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Tag des offenen Denkmals 2023

Am Sonntag, 10. September 2023, waren unter dem Motto "Was ein Denkmal kann - Talent Monument" wieder zahlreiche Denkmäler für den Besuch geöffnet. Ein paar Eindrücke finden Sie hier. Wir freuen uns, Sie uns auch 2024 erneut begrüßen zu dürfen.

Impressionen vom Tag des offenen Denkmals 2023:

Fotografie - Bischofshof AußenansichtFotografie - Dalbergzimmer im BischofshofFotografie - Führung in der Peter und Paul Waschbar mit GebärdensprachbegleitungFotografie - Außenansicht Polizeiinspektion am MinoritenwegFotografie - Innenhof der Polizeiinspektion am MinoritenwegFotografie - Innenansicht Ramwoldkapelle am Hochweg
Flyer - Denkmaltag 2024 - Denkmal auf gelbem Grund © Stadt Regensburg, Bilddokumentation Stadt Regensburg

„Talent Monument“, so lautete das Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zum Tag des offenen Denkmals®, der 2023 in dieser Form sein 30-jähriges Jubiläum feierte. Das Jahr steht im städtischen Kultur­­leben zudem unter dem Thema „Höhenflug“. Denkmäler sind beides, wahre Talente und Überflieger. Das mittel­alterliche Bürger­haus, das seit Jahrhunderten bewohnt wird. Histo­rische Dachstühle, die bis heute funktionieren. Denkmäler sind vielfältig und nach­haltig. Sie ermöglichen modernes Wohnen, ohne ihr Alter zu ver­heimlichen. Sie lassen sich reparieren. Sie stiften Identität, sind Wahrzeichen für eine Stadt oder einen Ortsteil. Wir laden Sie ein, diese Vielfalt zu entdecken.

Mit unseren Kooperations­partnern hatten wir ein vielfältiges und kostenloses Programm erstellt. Es führte von West nach Ost (Nr. 1-42), durch den Stadtsüden (Nr. 43-47) sowie über die Donau (Nr. 48-56). Familien- beziehungsweise Kinderangebote (Nr. 57-61) rundeten das Programm ab. Mit teilweise barrierefreien Aktionen sollte es ein Tag für alle werden. Denkmal­steckbriefe, Informations­material und Programmhefte, auch des Ortskuratoriums Deutsche Stiftung Denkmalschutz, des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg und der Welterbe­koordi­nation, lagen am zentralen Infostand im Runtingerhaus, Kepler­straße 1, auf, der von 9.30-17 Uhr geöffnet. Wir freuen uns stets über Anregungen, um unser Programm zu verbessern und auf ein Wiedersehen 2024. 


Informationen zu Organisation und Ablauf

Die Angebote sind kostenlos. 

Über Progammänderungen informieren Sie sich bitte tagesaktuell in den Medien und auf dieser Internetseite. 

Um mit Ausnahme von Teilnehmerzahlbeschränkungen möglichst spontane Besuche zu ermöglichen, sind sonstige Zugangsbeschränkungen (Zugang mit kostenfreien Zugangskarten) nur in wenigen Einzelfällen vorgesehen. Sie sind bei den einzelnen Angeboten vermerkt. Zugangskarten können am Veranstaltungstag am zentralen Infostand im Runtingerhaus, Keplerstraße 1, von 9.30-17 Uhr abgeholt werden, bei Zugangskarten sind Vorreservierungen nicht möglich. Pro Person werden pro Führung maximal drei Karten ausgegeben – solange der Vorrat reicht. Die Zugangskarten für die Königliche Villa werden direkt vor Ort am Infostand des Landesamtes ausgegeben. 

Es können aufgrund des Andrangs Wartezeiten entstehen. Falls der Andrang zu groß ist, weichen Sie bitte auf weitere Programmpunkte aus und ver­suchen Sie es später noch einmal. Wir bitten um Ihr Verständnis. Bei Nichtbereitschaft, die Führungsbedingungen einzuhalten, können Gäste von der Führung ausgeschlossen oder kann die Führung abgebrochen werden.

Alle ange­botenen Denk­mal­be­sichti­gungen erfolgen in eigener Ver­ant­wortung. Bitte halten Sie Rettungs­wege frei und schalten Sie Ihre Handys stumm. Probleme melden Sie gerne dem Führungspersonal oder dem zentralen Infostand. In allen Denkmälern besteht Rauch­verbot. Wir bitten Sie, Kirchen und Andachtsräume als Orte der Stille zu achten. Auskünfte erhalten Sie beim Amt für kulturelles Erbe und am Denk­maltag an unserem zentralen Infostand (Telefon: (0941) 507-2453).


