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„Möglichst schnell möglichst viele Menschen vor dem Virus schützen“

Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer äußert sich zum aktuellen Stand der Corona-Schutzimpfungen und der weiteren Impfstrategie der Stadt.

Porträt Gertrud Maltz-Schwarzfischer - quer
Gertrud Maltz-Schwarzfischer © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Seit einem Jahr bestimmt das Coronavirus weite Teile unseres Lebens. Ein anstrengendes Jahr voller Unsicherheit und Einschränkungen, das viele Menschen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht hat. Aber auch ein Jahr, in dem wir viel Solidarität und Zusammenhalt erleben durften. Ich denke zum Beispiel an die überwältigende Beteiligung bei unserer Aktion „Regensburg hilft – Nachbarschaftshilfe gegen Corona“, und ich danke allen sehr herzlich, die sich hier und an anderer Stelle für andere einsetzen und dafür sorgen, dass wir so gut wie möglich durch diese Pandemie kommen.

Hoffnung auf wirkliche Normalität versprechen jedenfalls die Impfungen. Ich bin sehr froh, dass deren Entwicklung so schnell gegangen ist, und dass wir auch in Regensburg seit dem 27. Dezember gegen das Coronavirus impfen können. Natürlich hat sich die bisherige Impfstoff-Knappheit auch bei uns bemerkbar gemacht. Weil wir deutlich weniger Impfdosen bekommen haben, als ursprünglich zugesagt worden waren, mussten Termine abgesagt oder verschoben werden, was bei den Betroffenen verständlicherweise zu Verunsicherung und Frust geführt hat. Auch was die Reihenfolge der Impfungen angeht, gab es immer wieder öffentliche Diskussionen. Die Stadt Regensburg geht hier streng nach der entsprechenden Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums vor, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut aufbaut. Mittlerweile sind alle 35 Senioren- und Pflegeeinrichtungen in Regensburg mit Erstimpfungen versorgt, die Zweitimpfungen stehen kurz vor dem Abschluss. Von den über-achtzigjährigen Regensburgerinnen und Regensburgern, die nicht in einer Einrichtung leben, haben 1.574 eine Erst- und 1.223 auch schon eine Zweitimpfung erhalten. Insgesamt wurden in Regensburg 6.268 Erst- und 3.850 Zweitimpfungen verabreicht (Stand: 22. Februar).

Für Impfungen der sogenannten „sensiblen Gruppen“ aus der ersten Priorität haben wir am 21. Februar 2021 eine Außenstelle des Impfzentrums im Jugendzentrum Königswiesen eröffnet. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Ärztinnen und Ärzte, die Heime oder Covid-19-Patienten versorgen, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Personen, die auf Intensivstationen oder in Notaufnahmen tätig sind.

Für die kommenden Monate, in denen ja deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung stehen soll, haben wir darüber hinaus weitere Maßnahmen geplant. So sollen voraussichtlich ab April zwei Impfbusse der Malteser in Regensburg im Einsatz sein, außerdem werden wir in enger Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) Arztpraxen als Schwerpunktpraxen für Impfungen einbinden, und wir prüfen gerade, wo im Stadtgebiet weitere kleine Impfzentren beziehungsweise Außenstellen eingerichtet werden könnten.

Sie können sicher sein, dass wir alles tun, um unsere Stadt auf die Massenimpfungen, die hoffentlich bald möglich sein werden, gut vorzubereiten und so möglichst schnell möglichst viele Menschen in Regensburg vor dem Virus zu schützen.

Ihre Gertrud Maltz-Schwarzfischer

Im Februar 2021