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Kulturelles Jahresthema 2022 „Zwischentöne“

Zwischentöne begegnen uns in vielen Bereichen, bewusst oder unbewusst. Viele denken bei dem Begriff spontan an die akustische Welt der Klänge, dabei kennt die Musik in ihrem theoretischen Tongebilde dieses Konstrukt nicht. Wir bewegen uns mit Zwischentönen im bunten Kosmos der Farbenlehre: Zwischentöne sind Tertiärfarben, unspektakulär und manchmal langweilig. Aber gerade die Nuancen zwischen den kräftigen Farben bereichern unsere farbige Umwelt. Diese Abstufungen und Schattierungen stellen stets einen Zwischenzustand dar. Diese Transformation ist auch ein Begriff unserer Gegenwart, die sich in vielen Zwischentönen abzeichnet. 

Im übertragenen Sinn meinen wir mit Zwischentönen eine Botschaft, die nicht direkt ausgesprochen oder übermittelt wird, sondern mehr oder weniger zwischen den Zeilen steht. Also leise und zart anklingt und deshalb leicht zu überhören ist. Und doch ist es oft die Bedeutungsschwere der Zwischentöne, die uns aufhorchen lässt. Gerade aktuell durch die Dynamik der Corona-Pandemie merken wir, wie schmerzlich uns der unmittelbare Austausch fehlt, weil der digitale Raum die Zwischentöne verschluckt. 

Das sind nur einige wenige Beispiele und Denkansätze, wie das neue Jahresthema interpretiert werden kann und welche möglichen Fragestellungen künstlerisch aufgegriffen werden können. Unserem Aufruf für die Einreichung von Projektideen sind im Herbst wieder zahlreiche Kulturschaffende, Institutionen und Vereine gefolgt und haben viele tolle Vorschläge eingereicht. Wir dürfen uns deshalb auch in diesem Jahr auf Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Vorträge und Führungen sowie interaktive Projekte und einige außergewöhnliche und branchenübergreifende Formate freuen. 

Die inzwischen fest etablierten Wettbewerbe in den Bereichen Fotografie und Komposition gehen in die nächste Runde und werden um einen Schreibwettbewerb für junge Autorinnen und Autoren ergänzt. Die über Regensburg hinaus bekannten Festivals wie die Internationale Kurzfilmwoche, cinEScultura oder das Transit Filmfest beteiligen sich mit eigens für das Jahresthema konzipierten Beiträgen. Auch der musikalische Bereich ist diesmal stark vertreten: Vom Kammermusikfestival Regensburg über das Festival zeitgenössischer Musik vom Unternehmen Gegenwart bis zu den Zwischentönen in der Musik der Renaissance ist für jede Musikliebhaberin und jeden Musikliebhaber sicherlich etwas dabei. Aber auch Projekte aus den Bereichen Zero Waste, Improtheater, Friedhofskultur oder Kunst und Autismus gehören zum Programm und zeigen die ganze Bandbreite auf. 

Kulturelle Jahresthemen

Seit zwanzig Jahren ist das Konzept der Jahresthemen fester Bestandteil der Kulturarbeit der Stadt Regensburg. Lokale Kulturakteure, Einrichtungen und Institutionen füllen das ausgewählte Thema jedes Jahr durch ihre Ideen, Projekte und Veranstaltungen mit Leben.


Projekte und Veranstaltungen

Vortragsreihe zum Jahresthema
Juli bis Oktober

Auch im Jahr 2022 wird eine öffentliche Vortragsreihe zum aktuellen Jahresthema angeboten. Die Vortragsreihe steht unter dem Motto „Zwischen den Zeiten: Umbrüche und Übergänge in der Geschichte Regensburgs“ und wird vom Kulturreferat der Stadt Regensburg in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg organisiert. Referenten aus verschiedenen Disziplinen beschäftigen sich im Rahmen von vier Vorträgen mit bedeutenden Umbrüchen in der Geschichte der Stadt Regensburg und deren Auswirkungen auf die weitere historische Entwicklung.

Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 19 Uhr im Großen Runtingersaal (Runtingerhaus, Keplerstraße 1, 93047 Regensburg) statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

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Kultur - Zwischentöne - Barcode quer

Fotowettbewerb „Zwischentöne"
Abgeschlossen!

Nach dem großen Interesse in den letzten Jahren veranstaltete das Kulturamt auch in diesem Jahr einen Fotowettbewerb zum aktuellen Jahresthema. Gesucht wurden Fotos, die sich im weitesten Sinne mit dem Thema „Zwischentöne“ auseinandersetzen.
Mit „Zwischentönen“ können nicht nur dezente Farbschattierungen zwischen kräftigen Primärfarben gemeint sein, sondern auch feine Nuancen und indirekte Botschaften, die sich oft zwischen den Zeilen verstecken: im Alltag, in Literatur und Film oder in den großen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit. Wie das Thema künstlerisch umgesetzt wird und welche Perspektiven dabei eingenommen werden, blieb der Kreativität der Fotografinnen und Fotografen überlassen.

Die von einer Jury ausgewählten besten 25 – 30 Bilder werden in einer Ausstellung gezeigt. Die Eröffnung der Ausstellung und die Preisverleihung werden am 10.10.2022 im Donau-Einkaufszentrum Regensburg stattfinden.
Ausstellungsdauer: 11.10.–22.10.2022

Kunstprojekt „Unendlich still“
10.05. – 30.09.2022
Evangelischer Zentralfriedhof, Friedenstraße 12
Künstlerinnengespräch mit Sabine Straub: 21.07.2022, 18.30 Uhr, Treffpunkt Café Vielfalt, Friedenstraße 12

Im Rahmen des kulturellen Jahresthemas der Stadt Regensburg „Zwischentöne“ will das Projekt „Unendlich still“ durch die Verbindung einer historisch gewachsenen Friedhofskultur mit zeitgenössischer Kunst neue Zugänge zu den Themen Tod und Friedhof ermöglichen.

Sinnlich wahrnehmbare Signale sollen gesetzt werden, um den Ort der Toten würdig mit Leben zu erfüllen. Die künstlerischen Interventionen greifen an verschiedenen Orten des Friedhofs vielfältige historische Motive auf und spielen mit unterschiedlichen Materialien, Ausformungen und Ausdrucksweisen.

Künstlerinnen und Künstler: Ursula Achternkamp, Madeleine Dietz, Gerhard Fauser, Jan Kuck, Birgit Ramsauer, Pirko Julia Schröder und Sabine Straub

Anlass dieses Projekts, welches in Kooperation mit dem Kunstreferat der ELKB stattfindet, ist die Präsentation der 2021 veröffentlichten Publikation Hübner / Raschzok (Hg.) „Evangelische Friedhöfe in Bayern“ an sechs ausgewählten Orten in Bayern. Im Mittelpunkt steht der evangelische Friedhof als Gestaltungsraum, Dialogfeld und Ort der Erinnerungskultur. Dem EZF Regensburg ist hier ein eigenes Kapitel gewidmet.

Führungen:
12.05.2022, 18.30 Uhr
06.08.2022, 09.30 Uhr
Tag des offenen Denkmals – 11.09.2022, 14 Uhr
Treffpunkt jeweils am Café Vielfalt, Friedenstraße 12

www.donaudekanat.de

Kultur – Projekt Heike Czerner

Projekt: Unübersehbare Zwischentöne
26.07. – 09.09.2022 Stadtbücherei am Haidplatz, W1 - Zentrum für Junge Kultur und Litfaßsäule am Arnulfsplatz