Programm

Unsere Angebote finden Sie nachfolgend im Überblick sowie als pdf zum Herunterladen. Wir wünschen viel Vergnügen.

Ergänzungen und Abweichungen zum gedruckten Programm:

  • Bei Angebot Nr. 7 (Kunstforum Ostdeutsche Galerie) müssen die Führungen um 14 und 16 Uhr aufgrund Erkrankung der Gästeführerin leider entfallen. Das Museum ist jedoch weiterhin kostenfrei geöffnet. 

  • Bei Angebot Nr. 20 (Purismus im Denkmal, Hotel David) müssen alle Führungen aufgrund Erkrankung der Gästeführerin leider entfallen.

  • Bei Angebot Nr. 25 (Einstige Kapelle als Bar) müssen alle Führungen aufgrund Erkrankung der Gästeführerin leider entfallen.

  • Bei Angebot Nr. 35 (Zeugin des Krieges, Obermünsterareal) hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen: Entgegen des gedruckten Programms ist das Gelände von 13-17 Uhr zugänglich. Die Führungen finden um 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr statt. 

  • In der Magdalenenkapelle in St. Emmeram, Emmeramsplatz 4, werden zusätzlich Führungen angeboten:

    Geschichte in Schichten  
    Im Zuge eines DFG-Forschungsprojektes und einer Dissertation werden die Wandmalereien der Magdalenenkapelle erstmals systematisch erfasst, restauratorisch und naturwissenschaftlich untersucht sowie dokumentiert. Dr. Clarimma Sessa (Materialkundlerin) und Nadia Thalguter M.A. (Wandmalereirestauratorin) von der TU München geben einen Einblick in ihre Forschung. Neben der Geschichte der Kapelle werden historische Wandmalereitechniken sowie zerstörungsfreie in situ-Untersuchungen
    thematisiert.

    Führungen um 13 und 14 Uhr, Dauer 45 Min, Treffpunkt: Dionysiuschor im Westwerk von St. Emmeram, max. 30 Personen, ohne Anmeldung
    Zu Beginn der Führung wird ein einführender Vortrag im Dionysiuschor stattfinden. Anschließend werden die Gäste in Kleingruppen (max. 10 Personen) in die Magdalenenkapelle geführt.



      Stadtwesten und Westnerwacht

      1 Nebenkirche und Wahrzeichen

      Großprüfening 33 – St. Anna

      Um 1478/88 ließ der damalige Abt des Klosters Prüfening St. Anna als Nebenkirche anstelle seines Elternhauses errichten. Es handelt sich um eine spätgotische Saalkirche mit Satteldach und einem vieleckigen Chor. Nach schweren Bombenschäden 1945 wurde sie bis 1962 wiederaufgebaut und 2019 grundlegend renoviert. Der Bau fügt sich unauffällig in die Dorfstraße und zeigt sich nach außen schlicht. Innen haben sich aber drei Flügelaltäre aus der Erbauungszeit erhalten, darunter der Hauptaltar mit einer Anna-Selbdritt-Gruppe. Dr. Wilhelm Pfaffel präsentiert St. Anna.

       

      Kirche von 13-16 Uhr zugänglich (barrierearm mit einer Stufe).

      Führungen zur halben Stunde um 13.30 / 14.30 / 15.30 Uhr. 

      Treffpunkt: Hauptzugang Westfassade. 

       

      2 Volksfrömmigkeit an alten Straßen

      Schwalbenneststraße Westende – Feldkapelle

      Auf dem alten Weg von Sinzing nach Regensburg und heute umtost vom Verkehr der Autobahn befindet sich zwischen schönen Linden die kleine Feldkapelle zu Ehren Mariens. Das Satteldachgebäude, in dem sich eine Marienfigur befindet, wurde 1852 durch private Initiative errichtet und kam im Lauf der Zeit in den Besitz der Stadt. Gleichzeitig kümmern sich bis heute ehrenamtlich Bewohner aus Prüfening engagiert um die Glaubensstätte. Helene Wiethaler stellt das Denkmal vor.         

       

      Zugänglich von 13 – 16 Uhr.

      Thematische Einführungen immer zur vollen Stunde um 13 / 14 und 15 Uhr.

      Treffpunkt: Vor der Kapelle.                        

              

                  

      3 Moderne in Tradition

      Killermannstraße 28 – St. Bonifaz

      Die katholische Pfarrkirche wurde im Aufwind des Zweiten Vatikanums in den Jahren 1969/1970 nach Entwürfen von Kurt und Klaus Oberberger als Rundbau mit Zeltdach und freistehendem Glockenturm in Sichtziegelmauerwerk errichtet. In dem Bauwerk spiegelt sich nicht nur eine neue Form des Kirchenbaus, sondern auch die Entwicklung eines neuen Stadtviertels wider. Spannend ist zudem die starke Symbolik des Baukörpers, einer gelungenen Mischung aus archaisch anmutender Architektur, Romanik, Gotik und barockem "theatrum sacrum" - alles behutsam und gegenwartstauglich von den Architekten neu interpretiert. Der wohlproportionierte Zentralbau wird dabei durch ein ansprechend gestaltetes Ensemble von Kirchplatz und Gemeindezentrum gerahmt.  Renate Möllmann zeigt ihren Gästen St. Bonifaz.

