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Start der Jazzfest Fridays des Bayerischen Jazzweekends: 17. Juli 2020

Einen intimen Einstieg in die Livestreams bei den Jazzfest Fridays verspricht am 17. Juli 2020 um 18 Uhr der junge Gitarrist Philipp Schiepeck aus München. 2019 gefeiert für sein Debüt-Album „Golem Dance“ als Bandleader und Komponist, stellt er als Solist unter Beweis, dass er in seiner genreübergreifenden Konzentration auf das Wesentliche versteht, auch aus der Ferne zu berühren.

Auf ihn folgt Izabella Effenberg, eine auch schon beim Bayerischen Jazzweekend gefeierte Multi-Instrumentalistin. Die Polin hat schon vor vielen Jahren Nürnberg als Wahlheimat auserkoren. Sie versteht es meisterhaft, auf ihren Touren durch ganz Europa komplementäre Talente zu erkennen und sie in neue, gemeinsame Projekte einzubinden.

Bei den Jazzfest Fridays stellt die Musikerin ab 19.15 Uhr im „Alone-T(w)ogether“-Vorspann zu ihrem aktuellen Projekt „Impressions of Colour“ zwei neue Kollaborateure zunächst im musikalischen Dialog vor. Das Publikum darf sich bei Izabella Effenberg und Anton Mangold auf den seltenen Zusammenklang von Array Mbira und Harfe freuen. Mit der in der Schweiz geborenen jungen Sängerin Yumi Ito, die extra aus Basel anreist, und schon selbst eine gestandene Bandleaderin ist, bündelt sie die individuellen Stärken zu einem scheinbar fragilen Gespinst, das sich bei genauerer Betrachtung als Kraftpaket erweist.

Wenn dann noch der bekannte fränkische Pianist Jochen Pfister und der spanische Schlagzeuger und Perkussionist Iago Fernández das Quintett vervollständigen, spielen sich ab 19.45 Uhr fünf Vollblutmusiker an deutlich mehr Instrumenten die Bälle über alle vermeintlichen Barrieren hinweg zu. 

Wer sich für die Musikalität des Harfenisten Anton Mangold begeistert, wird ab 21 Uhr staunen, wenn er als Saxophonist mit seiner eigenen Formation ganz andere Töne anschlägt. Die energetische Dichte seines Quartetts AMQ entsteht aus dem packenden Zusammenspiel von Pianist Valentin Findling, Bassist Theodor Spannagel und Schlagzeuger Zhitong Xu.

Sobald die vier Freunde die Bühne mit ihrem Spiel füllen, entsteht vor dem inneren Auge das Bild von vier Musketieren, die ihre Klingen kreuzen und dann mit einem „Alle für einen, einer für alle“-Schub gewitzt und energiegeladen aus jeder Melodie Unerwartetes kitzeln. Ein musikalisches Abenteuer für alle, die sich nach Musik mitten aus dem Leben sehnen.

Jazzfest Fridays – eine Entdeckungsreise

Die Stadt Regensburg als Veranstalter und das Bayerische Jazzinstitut als Intendanz laden ein, auch bei den Jazzfest Fridays mit dem Jazz auf Entdeckungsreise zu gehen. Schon die ersten Formationen beweisen: Der Grenzgang zwischen Traditionsbewusstsein und Innovation, zwischen vertrauten Tönen und neuen Konstellationen kann beglückend wirken – wenn man sich nur darauf einlässt.

Die Organisatoren laden dazu ein, das Projekt an diesem und den darauf folgenden sieben Jazzfest Fridays auf einer immer neuen Entdeckungsreise in virtuelle Gefilde zu begleiten, in der die Musikerinnen und Musiker des Bayerischen Jazzweekends beweisen, dass gerade in Krisenzeiten die Kunst der Improvisation ein Garant für Einzigartigkeit ist – ganz egal auf welcher Plattform sie sich präsentiert.

In diesem Sinne gilt ein großer Dank den wunderbaren Musikerinnen und Musikern, die das Projekt „Jazzfest Fridays“ mit Können und Gemeinschaftssinn aus der Taufe heben. Die Organisatoren wünschen allen Interessierten und dem Publikum in aller Welt offene Ohren, offene Herzen und sichtliches Vergnügen am gemeinsamen Erleben.