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Kinderrechte stehen im Fokus

Vor zehn Jahren ist Regensburg dem Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ beigetreten, im Februar 2015 wurde die Stadt erstmals mit dem Siegel ausgezeichnet. Nun darf sie es unbefristet tragen.

Unbefristet Kinderfreundliche Kommune 1 - Gruppenfoto

16. Dezember 2022

Bei der Jubiläumsfeier mit Siegelentfristung unterzeichneten Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Haimo Liebich, Vorstandsmitglied des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e. V., eine entsprechende Vereinbarung. Damit würdigt der Verein die Verabschiedung von Standards, mit denen die Stadt die Interessen von Kindern und Jugendlichen dauerhaft verankert. Sie knüpfen an die beiden Aktionspläne an, die Regensburg 2015 und 2019 beschlossen hat. So ist beispielsweise die systematische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen fest etabliert. Verbindliche Qualitätsstandards und Regelungen sorgen dafür, eine kinderfreundliche Stadtplanung und Stadtentwicklung voranzutreiben. Die Kinderfreundlichkeit der Stadt zeigt sich unter anderem auch an dem dichten Netz an attraktiven Spielplätzen und den Spielpunkten in der historischen Altstadt.

„Regensburg ist eine unserer Leuchtturmkommunen und nimmt im Netzwerk der Kinderfreundlichen Kommunen eine besondere Position ein“, so Liebich. „Die Stadt hat beträchtliche Maßnahmen entwickelt, um die UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene zu verankern.“ Hervorzuheben seien vor allem das Konzept zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie die Entwicklung eines Kinderbeirats und eines Jugendbeirats. „Durch das jährliche Budget für den Jugendbeirat können Jugendliche Projekte eigenverantwortlich initiieren und fördern – eine besonders starke Maßnahme zur Förderung der Umsetzung der Kinderrechte.“

Unbefristet Kinderfreundliche Kommune 3 - Jubiläumsfeier
Haimo Liebich vom Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei der Jubiläumsfeier © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Kinderfreundlichkeit betrifft viele Bereich

Regensburg habe gemeinsam nachhaltige Strukturen geschaffen, „mit denen wir systematisch dafür sorgen, dass die Kinderrechte bei uns umgesetzt werden“, unterstrich Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Kinderfreundlichkeit wird von uns als Querschnittsthema verwaltungsübergreifend bearbeitet. Wir sehen die Kinder und Jugendlichen, wir hören sie und wir nehmen sie ernst. Die Standards, zu denen wir uns verpflichten, werden uns dabei helfen, die Kinderrechte nicht aus dem Blick zu verlieren.“

Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein fügte hinzu: „Durch die Beteiligung lernen Kinder, dass ihre Anliegen und Wünsche gehört und ernstgenommen werden. Das stärkt ihr Grundvertrauen in unsere Demokratie. Dies ist heute wichtiger denn je.“

Mit der unbefristeten Vergabe des Siegels wird die Verpflichtung der Stadt zur Umsetzung der UN-Kinderrechte nun verstetigt. Eine Überprüfung dieser Verpflichtung findet in einem Dreijahres-Rhythmus durch den von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragenen Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. statt.

Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“

Seit zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen e. V. Städte und Gemeinden bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention ist seit 30 Jahren von Deutschland ratifiziert. Über 40 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Wolfsburg, Hanau und Senftenberg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.