Im Rahmen des Kulturellen Jahresthema 2022 – mit dem Titel „Zwischentöne“ – hat Heike Czerner sieben Schülerinnen des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums Regensburg eingeladen, ihr Ihre Meinung über die Pandemie zu erzählen. In den letzten zwei Jahren wurden sie mit vielen Bedingungen und Anforderungen konfrontiert, denen sie sich wortlos hingeben mussten. Heike Czerner interessierten ihre Geschichten und sie bat sie, das Erlebte in Worte zu fassen und diese als visuelle Statements in Form eines typografischen Plakats darzustellen. Innerhalb eines 4 x 90minütigen Workshops haben sie sich lebhaft ausgetauscht und miteinander diskutiert, bis sie ihre wagen Gefühle in einen komprimierten Satz in den Händen hielten. Dieses Statement haben sie gestalterisch in Form gebracht und auf einer Plakatfläche inszeniert. Dazu begleitend haben die Schülerinnen ihre persönlichen Gedanken zum Prozessverlauf verfasst. Die Offenheit und die Dynamik in der Zusammenarbeit mit den jungen Frauen hat Heike Czerner vor Augen geführt, wie wichtig es ist, sich zu äußern und Gefühlen eine Form zu geben. Sie sind nur eine Stimmprobe der unzähligen Schüler und Schülerinnen in Regensburg. Aber die Zwischentöne sind unüberhörbar. Wichtig für das Projekt war, die Plakate nicht „nur gemacht“ zu haben, sondern sie in den städtischen Raum zu bringen. Dort werden sie für jeden sichtbar und erlebbar und wollen zum Austausch und zur Diskussion anregen.

Heike Czerner ist Kommunikationsdesignerin mit einem eigenen Studio in Regensburg und Mutter einer 6jährigen Tochter. Neben der beruflichen Tätigkeit, unterrichtete sie lange Jahre Studenten der Fakultäten für Gestaltung in Würzburg und München und der Fakultät Architektur in Regensburg.

Jazzfestival „Zwischentöne“
06. & 07.09.2022, jeweils 17 und 19.30 Uhr
Innenhof Thon Dittmer Palais, Haidplatz 8

06.09.2022 
17 Uhr
Kammerjazz Kollektiv, Jazz-Kompositionen im klassischen Klanggewand
Eintritt frei
19.30 Uhr
Markus Stockhausen Group, Spielfreude und meisterliches Können; Gewinner des deutschen Jazzpreises 2021 als bester Blechbläser
Tickets hier

07.09.2022 
17 Uhr
Heinz Grobmeier & Friends, sphärische Sounds und Improvisationen
Eintritt frei
19.30 Uhr
Jakob Brio Trio feat. Joey Baron & Anders Christensen, zurück zum reinen Klang - Stilmixturen zwischen Jazz, Rock, Blues und Minimal Music
Tickets hier

Kultur - Oliver Machander

Führung „Zwischentöne“
11.09.2022, 15 Uhr
Altstadt Regensburg, Treffpunkt: Alter Kornmarkt / Ecke Herzogshof

Zwischentöne! – Unterschiedliche historische Ereignisse haben leise und laute Töne in der Symphonie der Regensburger Stadtgeschichte hinterlassen. Begeben Sie sich auf eine Spurensuche über drei außergewöhnliche „Epochen-Brüche“, die noch heute in der Stadt nachklingen.

Hören Sie vom Weggang der Römer und dem Zusammenwachsen verschiedener Volksgruppen zu den Bajuwaren. Seien Sie ganz Ohr für die „bayerischen“ Hoffnungen auf die Einverleibung der verarmten Reichsstadt im Jahre 1486, die mit einem Paukenschlag des Kaisers Friedrich endeten. Lauschen Sie den Beschlüssen des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 und dessen Folgen.

Die historischen Ausführungen werden mit bayerischen Lebensweisheiten aus dem Reich der Mären untermalt. Geschmeidig, witzig, derb – typisch bayerisch.

Der bekannte Oberpfälzer Märchenerzähler Oliver Machander und die Gästeführerin und Historikerin Ulrike Unger, laden Alt & Jung ein, bei einem bayrisch-unterhaltsamen und geschichtsträchtigen Spaziergang durch die Altstadt von Regensburg, mit dabei zu sein.