       

      Zugänglich von 11.30 – 16.30 Uhr. Rollstuhlgeeignet.

      Führungen um 11.30 / 14 / 15 Uhr.

      Treffpunkt: Beim Glockenturm.

       

      4 Von Wohnungsnot und Siedlerwesen  

      Westheim – die Siedlung Westheim

      Um die seit den 1920ern drängende Wohnungsnot in Regensburg zu bekämpfen, plante die Stadt 1932 einige vorstädtische Kleinsiedlungen, darunter das Westheim, für das im selben Jahr der Grundstückserwerb anlief. Nach der NS-Machtübernahme wurde das Projekt im Sinne der Ideologie weiterbetrieben und 1933 zur Nutzung übergeben. Mit den Jahren wurde die Siedlung zwar mit Neu- und Anbauten ergänzt, konnte aber ihr grundsätzliches Erscheinungsbild bis heute bewahren. Auch gibt es bis heute eine örtliche Siedlervereinigung. Kurt Mannert geht mit seinen Gästen auf eine Spurensuche.

       

      Außenführungen um 11 / 13 / 15 Uhr. Rollstuhlgeeignet.

      Treffpunkt: Nördliches Straßenende „Westheim“. 

       

      5 Glaubenszeugnis am Wegesrand

      Hochweg 72 - Ramwoldkapelle am Hochweg

      Die Wegkapelle wurde 1887 von Johann Wagner errichtet. Laut Überlieferung war der Anlass ein Gelübde nach einem Unfall, bei dem er den Heiligen Ramwold um Hilfe angerufen hatte. Es handelt sich um einen giebelständigen Satteldachbau mit Vordach auf profilierten Pfeilern. Im Inneren befindet sich eine Darstellung des Heiligen Ramwold. Monika Röckl erläutert den Gästen die Geschichte des Kirchleins.

       

      Kirche zugänglich von 12 bis 16 Uhr.

      Erläuterungen immer zur vollen Stunde um 12 / 13 / 14  und 15 Uhr.

      Treffpunkt: Am Kircherl. 

       

      6 Ein Denkmal der Bildung

      Prüfeninger Straße 58 – die einstige Bauschule

      Der Komplex wurde mit zahlreichen zeittypischen Ausstattungsdetails als Bauschule errichtet und ist Generationen von Ingenieur- und Architekturstudierenden vertraut. Der älteste, zur Straße hin gelegene Abschnitt wurde 1952-53 von Hans Wenz geschaffen und zeichnet sich eher traditionell durch Satteldächer und Lochfassaden aus, ergänzt durch eine Kunstuhr von Blasius Spreng.  Die Erweiterungsbauten von Hans Beckers in Betonskelettbauweise und Flachdächern weisen hingegen in die Moderne. Stefan Krabatsch vom Staatlichen Bauamt Regensburg führt durch die­ses Zeugnis öffentlicher Baukultur der Nachrkiegszeit, das bis heute von der Ost­bayerischen Technischen Hochschule Regensburg genützt wird.

       

      Zugang bei Führungen (je maximal 25 Personen) um

      10 / 11.30 / 13 / 14.30 / 16 Uhr. 

      Treffpunkt: Haupteingang Prüfeninger Straße.

       

      7 Moderne Kunst in historischem Ambiente

      Dr.-Johann-Maier-Straße 5 – das KOG

      Zum Gebäude-Ensemble des Kunstforums Ostdeutsche Galerie gehören drei eigenständige Bauwerke: das ehemalige Schützenhaus aus dem 17. Jahrhundert, das Haupthaus – als Turnhalle errichtet, 1910 zur Kunsthalle umgebaut und 1970 durch einen Neubau ergänzt – und der 1981 fertiggestellte so genannte Grafiktrakt. Die spannende Geschichte der Museumsgebäude von den Anfängen bis hin zur aktuellen Baumaßnahme am Grafiktrakt werden von PhDr. Gabriela Kašková erläutert.

       

      Das Museum hat kostenfrei von 10 – 17 Uhr geöffnet.

      Führungen (je maximal 25 Personen) um 14 und 16 Uhr.

      Treffpunkt: Kasse. 

