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Künstlerinnen, Künstler und Kreative gesucht: Open Call für das Bayerisch-Böhmische Residenzprogramm

Leben und arbeiten in einer der schönsten Städte Tschechiens und sich von der Vielfältigkeit Pilsens inspirieren lassen. Zeit und Raum haben, um sich auszuprobieren und zu experimentieren. Dazu Land und Leute kennenlernen und in die hiesige Kunst- und Kreativszene eintauchen – das alles bietet das Bayerisch-Böhmische Residenzprogramm im Rahmen des EU-Projektes „kultur|kontakt|kreativ“.

Kultur – Lena Schabus
Lena Schabus während ihrer Residenzzeit in Pilsen. © DEPO2015

Das Residenzprogramm bietet Unterkunft, Arbeitsraum und Präsentationsplattformen in Pilsen

Der Aufenthalt in Pilsen ist für Künstlerinnen, Künstler und Kreative individuell gestaltbar. Die Dauer der Residenz ist zwischen zwei und vier Wochen frei wählbar und in den Zeiträumen von Januar bis November 2021 möglich. Im Rahmen des Residenzprogrammes werden eine Unterkunft und ein Arbeitsraum in Pilsen gestellt. Durch ein Matching-Programm wird eine Ansprechpartnerin oder ein Ansprechpartner aus der hiesigen Kunst- und Kreativszene ausgewählt, die für fachlichen und persönlichen Austausch sorgt.

Während des Aufenthaltes konzipiert die Residentin oder der Resident ein Begleitprogramm für die interessierte Öffentlichkeit. Dabei kann es sich um einen Atelierbesuch oder ein Künstlergespräch bis hin zu Workshops oder mehreren Aktivitäten handeln. Zudem erarbeitet jede Residentin und Resident eine Abschlusspräsentation, die bei den Kulturtagen in Pilsen oder Regensburg gezeigt wird. Die Vergütung erfolgt durch Honorare für die Durchführung eines Begleitprogramms und für die Abschlusspräsentation.

Die Regensburger Künstlerin Lena Schabus war als Residenzkünstlerin des ersten Jahrgangs im Januar 2020 in Pilsen und hat ihren Aufenthalt sehr genossen: „Die Zeit als Artist-in-Residence war für mich sehr motivierend. In einer festgelegten Zeitspanne für mein eigenes Projekt, losgelöst vom Alltag, frei arbeiten zu können, war äußerst inspirierend. Es sind tolle Werke entstanden, die ich seitdem weiterentwickle.“ Besonders gut habe ihr die Stadt Pilsen durch seine industriellen Randbezirke und die historische Altstadt gefallen, die eine Vielzahl an Motiven bietet, so Schabus.

Ein Residenzprogramm für Studierende und Nachwuchsakteure aus der freien Kulturszene und Kreativwirtschaft

Für das „Bayerisch-Böhmische Residenzprogramm“ können sich Studierende, Nachwuchsakteure und frische Absolventinnen und Absolventen bewerben, die aus dem Fördergebiet des Ziel ETZ-Programms ─ Oberfranken, Oberpfalz oder Niederbayern ─ stammen oder dort ihren aktuellen Wohnsitz haben. Eine weitere Voraussetzung ist die Offenheit für die Residenzstadt Pilsen und die Interaktion mit ortsansässigen Akteuren, Künstlerinnen und Künstlern. Bewerbungen aus allen Kultursparten und Segmenten der Kreativwirtschaft werden dabei berücksichtigt: Bildende Kunst, Literatur, Musik, darstellende Künste, Medienkunst, Gestaltung, Design, Architektur u.v.m.  Die Bewerbungen sind in digitaler Form mit einem Portfolio, einem kurzen Anschreiben und der Angabe zweier bevorzugter Zeiträume bis zum 18. November 2020 beim Kulturamt der Stadt Regensburg einzureichen. Der detaillierte Open Call mit allen Modalitäten und Ansprechpartnern ist auf der Website www.regensburg.de/kultur/eu-kulturprojekte/kultur-kontakt-kreativ als Download zu finden.

Über das EU-Projekt „kultur|kontakt|kreativ“ 

Am 1. Juli 2019 ist der Startschuss für das neue EU-Projekt „kultur|kontakt|kreativ“ gefallen. Projektpartner sind auf der deutschen Seite das Kulturamt und das Clustermanagement für Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Regensburg sowie das Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee. Pilsen 2015 ist Leadpartner auf der tschechischen Seite. Im Rahmen des Förderprogramms „Ziel ETZ 2014-2020“ wird erstmals grenzüberschreitend die Brücke zwischen der freien Kunst- und Kulturszene und der Kultur- und Kreativwirtschaft geschlagen. Das Projekt untergliedert sich in vier Programmbereiche, in denen die spezifischen Kompetenzen der jeweiligen Region miteinander verknüpft werden. Der Austausch soll das voneinander und miteinander Lernen fördern, Plattformen zur nachhaltigen Netzwerkbildung schaffen und Impulse für Kultur- und Kreativakteure setzen. Die Laufzeit des Projektes ist vom 1. Juli 2019 bis zum 31. Dezember 2021.

Über aktuelle Informationen, Beteiligungsmöglichkeiten und Ansprechpartner informiert die Website www.regensburg.de/kultur/eu-kulturprojekte.