Wegen der eingeschränkten Personenzahl ist eine Anmeldung unter ZWQuZ3J1YnNuZWdlciRsYXRyb3BydXRsdWs= erforderlich.

www.nanu-maerchen.de

Lesung: Dialog in der Literatur
16.09.2022, 19 Uhr
Literaturcafé, Spiegelgasse 8

„Ich will das, was sie hatte!“ Wer kennt nicht den Kommentar zu einem der berühmtesten Dialoge der Filmgeschichte? (in „Harry und Sally“) 

Das Literaturcafe veranstaltet zum diesjährigen Stadtthema: „Zwischentöne“ einen Abend, der sich dem Dialog widmet, den Tönen zwischen zwei Menschen: Töne jeglicher Färbung, seien sie liebevoll, zornig oder gelassen.
Jeder Dialog hat zudem seine eigenen Noten, folgt seinen eigenen Regeln: manchmal wird in einer speziellen (Jugend oder Liebes-) Sprache gesprochen, manchmal werden nichtssagende Floskeln ausgetauscht, dann wieder gibt es keinen realen Dialogpartner. Der Einsame spricht nur mit sich selbst. 
Guido Frei und Thyra Thorn zitieren Beispiele aus der internationalen Literatur, Jürgen Härtl führt musikalisch durch den Abend.

Literaturcafé

Kultur - Zwischentöne

Vortrag: Zwischen uns
17.09.2022,  14 bis 15:30 Uhr
Großer Runtingersaal, Keplerstraße 1

Bilder erzählen Geschichten. Manche ziehen uns besonders in den Bann und scheinen eine „Seele“ zu haben. Sie sind mehr als die bloße Abbildung einer Szene. Aber wie kommt diese Seele ins Bild? Wir von Eichhorn Creative Studio möchten euch auf eine Entdeckungsreise mitnehmen, um eine Antwort auf diese Frage zu finden.
Im Rahmen einer Vorführung geben wir einen Blick hinter die Kulissen unserer Photographie. Wir zeigen ausgewählte Momente, die sonst nur für den Photographen direkt erlebbar sind, insbesondere unsere umfangreiche Arbeit mit historischen Kameras und Prozessen für die Erstellung von Unikaten.

Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

www.eichhorn-creativestudio.de

Regensburger Kompositionswettbewerb 2022: „Zwischentöne“
Abschlusskonzert: 18.09.2022, 18 Uhr
Dreieinigkeitskirche, Am Ölberg 1

Bereits zum fünften Mal in Folge wurde der Regensburger Kompositionswettbewerb vom Verein zur Förderung zeitgenössischer Musik "Unternehmen Gegenwart“ ausgeschrieben. Auch diesmal steht der Wettbewerb unter dem gegenwartsbezogenen Jahresthema des Kulturreferats der Stadt Regensburg, das heuer „Zwischentöne“ lautet.

Nach intensiven Beratungen der Jury, bestehend aus Yuki Kasai und Bridget MacRae (beide vom Münchner Kammerorchester), Kaoko Amano (Ensemble Platypus), Benedikt Wiedmann und Christoph Pickelmann (beide vom Kammermusikfestival Regensburg) sowie Tomasz Skweres, Jakob Steiner und Christoph Schäfer (vom Verein Unternehmen Gegenwart), stehen nun die drei Finalisten fest.

Es handelt sich um Dimou Stylianos (Griechenland) mit seinem eingesendeten Werk „Enigma’s ‚I‘: Away from (Anit)“, Martín Letelier (Chile/Deutschland) mit „Ya no van a haber robots“ und Andreas Bäuml (Deutschland) mit „Insomnia“. Alle drei Finalisten werden im nächsten Schritt jeweils ein neues Werk für Regensburg komponieren, passend zum kulturellen Jahresthema sowie zur Besetzung der Uraufführung für Streichorchester und Sopran. Aufgeführt werden die Werke erstmals im Rahmen des Regensburger Kammermusikfestivals am Sonntag, den 18. September 2022. Die Sopranpartie übernimmt die versierte Kaoko Amano aus Wien.

