen, zusammen mit der angrenzenden Albertstraße und der Maximilianstraße entstehen.

Anforderungen

  • Die Attraktivität des ÖPNV darf unter der Nutzung des Interims-ZOBs nicht leiden.
  • Die Haltestellen müssen übersichtlich angeordnet und Umsteigebeziehungen sicher gestaltet sein.
  • Es sind 11 Haltestellen für den Stadtbusverkehr (Gelenkbusse), 13 Haltestellen für den Regionalbusverkehr und 1 Haltestelle für den Altstadtbus notwendig.

Informationen zum Gesamtprojekt Facts Bahnhofsumfeld

  • 2 500 Busbewegungen an Werktagen
  • 15 Stadtbuslinien (10 bis 20 Minutentakt) + 31 Regionalbuslinien (20 bis 60 Minutentakt)
  • 38 Millionen Fahrgäste des RVV (ca. 104 110 pro Kalendertag), davon 23 Millionen (ca. 63 014 pro Kalendertag) im Stadtbusverkehr (2017)
  • bis zu 40 000 Autos
  • bis zu 30 000 Fußgänger
  • bis zu 12 000 Radler
  • Auch sind 10 Bereitstellungsplätze für Regionalbusse in unmittelbarer Nähe zu den Haltestellen erforderlich, um die betrieblichen Abläufe und notwendige Ruhepausen sicherzustellen.
Interims-ZOB Grafik Gesamtplan

Busse und Autos

Wie im Beteiligungsprozess von den Bürgerinnen und Bürgern gewünscht, braucht es für den Interims-ZOB keine Eingriffe in den Altbestand der Bäume des Alleengürtels. Das Provisorium soll auf den bereits zuvor bebauten – also versiegelten – Flächen entstehen.

Die Haltestellen für die Regionalbusse, welche heute zum Großteil in der gesamten Bahnhofstraße angeordnet sind, werden in die südliche Maximilianstraße und Albertstraße (Bustreff) verlagert.

Die Haltestellen für die Stadtbusse werden auf den (dann) zurückgebauten Flächen des Ernst-Reuter-Platzes (ehem. Kepler-Areal) sein. Dies ist notwendig, weil die Umsteigebeziehungen zwischen den Stadtbussen am häufigsten sind und der Umstieg kurz, barrierefrei und sicher sein muss. In der heutigen Albertstraße würde durch die zusätzlichen Regionalbusse zu viel Verkehr sein.

Einige Stadtbusse halten weiterhin an den Haltestellen entlang der Galgenbergbrücke. So bleibt die wichtige Nord-Süd-Achse erhalten.

Für die Erschließung des Interims-ZOB ist ein angedeuteter Kreisel im bestehenden Straßenraum am Ernst-Reuter-Platz vorgesehen.

Da ein wichtiger Haltestellenbereich des Interims-ZOB in der südlichen Maximilianstraße geplant ist und dafür sichere Umsteige- und Fußgängerbeziehungen nötig sind, kann hier und in der östlichen Albertstraße kein Autoverkehr mehr stattfinden.

Dieser Bereich ist nur noch für Busse und Taxen erreichbar.

Auch werden Autos den Bahnhofsvorplatz nur noch anfahren, jedoch nicht mehr entlang der Bahnhofstraße queren können. Die Bereiche östlich und westlich vom Bahnhofsvorplatz dienen der Anlieferung und „Kiss and Ride“.

Die westliche Albertstraße wird für den Busverkehr in beide Richtungen geöffnet, damit der Interims-ZOB von allen Seiten anfahrbar bleibt. Daher wird die Albertstraße nur noch für Anliegerverkehr frei und für diesen von und in Richtung Westen befahrbar sein.

Die Nord-Süd-Achse, entlang der D.-Martin-Luther-Straße und der Galgenbergbrücke, bleibt für den Autoverkehr unverändert. Auch die Ost-West-Achse bleibt über den Ernst-Reuter-Platz bestehen.

Die Altstadt mit den Parkhäusern Petersweg und Dachauplatz kann weiterhin gut erreicht werden.

Interims-ZOB Grafik Busse und Autos

Fahrrad und Fußgänger

Der zentrale Bahnhofsvorplatz und der angrenzende, südlichste Teil der Maximilianstraße werden frei für Fußgänger und Radfahrer sein. Mit der Verkehrsberuhigung wird ein wichtiges Ergebnis des Beteiligungsprozesses „Stadtraum gemeinsam gestalten“ aus dem Jahr 2017 teilweise realisiert.

Auf das Gelände des Interims-ZOB gelangen die Fußgänger über die bestehenden Fußwege.

Das gesamte Bahnhofsumfeld ist für Fahrradfahrer frei.

Ob eine Zwischenlösung für sichere und überdachte Fahrradabstellanlagen mit Schließfächern im direkten Bahnhofsumfeld möglich ist, wird durch die Stadt geprüft.

Interims-ZOB Grafk Fußgänger