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Inklusionsbeirat

Der Beirat arbeitet zur Förderung der Belange von Menschen mit Behinderung und der von Behinderung bedrohten Menschen

Der Inklusionsbeirat ist die Interessenvertretung aller Menschen mit Behinderung und der von Behinderung bedrohten Menschen in der Stadt Regensburg. Gegründet wurde er 1981 als Behindertenbeirat der Stadt Regensburg. Im Jahre 2002 erfolgte die Umbenennung in Beirat für Menschen mit Behinderung, um den Fokus mehr auf den Menschen als solches zu legen und die Behinderung lediglich als eine weitere Eigenschaft eines Menschen zu sehen.

Der Beirat arbeitet zur Förderung der Belange von Menschen mit Behinderung und der von Behinderung bedrohten Menschen mit den freien und öffentlichen Trägern der Behindertenhilfe sowie mit allen Behörden, Organisationen und Einrichtungen, die sich mit den Planungen und Maßnahmen für Behinderte befassen, zusammen. Er gibt Anregungen und Empfehlungen auf dem Gebiet der Behindertenhilfe und steht als sachverständiges Gremium der Stadtverwaltung zur Seite.

Zweck des Inklusionsbeirates ist es mitzuwirken, die gleichberechtigten Teilhabemöglichkeiten aller Menschen mit Behinderung und der von Behinderung bedrohten Menschen in der Stadt Regensburg zu verbessern und das gesellschaftliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern (Inklusion).

Der Beirat besteht aus dem Plenum und dem Inklusionsausschuss. Das Plenum ist ein ständiges Gremium, welches sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen, Verbände, Institutionen und Behörden zusammensetzt, die sich mit Fragen der Behindertenhilfe befassen, und die auf dem Stadtgebiet Regensburg tätig sind. Mindestens einmal im Jahr findet eine öffentliche Sitzung des Plenums statt. Den Vorsitz des Beirates und damit auch der Sitzung führt laut Geschäftsordnung der Oberbürgermeister bzw. die Oberbürgermeisterin.

Der Inklusionsbeirat fungiert als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bürgern und stellt sicher, dass die Anliegen der Menschen mit Behinderung gehört und nach Möglichkeit verwirklicht werden.

Der Inklusionsausschuss der Stadt Regensburg

Für die Dauer von drei Jahren wählt das Plenum sieben ihrer Mitglieder in den Inklusionsausschuss. Zusätzliches und nicht stimmberechtigtes Mitglied des Ausschusses ist der / die Inklusionsbeauftragte der Stadt Regensburg, bei dem / der die Geschäftsstelle angesiedelt ist. In der aktuellen Wahlperiode 2018 bis 2020 setzt sich der Inklusionsausschuss wie folgt zusammen:

  • „Irren ist menschlich e. V.“, Klaus Nuißl
  • Sportgemeinschaft Behinderter und Nichtbehinderter e.V., Florian Stangl
  • „Phönix e. V.“, Lisa Fink
  • „Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V.“, Konrad Kett
  • „Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.“, Bezirksgruppe Oberpfalz, Tanja Knappe
  • „Schwerhörigenverein Regensburg e.V.“, Eleonore Brendel
  • „Inklusionszirkel Bildung“, Christiane Kiefer.

Aus der Mitte des Inklusionsausausschusses wird ein/e Sprecher /-in und eine Stellvertretung gewählt, der / die das Gremium nach außen vertritt und dessen Beschlüsse im Einvernehmen mit dem/r Oberbürgermeister/-in in die Tat umsetzt. Zum Sprecher des amtierenden Ausschusses wurde Florian Stangl gewählt, zu dessen Stellvertreterin Lisa Fink.

Etwa alle zwei Monate halten die Mitglieder des Inklusionsausschusses Sitzungen ab, in denen sie sich nicht nur für große Projekte, sondern auch für die Beseitigung vieler kleinerer Missstände in Regensburg einsetzen. So begleitet und berät das Gremium die Stadt unter anderem bei Bauvorhaben. Die Mitglieder des Gremiums sind fast ausschließlich Experten in eigener Sache, die die Belange aller Menschen mit Behinderung in der Domstadt vertreten.

Auch Anregungen aus der Bevölkerung oder von Vereinen und Verbänden, wo in der Stadt Verbesserungen für Menschen mit Behinderung notwendig wären oder welche Themen im Ausschuss behandelt werden sollten, sind dabei jederzeit herzlich willkommen. 

Erfolgreich beteiligt war der Ausschuss etwa bei:

  • den Planungen zur Arena Regensburg
  • den Planungen und der Umsetzung der Barrierefreiheit innerhalb des marinaforums
  • Schulneubauprojekten, wie der Grundschule in Prüfening
  • der Altstadtsanierung durch Auswahl der Oberflächenbelege, um gleichermaßen mobilitätseingeschränkten Personen durch die Verwendung von glatt gesägtem, kleinteiligem und eng verfugtem Pflaster optimale Bedingungen im historischen Kontext bieten zu können. Und gleichzeitig durch die Verwendung von anders farbigen und anders formatigen Steinen für die Regenabflussrinnen seheingeschränkten oder blinden Menschen eine Orientierungshilfe durch die Altstadt zu bieten.
Inklusion - Altsttadtsanierung - Pflaster