Weitere Informationen: www.unternehmengegenwart.com/kompositionswettbewerb

Kultur - Valentin Goppel

Ausstellung „Zwischen den Jahren“ von Valentin Goppel
23.09. – 23.10.2022, Do und Fr: 16 bis 18 Uhr, Sa und So: 12 bis 14 Uhr
Vernissage: Do, 22.09.2022, 19 Uhr
Neuer Kunstverein Regensburg e. V., Schwanenplatz 4

Seit Neujahr 2021 fotografiert Valentin Goppel den Alltag seiner Generation in Zeiten von Corona. Wie fühlt es sich an, wenn das Leben gerade so richtig losgehen soll und plötzlich drückt jemand auf Stopp?
Jugend bedeutet Schwebezustand. Jugend bedeutet noch nicht zu wissen, wo man sich festhält, wenn alles wackelt. Corona hat mich durchgeschüttelt.
Der Lockdown zog mir den Boden unter den Füßen weg und brachte ans Licht, was ich sorgfältig darunter versteckt hatte. Kein fester Boden, nur ein betäubender Schwebezustand. Es dauerte einige Zeit, bis ich merkte, dass ich nicht allein war. Genau wie ich verloren viele meiner Freunde ihre tröstenden Ablenkungen. Unsere inneren Konflikte bekamen endlich den Raum, den sie verdienten. Ich zog in ihre WGs ein, fotografierte sie beim Kiffen und beim Mittagessen mit ihren Eltern. Und irgendwo dazwischen begannen wir zu verstehen, dass Corona ein Katalysator für unsere Orientierungslosigkeit ist. Vor der Pandemie wies einer von zehn Jugendlichen Symptome von Depressionen auf. Am Ende des ersten Lockdowns war es einer von vier. Es ist erstaunlich, wie ähnlich es mir und meinen Freunden in den letzten zwei Jahren ergangen ist. Und doch fühlten wir uns alle so allein. 

www.valentingoppel.com

Ausstellung: „Zwischen Tischen“ 
01. – 08.10.2022
Vernissage: 30.09.2022, 19 Uhr
KunstvereinGRAZ, Obere Bachgasse 19

Stilllife trifft Storytelling. Business meets Kultur. Eine Werbetexterin trifft auf eine Produktfotografin. Und aus einem Stilllife wird eine Geschichte. Oder mehrere. 

Normalerweise geht es in der klassischen Produkt- und Werbefotografie darum, ein Objekt bestmöglich zu inszenieren: Die Bildkonzeption ordnet sich dem Produkt, der Zielgruppe und dem Verkaufszweck unter. Ähnliches gilt für die Arbeit einer Werbetexterin. Was aber passiert, wenn man ein Stilllife ohne Kundenauftrag Geschichten provozieren lässt? Wenn eine Texterin das fertige Bild spielerisch als Trigger für ihr Storytelling nimmt? Das Ausstellungprojekt „Zwischen Tischen“, das die Produktfotografin Ines Häberlein und die Werbetexterin Priska Pytlik ab dem 30. September für eine Woche im KunstvereinGRAZ in der Regensburger Altstadt zeigen, erfreut sich genussvoll an der kreativen Energie, die zwischen beiden „Arbeitstischen“, zwischen Stilllife-Fotoshooting und Storytelling im Kurzformat entsteht. Jede Fotografie gewinnt durch den zur Seite gestellten Text. Und umgekehrt. Dieses Aufeinandertreffen von Bild und Text eröffnet neue und überraschende Bedeutungen, Stimmungen, Interpretationen. Wenn dann noch das Publikum betrachtend zwischen die Tische tritt, jemand die Texte laut liest und neu intoniert (auf der Vernissage), kann daraus ein spielerisch die Sinne anregender Abend werden.

