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neunkubikmeter

Kultur - NEUNKUBIKMETER - Das Bild zeigt das Logo des temporären Kunst- und Kulturraums „neunkubikmeter“ – das wort „neun“ senkrecht auf das K des Worts „kubikmeter“ gestellt

Bespielung von „neunkubikmeter“

Der vom Kulturamt der Stadt Regensburg angemietete Schaukasten (Nummer 4) in der Pustetpassage mit den Maßen 2,84 m x 1,925 m x 1,02 m wird zu einem temporären Kunst-, Kultur- und Ideenraum.

Die ganze Welt in „neunkubikmeter“!

Unter diesem Motto werden im Kunst-, Kultur-, und Ideenraum „neunkubikmeter“ Gastkünstlerinnen und –künstler aus aller Welt bis Ende 2026 zu sehen sein. Die „neunkubikmeter“ werden zum Schaukasten für Artist-in-Residence-Künstlerinnen und –künstler und zu einem Ort für kleine Werkschauen oder Künstlergespräche.

Das Kulturamt Regensburg ist bis Ende 2026 Teil des internationalen Projektes „CreArt“, einem Netzwerk aus mittelgroßen europäischen Städten, das Kunst, Kreativität und den Austausch fördert. Das Projekt ermöglicht Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Europa zu Gast in den Partnerstädten zu sein und ihre Projekte zu verwirklichen. Unter dem Motto „Die ganze Welt in neunkubikmeter!“ werden im Kunst-, Kultur-, und Ideenraum „neunkubikmeter“ die Werke der jeweiligen Gastkünstlerinnen und -künstler bis Ende 2026 zu sehen sein.

Zur Fotoausstellung „On the repressed“

Familiengeschichten geprägt von Repression und Willkür

Am 23. Juni 1941 wurde Saienkos Ururgroßvater Petro Rykhlinskyi in Lutsk von Offizieren des sowjetischen "Volkskommissariats des Inneren" (NKWD) aufgrund einer haltlosen Anklage erschossen. In der Ukraine und anderen Ländern gibt es viele solcher Familientragödien – Deportationen, Beschlagnahmung von Eigentum, Verhaftungen und Hinrichtungen, die nie ein Gerichtsverfahren oder Ermittlungen zur Folge hatten.

Eine Fotoausstellung gegen das Vergessen

Die Künstlerin will Geschichten wie diese wieder ins Gedächtnis rufen und sammelte Archivfotos von unterdrückten Personen aus der Ukraine, Litauen, Polen und weiteren Ländern, die Opfer des sowjetischen Regimes wurden. Den Fotografien stellt Saienko Portraits von deren Nachfahren gegenüber, wodurch Diptychen entstehen, die eine Verbindung zwischen den Generationen herstellen. Durch das Abdecken der Archivfotos mit Transparentpapier wird veranschaulicht, wie die Erinnerung an die Geschehnisse mit der Zeit verblasst.

Am Samstag, den 25. Mai 2024 lädt die ukrainische Gastkünstlerin Olesia Saienko um 18 Uhr zur Vernissage ihrer Ausstellung „On the repressed“ ein. Die poetischen, fotografischen Gegenüberstellungen im Schaukasten “neunkubikmeter“ in der Pustetpassage erinnern an die Schicksale der Menschen, die Opfer des sowjetischen Regimes wurden.

Fotografie – Olesia Saienko bei den Vorbereitungen ihrer Fotoausstellung

Über die Künstlerin Olesia Saienko

Olesia Saienko ist Fotografin und visuelle Geschichtenerzählerin aus der ukrainischen Stadt Lwiw und hat einen Masterabschluss in Psychologie. Seit 2017 arbeitet sie als freie Fotojournalistin mit Fokus auf Dokumentar- und Konzeptfotografie. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Spielarten der Dokumentation, Fiktion und Halbwahrheiten in einem postfaktischen Zeitalter. Seit Anfang Mai ist sie für einen Monat im Rahmen des EU-Projekts „CreArt“ zu Gast in Regensburg.