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Ein Jahr städtisches Impfzentrum

Rechts- und Regionalreferent Dr. Walter Boeckh äußert sich zum einjährigen Bestehen des städtischen Impfzentrums.

Rechts- und Regionalreferent Dr. Walter Boeckh - Porträt quer
Rechts- und Regionalreferent Dr. Walter Boeckh © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Als im September 2020 das städtische Testzentrum am Dultplatz eröffnete, waren wir alle noch der Hoffnung, dass wir „nur“ eine Saison durchhalten müssen und das Coronavirus würde seinen Schrecken verlieren.

Unsere Hoffnung wurde leider enttäuscht, die Zahlen stiegen wieder an. Die schnelle Entwicklung eines Vakzins ermöglichte im Dezember 2020 die Eröffnung des Impfzentrums am Dultplatz. Die ersten Impfungen fanden am 27. Dezember 2020 statt. Bis zum heutigen Tag wurden alleine im städtischen Impfzentrum 145.000 Impfungen verabreicht und 138.000 PCR-Tests im benachbarten Testzentrum durchgeführt.

Mein großes Dankeschön geht an alle Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich dafür engagieren, dass die Impfkampagne gut vorankommt. Derzeit sind etwas mehr als 75 Prozent der Regensburgerinnen und Regensburger geimpft und auch die Boosterquote ist mit 35 Prozent höher als der bayernweite Durchschnitt (Stand: 21. Dezember 2021). Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, und wir sollten uns bemühen, hier weiter mit gutem Beispiel voranzugehen.

Die Impfkampagne hat uns alle vor große Herausforderungen gestellt. Zunächst war der Impfstoff zu Jahresbeginn knapp, die Priorisierungsgruppen wurden erweitert und der Bedarf an Impfungen konnte nicht gedeckt werden. Im Laufe des Frühjahrs 2020 konnten wir auch mit einer Zweigstelle in Königswiesen und mit dem Impfbus der Malteser die Zahlen bis auf 900 Impfungen pro Tag erhöhen. Heute sind wir in der Lage, mehr als 1.200 Impfungen pro Tag an unseren beiden Standorten Dultplatz und Greflingerstraße zu ermöglichen. Dazu kommt der unermüdliche Einsatz von Ärzten und betrieblichen Gesundheitsdiensten.

Wir haben uns in Regensburg entschlossen, das Impfzentrum zum September 2021 nicht zu schließen, sondern weiter zu betreiben. Auch haben wir bereits im Sommer Impfangebote dort gemacht, wo sich viele Menschen aufhalten und unkompliziert ihren „Pieks“ erhalten können. Dies hat dazu geführt, dass das Thema Impfen weiterhin in unseren Köpfen geblieben ist. Das war die richtige Strategie. 

Ich bin sehr stolz darauf, dass wir in der Stadtverwaltung diese Herkulesaufgabe bis jetzt gut bewältigen können. Dafür mussten einerseits schnell Strukturen geschaffen werden, damit die Aufgaben der Verwaltung weiterhin erledigt werden konnten, aber andererseits musste auch flexibel genug reagiert werden, um ein Impfzentrum an sieben Tagen in der Woche zu öffnen. Das Motto lautete hier oft: Improvisieren! Ich bin dankbar für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dies ermöglicht haben. Nicht nur durch die direkte Hilfe beim Impfen, sondern auch durch die Bereitschaft, anders zu arbeiten als gewohnt. HomeOffice, neue Teams, andere Arbeitszeiten, neue Aufgaben, weniger persönlicher Kontakt und das oftmals kombiniert mit den Sorgen und Nöten von Familien mit vulnerablen Familienmitgliedern, verlangen uns allen viel ab. Zusammen konnten und können wir aber mit gutem Beispiel vorangehen. 

Mit der STIKO-Empfehlung vom 21. Dezember 2021, bereits ab drei Monaten nach der Zweitimpfung zu boostern, können wir hoffentlich verhindern, dass unser Gesundheitssystem aus den Fugen gerät. Auch die Möglichkeit der Impfungen von Kindern ab 5 Jahren trägt dazu bei, gemeinsam gegen das Virus anzugehen. 

Ich möchte mich nochmals bei Ihnen allen für Ihren großartigen Einsatz bedanken.

Ihr Dr. Walter Boeckh

Im Dezember 2021