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Gemeinsames Spielen: Erster Inklusionsspielplatz in Regensburg

Im Herbst 2021 wurde im Brixen-Park der erste Inklusionsspielplatz in Regensburg eröffnet. Barrierefreie und rollstuhlgerechte Bereiche ermöglichen es allen Kindern, zusammen zu spielen.

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Angelegt wurde der Inklusionsspielplatz in der Form eines Drachen. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

28. Mai 2020

Aktualisiert am 28. Dezember 2021

Einen Basketballplatz, einen Boulder- und Kletterparkour, ein Beachvolleyballfeld, einen Wasserspielplatz und einiges mehr gibt es im Brixen-Park auf dem Areal der früheren Nibelungenkaserne in Regensburg. Nun wurde ein weiteres Projekt im Park umgesetzt: In den vergangenen Monaten wurde dort der erste Inklusionsspielplatz in Regensburg geplant, realisiert und schließlich im Herbst 2021 eröffnet. Nun ergänzt er das Erholungs-, Spiel- und Sportangebot im circa 13 Hektar großen Park.

Auf diesem inklusiven Spielplatz sollen alle Kinder auf ihre Kosten kommen und die Möglichkeit haben, gemeinsam zu spielen, denn Inklusion bedeutet mehr als nur eine rollstuhlgerechte Nutzung des Spielplatzes. Inklusion heißt, dass auf diesem Spielplatz alle Kinder gemeinsam spielen können - unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Fähigkeiten.

Jede Menge Spiel und Spaß im „Drachenkopf“

Angelegt wurde der Spielplatz in der Form eines Drachen – diese Idee entstand im Rahmen der mehrstufigen inklusiven Kinder- und Jugendbeteiligung, bei der sich Kinder unterschiedlicher Altersklassen kreativ einbringen konnten. Der Spielplatz ist unerteilt in barrierefreie Bereiche, in denen Kinder mit Einschränkungen zum Beispiel durch farbliche Markierungen oder zusätzliche Handläufe beim Spielen unterstützt werden. Außerdem gibt es Bereiche, die von Rollstuhlfahrern mit und ohne Unterstützung genutz werden können, wie zum Beispiel eine Rollstuhlwippe, spezielle Trampoline, ein rollstuhlgerechtes Karussell oder einen unterfahrbaren Sandspieltisch.

Die unterschiedlichen Spielbereiche, wie der „Drachenkopf“, die „Drachenbuckel“ oder der „Drachenschwanz“ beinhalten verschiedene Kletter- und Balanciermöglichkeiten und werden durch eine Rutsche, Schaukeln, Verstecke und vieles mehr ergänzt. Eine Aussichtsplattform, die auch Rollstuhlfahrer mit Hilfe erreichen können, bietet einen tollen Ausblick.

In das Innere des Drachenkopfs kann mit Rollstühlen hineingefahren werden. Er bietet Wetter- bzw. Sonnenschutz. Außerdem kann man auf den Kopf, der auch über eine Rutsche verfügt, hinaufklettern. Neben dem Drachenkopf gibt es auch weitere Spielangebote wie ein schwellenloses Karussell, einen Sandspielbereich mit Sandtisch, Schaukeln, eine Spielhöhle und Tischtennisplatten.

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Perspektivwechsel: Kinderberater testen Inklusionsspielplatz. Es gibt verschiedene Bereiche, die von Rollstuhlfahrern mit und ohne Unterstützung genutzt werden können. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Auch "Drachenbuckel" und "Drachenschwanz" sind für alle da

Die Drachenbuckel mit Kletter- und Balancierspielgeräten sind unterschiedlich hoch. Sie bieten für verschiedene Altersklassen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Herausforderungen. Bei der Planung der Fallschutzbereiche war das Thema Barrierefreiheit sehr wichtig. So werden große Bereiche mit einem Sportplatz-Belag ausgebildet. Darin sind auch spezielle Bodentrampoline eingebaut. Durch Röhrentelefone kann man sich unterhalten.

Der Drachenschwanz befindet sich im Hainbuchenlabyrinth und bietet einen tollen Ausblick. Diese Holzstruktur kann über einen Steg oder eine Rampe auch von Rollstuhlfahrern mit Hilfe erreicht werden. Im Inneren kann man sogar den Nibelungenschatz entdecken.

Geplant wurde der Inklusionsspielplatz in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen dem Gartenamt, dem Amt für kommunale Jugendarbeit und dem Inklusionsbeauftragten/-beirat.

Nach rund einem Jahr Bauzeit konnte der erste Inklusionsspielplatz der Stadt Regensburg fertiggestellt und schließlich im Herbst 2021 eröffnet werden.

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Auf diesem inklusiven Spielplatz sollen alle Kinder auf ihre Kosten kommen und die Möglichkeit haben, gemeinsam zu spielen. © Bilddokumentation Stadt Regensburg




Text: Verena Bengler