Lügen über meine Mutter

Fotografie – Schauspielstudierende auf der Bühne © Werner Hofbauer

Szenische Lesung „Lügen über meine Mutter“ im Rahmen der Aktion „Regensburg liest ein Buch“ 

In den Wochen zwischen dem 23. Februar und 15. März 2026 dreht sich in Regensburg alles um das Buch „Lügen über meine Mutter“ von Daniela Dröscher. Das Buch wird im Rahmen der Aktion „Regensburg liest ein Buch“ gelesen, gespielt, künstlerisch interpretiert und zum Anlass für Ausstellungen, Performances, Vorträge und Diskussionsrunden. 

Auch Schauspielstudierende der Akademie für Darstellende Kunst Bayern (ADK) haben sich im Rahmen des Unterrichtsfaches Textgestaltung mit dem Roman auseinandergesetzt. Entstanden ist eine szenische Lesung, die die Zuschauenden nicht nur in die Familiengeschichte der Protagonistin Ela führt, sondern auch in die Welt der 1980er Jahre. 

Eine unterhaltsame und vielschichtige Collage 

Das Publikum erwartet eine unterhaltsame und vielschichtige Collage, die verschiedene Aspekte des Buches aufgreift: Familiengeschichte, Zeitgeschichte, Feminismus, Bodyshaming und vieles mehr. Auch Fragen der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, die beim Lesen des Buches und in den Gesprächen darüber entstanden sind, finden darin ihren Platz. 

Die Aufführungstermine sind am Donnerstag, den 26. Februar 2026 um 10 Uhr sowie am Freitag und Samstag, 27. und 28. Februar 2026 jeweils um 19 Uhr im Akademietheater Regensburg (Kreuzgasse 5). Beim Termin am 26. Februar findet die szenische Lesung in Anwesenheit der Autorin statt und anschließend wird dazu ein Werkstattgespräch angeboten. 

Über das Buch 

Daniela Dröscher erzählt vom Aufwachsen in einer Familie, in der ein Thema alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter. Ist diese schöne, eigenwillige, unberechenbare Frau zu dick? Muss sie dringend abnehmen? Ja, das muss sie – entscheidet ihr Ehemann. Und die Mutter ist diesem Urteil Tag für Tag ausgesetzt. 

„Lügen über meine Mutter“ ist zweierlei zugleich: die Erzählung einer Kindheit im Hunsrück der 1980er Jahre, die zunehmend von der fixen Idee des Vaters bestimmt wird, das Übergewicht seiner Frau sei verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt – die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Und es ist die Befragung des Geschehens aus heutiger Perspektive: Was ist damals wirklich passiert? Was wurde verheimlicht, worüber wurde gelogen? Und was sagt uns das über den größeren Zusammenhang – über eine Gesellschaft, die ständig auf uns einwirkt, ob wir wollen oder nicht? 

Weitere Informationen 

Die Tickets für die szenische Lesung kosten 12 Euro und können online unter www.okticket.de sowie an zahlreichen Vorverkaufsstellen erworben werden.

Weitere Informationen über die szenische Lesung finden Sie unter folgenden Link.

Das Projekt findet im Rahmen des kulturellen Jahresthemas 2026 „Fingerspitzengefühl“ statt und wird von der Stadt Regensburg finanziell unterstützt.