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Holzgartensteg und Grieser Steg

Neubau des Holzgartenstegs zwischen Grieser Spitz und Maria Beer-Platz sowie Erneuerung des Grieser Stegs

Wettbewerb für den geplanten Holzgartensteg

Am 16. Juli 2019 hat sich der Stadtrat für die von der Verwaltung empfohlene Lagevariante 3, also die direkte Verbindung zwischen Maria-Beer-Platz und Grieser Spitz, entschieden. Noch in diesem Jahr soll ein entsprechender Planungswettbewerb ausgelobt werden.

Ausschlaggebende Punkte für die Entscheidung waren:

  • Wirtschaftlichkeit: Der sparsame Umgang mit Steuergeldern hat hohe Priorität. Eine Variante, die 50 Prozent mehr Kosten verursacht, aber keinen zusätzlichen Nutzen generiert, ist daher nicht vertretbar. Denn der verkehrliche Mehrwert gegenüber der Variante 3 ist nur sehr gering: Die neu zu bauende Rampe würde sich nur etwa 350 Meter östlich des Grieser Stegs befinden, der ohnehin in absehbarer Zeit erneuert und dabei verbreitert werden muss. Ohne stichhaltige Begründung für die entstehenden Zusatzkosten werden darüber hinaus Zuschüsse gefährdet. 

  • Umsetzbarkeit: Die Variante 3 kann aufgrund ihrer Länge und Anzahl an erforderlichen Rampenbauwerken deutlich schneller umgesetzt werden.
  • Eingriffserheblichkeit: Die Variante ist mit geringeren Eingriffen in schützenswerte Grünflächen verbunden, da der Untere Wöhrd dabei völlig unberührt bleibt.

  • Verkehrssicherheit: Bereits heute ist das Queren der Wöhrdstraße an der Maffeistraße problematisch. Der zur Verfügung stehende Raum ist für die notwendige Umgestaltung bzw. Ausweitung des Querschnitts zu klein. Hier müsste in den Vorgarten eines Privatgrundstücks eingegriffen werden und auch dann wäre eine zusätzliche Lichtsignalanlage erforderlich, um den Verkehr zu regeln. Zwar ist auch der Knoten an der Proskestraße eine Herausforderung, jedoch liegen an dieser Stelle die benötigten Flächen im Besitz der Stadt. Durch kleinere Umbauten und einer Anpassung der bestehenden Ampelanlage könnte – bis zum Bau der Stadtbahn – eine geeignete Übergangslösung geschaffen werden.

Der Holzgartensteg ist zudem ein Schlüsselprojekt der Regensburger Verkehrsplanung. Mit dem Grundsatzbeschluss für ein „fahrradfreundliches Regensburg“ im Januar 2019 verfolgen wir als Verwaltung das Ziel, den Radverkehrsanteil kontinuierlich zu steigern – bis 2030 um 6 Prozentpunkte.

Dazu müssen entsprechende Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden, um das erwartete Radverkehrsaufkommen abwickeln zu können. Daher gilt es – neben der Verbesserung bestehender Wege – neue Routen zu schaffen, die abseits stark befahrener Hauptverkehrsstraßen verlaufen. Diese Forderung steht auch im Fokus des Bürgerbegehrens „Radentscheid-Regensburg“.

Ergebnisse des Planungswettbewerbs

Bei dem im Herbst 2019 asugelobten europaweiten Planungswettbewerb für den Holzgartensteg wurden dreizehn Arbeiten eingereicht.  Am Dienstag und Mittwoch, 21. und 22. Januar 2020, saßen die insgesamt elf Fach- und Sachpreisrichter zusammen, um über die eingegangenen Planungskonzepte zu beraten. Zwölf der dreizehn eingereichten Arbeiten wurden für den Wettbewerb zugelassen. Davon wurde eine Arbeit ausgezeichnet und drei Entwürfe wurden prämiert. Diese drei werden in einer zweiten Überarbeitungsphase weiter bearbeitet.

Tiefbauamt - Holzgartensteg - Entwurf 00005Holzgartensteg - Entwurf 00005 © sbp gmbh – schlaich bergermann partner; terrabiota Landschaftsplaner und Stadtplaner GmbH
Tiefbauamt - Holzgartensteg - Entwurf 00006Holzgartensteg - Entwurf 00006 © CES Ingenieure Novacki; Brengelmann GbR; SUPERARCHITEKTUR Arch. DI Martin Brischnik; freiland Umweltconsulting ZT GmbH
Tiefbauamt - Holzgartensteg - Entwurf 00008Holzgartensteg - Entwurf 00008 © Mayr | Ludescher | Partner Beratende Ingenieure PartGmbB; Lex Kerfers Landschaftsarchitekten und Stadtplaner BDLA; DKFS Architects Ltd.

Allgemeine Informationen

Mit der geplanten neuen Brückenverbindung zwischen Grieser Spitz (Stadtamhof) und Maria-Beer-Platz (Neubaugebiet Holzgartenstraße) soll für Fußgänger und Radfahrer eine attraktive Wegeverbindung vom Regensburger Nordwesten in die Innenstadt entstehen. Erklärtes Ziel ist insbesondere die Förderung des Radverkehrs.

Fakten zum Holzgartensteg

  • Standort: Verbindung zwischen Grieser Spitz und Maria-Beer-Platz
  • Länge: mindestens 110 m (Strecke zwischen den beiden Uferseiten)
  • Nutzbare Breite: ca. 5 m
  • Durchfahrtshöhe (für Schifffahrt): 6,4 m über dem höchsten Schifffahrtswasserstand (ähnlich der Protzenweiherbrücke)
  • Höhenunterschied am Grieser Spitz: 5,8 m

Zeitlicher Horizont:

  • 3. April 2019: Informationsabend im Salzstadel
  • 2019: Sofern die Freigabe des Stadtrats für die Auslobung vorliegt, beginnt der eigentliche Wettbewerb. Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens wird das Planungsbüro beauftragt
  • 2020/21: Erarbeitung der Entwurfs- und Genehmigungsunteralgen und Durchführung der Genehmigungsverfahren
  • 2023: Voraussichtlicher Baubeginn „Holzgartensteg“

Grieser Steg

Auch der Neubau des Grieser Stegs wird derzeit vorbereitet. Ursprünglich als Provisorium in der Nachkriegszeit gebaut, hält er den heutigen Anforderungen – gerade bei Hochwasserereignissen – nur mehr bedingt stand.  Eine Höherlegung ist erforderlich, um das Risiko einer Überflutung der Brücke zu verringern. Eine Machbarkeitsstudie hat untersucht, welche technischen und gestalterischen Spielräume bleiben, wenn beim Neubau die Anforderungen an den Hochwasserschutz umgesetzt werden.

Mit kurzem zeitlichem Versatz zum Wettbewerb Holzgartensteg wird auch für den Grieser Steg ein Wettbewerbsverfahren eingeleitet.