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Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege

Vom 23. bis 25. November 2018 fand wieder das Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege statt.

Jüdisches Regensburg

Zeugnisse und Spuren im Stadtbild

Herbstsymposion 2018 - Plakat

Vom 23. bis 25. November 2018 hat das 33. Regensburger Herbstsymposion für Kunst, Geschichte und Denkmalpflege stattgefunden. Es stand unter dem Thema "Jüdisches Regensburg – Zeugnisse und Spuren im Stadtbild".

Es handelte sich dabei um die offizielle Auftaktveranstaltung für das Gedenkjahr 2019, in dem sich zum 500. Mal die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus Regensburg jähren wird.

Als lange eingeführtes öffentliches Forum dient es der Auseinandersetzung mit stadtgeschichtlichen Themen auf wissenschaftlicher Basis, aber gleichzeitig auch der Diskussion zwischen Referenten und Zuhörern über diese Themen. Die Stadtbevölkerung nahm die Gelegenheit wieder gerne und zahlreich in Anspruch, so dass zusätzlich aufgestuhlt werden musste.

In drei Sektionen beschäftigte sich die Tagung mit verschiedenen Aspekten jüdischer Überlieferung im Regensburger Stadtbild.

Am Freitag stand der Neupfarrplatz als Erinnerungsort, aber auch als Gegenstand aktueller Forschung im Mittelpunkt.

Während Dr. Silvia Codreanu-Windauer (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) einen Überblick über die Ausgrabungsphase von 1995-1998 gab und Stadtarchäologe Dr. Lutz-Michael Dallmeier die Idee des „documents Neupfarrplatz“ erklärte, warf Prof. Dr. Bernd Päffgen (Ludwig-Maximilians-Universität München) einen Blick in die Zukunft. Denn die Befunde und Funde der Neupfarrplatz-Grabung können erst jetzt im Rahmen eines Projektes der LMU ausgewertet werden. Ferner sprach Daniel Rimsl M.A. (Bischöfliche Kunstsammlungen Regensburg) über die baulichen Überreste der Judenstadt nach dem Pogrom von 1519 und Dr. Eugen Trapp (Stadt Regensburg) nahm erstmals eine kunsthistorische Standortbestimmung des Bodenreliefs von Dani Karavan vor.

Neupfarrplatz
Neupfarrplatz © Stolz

Am Samstag wurden vormittags jüdische Begräbnis- und Gebetsorte vorgestellt.

Dr. Lutz-Michael Dallmeier präsentierte einen Werkbericht zur Erforschung jüdischer Friedhöfe in Regensburg aus der Zeit vor 1250, Stadtheimpfleger Dr. Werner Chrobak stellte den derzeitigen jüdischen Friedhof in Regensburg sowie die jüdischen Friedhöfe von Floss und Sulzbürg vor, und die Regensburger Historikerin Sylvia Seifert M.A. sprach zu den jüdischen Ritualbädern Regensburgs. Der Nachmittag stand im Zeichen der Synagogen. Prof. Dr. Peter Morsbach (OTH Regensburg) und Dr. Cornelia Berger-Dittscheid stellten neue Erkenntnisse zur Regensburger Synagoge des 19. Jahrhunderts vor, Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid (ehem. Universität Regensburg) würdigte die Architektur der 1938 zerstörten Synagoge und Dr. Michael Schmidt (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) sprach zu Kirchen, die anstelle zerstörter Synagogen errichtet wurden.

Im Festvortrag am Samstagabend untersuchte PD Dr. Simon Paulus, Universität Stuttgart, die Stellung der frühgotischen Regensburger Synagoge im mitteleuropäischen Synagogenbau ihrer Zeit. Musikalisch gerahmt wurde der Festakt vom Kammerchor des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums.

Am Sonntag rundeten Führungen zu den in den Vorträgen präsentierten Orten die Tagung ab.

Wir freuen uns, Sie auch im kommenden Jahr wieder beim Regensburger Herbstsymposion begrüßen zu dürfen.

Das Programm des Herbstsymposions 2018

Wichtige Hinweise entnehmen Sie bitte dem roten Feld "Tagungsorganisation".

Konzeption, Organisation und Durchführung:
Stadt Regensburg, Amt für Archiv und Denkmalpflege
in Zusammenarbeit mit:

Fachbereich Kunst und Denkmalpflege des Bistums Regensburg
Heimatpfleger der Stadt Regensburg
Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg
Oberpfälzer Kulturbund e. V.
Vereinigung Freunde der Altstadt Regensburg e. V.

Wissenschaftlicher Beirat:

Dr. Maria Baumann
Dr. Werner Chrobak
Dr. Thomas Feuerer
Prof. Dr. Peter Morsbach
Christina Scharinger M. A.
Dr. Eugen Trapp