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37. Regensburger Stummfilmwoche: Die „großen Fünf“ zu Juden und Christen

Von 13. bis 22. August 2019 findet wieder die Stummfilmwoche in Regensburg statt. Zum ersten Mal weicht sie von ihrem traditionellen Konzept ab und widmet sich einem thematischen Schwerpunkt. Ausgerichtet am Jahresthema der Stadt Regensburg „Stadt und Gesellschaft“, dessen historischer Anlass das Gedenken an die Vertreibung der Juden 1519 ist, werden fünf Filmwerke aus den frühen 1920er Jahren gezeigt. Darin setzen sich führende europäische Filmemacher mit grundlegenden Fragen der Menschheit in Zeiten des Umbruchs auseinander, so auch dem Zusammenleben von Juden und Christen.

Neu ist dieses Jahr auch, dass es keine Freiluftveranstaltung sein wird, sondern dass die Filme – passend zur thematischen Ausrichtung des aktuellen Jahrgangs – in der Neupfarrkirche und dem Jüdischen Gemeindezentrum gezeigt werden.

Programm und Live-Musik

Die ersten drei Filme werden von 13. bis 15. August in der Neupfarrkirche gezeigt: Am 13. August läuft „Das alte Gesetz“ (rekonstruierte Fassung: 2018; Original: 1923), musikalisch gestaltet vom Jewish Chamber Orchestra Munich. Am 14. August folgt „Nathan der Weise“ (1923), begleitet vom Aljoscha-Zimmermann-Ensemble, und am 15. August „Die Gezeichneten“ (1922), zu dem Rainer J. Hofmann Musik für die Orgel komponiert hat.

Am 21. und 22. August ist die Stummfilmwoche zu Gast im Jüdischen Gemeindezentrum und präsentiert dort zunächst „Die Stadt ohne Juden“ (1924) mit Musik von Vsevolod Pozdejev am Flügel. „Der Golem, und wie er in die Welt kam“ (1920) schließt dann gemeinsam mit dem Aljoscha-Zimmermann-Ensemble die 37. Regensburger Stummfilmwoche ab.

Zusatzprogramm
Als Begleitprogramm zur Stummfilmwoche feiert die Ausstellung „VorBilder. Die Modernisierung des Frauenbildes in den Anfängen des Kinos“, die vom 6. bis 17. August im Donau-Einkaufszentrum (Ausstellungsfläche vor Drogerie Müller) gezeigt wird, die Frauen des frühen Films. Organisiert wird diese Ausstellung von cinEScultura in Kooperation mit der Spanischen Botschaft in Berlin.

Außerdem wird am 18. August um 11 Uhr in der Neupfarrkirche ein Gottesdienst zum Thema „Film und Glaube“ abgehalten und am 25. August eine Exkursion nach München in die Ausstellung „Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge“ im NS-Dokumentationszentrum angeboten. Der Treffpunkt für die Exkursion ist um 9.15 Uhr am Hauptbahnhof-Reisezentrum.

Weitere Informationen

Die Filmvorstellungen starten jeweils um 20 Uhr. Die Vorverkaufsstellen sind: FilmGalerie im Leeren Beutel (ohne VVK-Gebühr), Tourist-Information im Alten Rathaus und online auf www.stummfilmwoche.de (zzgl. VVK-Gebühren). Restkarten gibt es ggf. an der Abendkasse.

Ausführliche Informationen über die Regensburger Stummfilmwoche gibt es unter www.stummfilmwoche.de. Weitere Informationen über das kulturelle Jahresthema 2019 sind zu finden unter www.regensburg.de/kultur.