www.kunstvereingraz.de

Kultur – Pürkelgut

Kombinierte Stadtexkursion durch das Süd-Ost-Viertel
08.10.2022, Abfahrt um 15 Uhr
Treffpunkt: Bushaltestelle Krankenhaus St. Josef, Landshuter Straße 

Das Süd-Ost-Viertel Regensburgs (Kasernen-Galgenberg) zwischen der Eisenbahn im Norden und der A3 im Süden erlebt in den letzten zwei Jahrzehnten große Veränderungen, an denen sich der Bürgerverein Süd-Ost e. V. (BÜSO) aktiv beteiligte.
Bei einer kombinierten Stadtexkursion geht es um die großen Zusammenhänge und Veränderungen in diesen zwei sehr verschiedenen Stadtteilen, die mittlerweile über 25.000 Bewohnerinnen und Bewohner haben.
Die Exkursion startet mit einer einstündigen Rundfahrt mit dem Bus durch das Galgenberg- und Kasernenviertel. Zu sehen sind unter anderem die ehemaligen Kasernen-, Industrie- und Dienstleistungsareale, die neu entstandenen und im Bau befindlichen Wohngebiete, TechBase, die Universität, das Ankerzentrum, der Brixenpark, das Pürkelgutgelände und vieles mehr. Im zweiten Teil geht es ca. eine Stunde zu Fuß vom Krankenhaus St. Josef bis zur St. Antonkirche, um hier einen genaueren Blick auf die historischen Veränderungen und Entwicklungen seit Ende des 19. Jahrhunderts zu werfen. Dazu gibt es eine ausgewogene Menge an Zahlen, Daten und eine witzige Kurzgeschichte aus der vermeintlich guten alten Zeit in den 1960er Jahren. Offizielles Ende ist gegen 17 Uhr, danach gibt es ein lockeres Beisammensein in einer Gaststätte. 
Die Exkursion wird kostenlos angeboten. Die Teilnehmerzahl ist auf 35 Personen beschränkt, deshalb ist eine Anmeldung per E-Mail an ZWQuZ3J1YnNuZWdlci1vc2V1YiRvZm5p erforderlich.

www.bueso-regensburg.de

Führung: Archäologie zwischen (Bau-)Geschichte und Denkmalpflege
15.10. und 19.11.2022, jeweils 14.15 Uhr bis 15.30 Uhr, Treffpunkt: Vor dem Anwesen, Auergasse 10
Referentin: Alexandra Berg M.A., Archäologin und Kulturmanagerin

Eine Führung ohne musikalische Einlage, aber mit „Zwischentönen“ der Archäologie, die es wert sind, gehört zu werden.
Hier werden ihnen Funde aus Grabungen gezeigt und (Bau-)Geschichte und Denkmalpflege des Hauses in einem Rundgang durch das Anwesen vermittelt – mit einem Exkurs in die Zeit von Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis.
Sie bekommen an einem Ort geballte 1800 Jahre Kulturgeschichte präsentiert: Von der römischen Zivilsiedlung am Donaulimes bis zur heutigen Nutzung des Klösterls als Tagungssaal der Regierung der Oberpfalz.
Erkunden Sie Glücksfälle an archäologischen Funden, die weitreichende Ergebnisse zu Handelsbeziehungen, Ernährungsgewohnheiten, Gesundheitszuständen oder auch zur römischen/mittelalterlichen Wohnkultur u.v.m. liefern.
Die Führung gewährt seltene Einblicke in das Anwesen Auergasse 10, einem bedeutenden Teil des Regensburger Welterbeensembles, das heute von der Regierung der Oberpfalz genutzt wird.
Einschließlich der Kostprobe eines Römertrunks

Weitere Informationen und Anmeldung ab September unter: www.vhs-regensburg.de/programm/gesellschaft/