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Archäologische Voruntersuchungen im Bahnhofsumfeld starten

Die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds wird nun erstmals im Areal sichtbar: Archäologen werden ab Montag, 10. September 2018, auf den Grünflächen zwischen Bahnhof und Albertstraße archäologische Untersuchungen durchführen. Von Street-Art-Künstlern werden die Bauräume gestaltet, um die Kleinbaustellen in dekorative Parkkunst und Orte zum Verweilen zu verwandeln.

Seit letzter Woche geht es im Bahnhofsumfeld bunter als bisher zu: Das ist den Kunstwerken der Künstler Emanuel Jesse und Sigurd Roscher zu verdanken. Im Auftrag der Stadt haben sie auf den Grünflächen zwischen Bahnhof und Altstadt zehn und 16 Meter lange Holzwände mit Street-Art gestaltet.

Die Bilder sollen schon heute Lust auf  den neuen attraktiven Stadteingang machen, der in den nächsten Jahren zwischen Bahnhof und Altstadt entstehen soll. Vom reinen Durchgangsbereich soll das Gebiet künftig zu einem Ort werden, der auch zum Verweilen einlädt.

Warum sind diese Untersuchungen notwendig?

Außerdem begleiten die Kunstwerke die archäologischen Voruntersuchungen, die am 10. September starten und voraussichtlich mehrere Wochen dauern werden. Der genaue Zeitraum ist abhängig von den Funden. Die Archäologen verfolgen mit ihrer Arbeit das Ziel, das südliche Ende des jüdischen Friedhofs aus dem Mittelalter zu finden.

Das Amt für Archiv und Denkmalpflege hatte 2008 bei einer archäologischen Untersuchung bereits die nordöstlichste Ecke des Gräberfeldes gefunden. Damit hatte sich die ungefähre Lage des Friedhofs bestätigt, die aus Schriftquellen überliefert war. Über die genauen Ausmaße des Friedhofs sowie die anderen Grenzen ist derzeit aber noch nichts bekannt.

Bahnhofsvorplatz: Künftig verkehrsberuhigt

Hintergrund ist, dass die Stadt im Rahmen der Neugestaltung des Bahnhofsumfelds eine Tiefgarage im Vorbereich des Bahnhofs bauen will. Dafür muss ein Baufeld abgesteckt werden, dass den Friedhof nicht gefährdet. Angedacht ist eine Zufahrt zur Tiefgarage vom Westen, um so den Bahnhofsvorplatz künftig von Autos freizuhalten. Dadurch entsteht mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger und eine Aufwertung des Grüns.