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Regensburg in 24 Exponaten – Die Ausstellung „Highlights“ im Historischen Museum der Stadt Regensburg

Was haben ein Hungerbrot, ein Minneteppich und das Eingangsschild des ehemaligen Jahnstadions gemeinsam? Sie sind alle Teil der Geschichte Regensburgs. 250.000 Jahre lassen sich in diesem Jahr in einer Sonderausstellung im Historischen Museum am Dachauplatz im Zeitraffer erleben.

Regensburg in 24 Exponaten - Augenvotiv
Dieses Augenpaar aus Wachs stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es ist eine Gabe, mit der man in der Kirche um himmlischen Beistand angesichts einer Augenerkrankung bat. © Museen der Stadt Regensburg, Bilddokumentation Stadt Regensburg

15. Februar 2022

Neben dem Hungerbrot von 1817 werden u. a. eine römische Rüstung, ein astronomisches Lehrgerät aus dem Mittelalter, eine Zuckerzange, eine Riegelhaube, wie sie Damen im 19. Jahrhundert trugen, eine Medaille zum Vorlesungsbeginn an der Universität 1967 sowie eine Theaterkulisse vom Altstadtfest zur Barbara Blomberg gezeigt. In der Sammlung des Historischen Museums Regensburg spiegeln sich insgesamt rund 250.000 Jahre Kulturgeschichte wider. Mit den „Highlights“ präsentieren Dr. Doris Gerstl und Lorenz Burger 24 ausgewählte Objekte, die analog zu Neil MacGregors Projekt der 100 things aus der reichen Kulturgeschichte der Stadt erzählen.

Interessant an den Objekten ist, dass sie sich allesamt mit Themen in Verbindung bringen lassen, die auch heute noch topaktuell sind. Am Hungerbrot aus dem 19. Jahrhundert wird deutlich, dass die Regensburger schon früher Katastrophen bewältigen mussten. Das Modell eines Straßenbahnwagens von 1903 erinnert an die Vergangenheit und verweist auf die Mobilitätsplanung der Stadt Regensburg für die Zukunft. Ein Sargschild der Regensburger Fischer und Schiffer belegt mit der dargestellten Donaufauna die nachhaltige Bewirtschaftung des Flusses im 17. Jahrhundert. Die Statuette des Merkur unterstreicht die Bedeutung von Handel und Wandel. Und Horst Meister verarbeitet in seinem Triptychon Regensburger Passion Ereignisse der 1930-er Jahre.

Bürgerinnen und Bürger sind außerdem eingeladen, an der Neugestaltung des Museums mitzuwirken. Die Sonderausstellung ist auch als Forum dafür angelegt. Ein vielfältiges Begleitprogramm mit Vorträgen und Diskussionen startet Ende Februar. Die Ausstellung selbst läuft bis Ende 2022 zu den regulären Öffnungszeiten des Historischen Museums.