       

      8 Ein Denkmal zur Landschaftsbelebung

      Hoppestraße 3 a – das Rosarium im Dörnbergpark

      Das Gebäude wurde 1871 wohl von Ludwig Degen als Gärtnerwohnhaus errichtet. Der eingeschossige und giebelständige Flachsatteldachbau mit Dachüberstand, Holz und Schnitzwerk ist ganz im Schweizer Landhausstil gehalten. Der Name bezieht sich auf den umgebenden Rosengarten. Der Pavillon bettet sich in die Gestaltung des Parks als Landschaftspark ein und nimmt Bezug auf diesen. Heute wird der Bau gastronomisch genützt. Renate Schönfeld zeigt ihren Gästen das Rosarium.

       

      Zugang bei Führungen (je maximal 25 Personen) um
      14 / 15 / 16 / 17 Uhr.

      Treffpunkt: Vor dem Eingang zum Park beim Rosarium.

       

      9 Kunst und Denkmal in Verbindung

      Weintingergasse 4 – das Kunstkontor Westnerwacht

      Der fünfgeschossige und giebelständige Satteldachbau mit korbbogiger Einfahrt und Aufzugsluken wurde im 17. Jahrhundert als Stadel errichtet. Seit 1996 befindet sich hier die Kunstgalerie „Kunstkontor Westnerwacht“.  Moderne Kunst in historischem Ambiente: Wo findet sich Verbindendes, wo liegen Vor- aber auch Nachteile? Emanuel Schmid M.A. gibt den Besuchern Einblicke in den Betrieb einer Galerie in einem Altstadthaus.

       

      Das Kunstkontor ist von 13-16 Uhr zugänglich.

      Führungen immer zur halben Stunde um
      13.30 / 14.30 / 15.30 Uhr.

      Treffpunkt: Am Eingang.


      Zentrale Altstadt

      10 Außergewöhnliches evangelisches Erbe 

      Am Ölberg 1 – die Dreieinigkeitskirche 

      Die evangelisch-lutherische Dreieinigkeitskirche wurde von der Reichsstadt in Form einer Saalkirche mit eingezogenem Chor und Tonnengewölbe 1627-31 nach Plänen von Johann Carl errichtet.

       

      10 Uhr Gottesdienst zum Denkmaltag - Dreieinigkeitskirche

      11.15 Uhr Begrüßung und Programmeröffnung der evangelischen Innenstadtkirchen in der Dreieinigkeitskirche

      11.30 und 13.45 Uhr: Orgelmusik - „Klangtalent der Bachorgel“ mit Kirchenmusikdirektor Roman Emilius.

      11.45 Uhr Führung mit Harald Berghoff: „Statik und Akustik eines 400 Jahre alten Denkmals“, inkl. Begehung des Dachstuhls, Treffpunkt: Westportal der Kirche, max. 20 Personen.

      13 / 14.30 / 15.45 Uhr: Die Dreieinigkeitskirche als kunstgeschichtliches Erbe, Führung mit Dr. Rosa Micus M.A. Treffpunkt: Westportal der Kirche, maximal 25 Personen.

      12-18 Uhr: Turmaufstieg durchgehend möglich.
      Kirche von 11.30 bis 18 Uhr zugänglich, Infostand Bachorgel-Förderverein bis 17 Uhr.

       

      11 Geschichtszeugnis europäischen Ranges

      Am Ölberg 1 – der Gesandtenfriedhof 

      Der Gesandtenfriedhof ist bis heute ein relativ verborgener Ort in Regensburg, seine Bedeutung hingegen ist außerordentlich. Ursprünglich sollte gar kein Friedhof an der Dreieinigkeitskirche entstehen. Erst im Laufe des 17. Jahrhunderts bürgerte er sich als ein Begräbnisplatz protestantischer Reichstagsgesandter ein. Durch diese Verbindung mit der 150-jährigen Geschichte des Immerwährenden Reichstags ist er heute ein Denkmal von europäischem Rang.

       

      Baustellenführungen - Sicherung und Konservierung der historischen Grabmäler, Treffpunkt: Gitterportal neben Café Legato, maximal 20 Personen; Dauer ca. 30 Minuten.

      12.30 Uhr mit Michael Feil (Architekt)

      14 Uhr mit Anke Romanow (Architektin / Bauverwaltung GKV)

      15.15 Uhr mit Dr. Martin Weindl (Historiker/ Fundraising).

      12.30 – 16.30 Uhr Informationsstand zur Baustelle Gesandtenfriedhof vom Fundraising-Team Donaudekanat.

       

      12 E-Government und Spiegelsaal 

      Emmeramsplatz 8 – die Regierung der Oberpfalz 

      Die heutige Regierung der Oberpfalz hat seit 1810 ihren Sitz in einem Gebäudekomplex mit unterschiedlichster Geschichte, die bis zu römerzeitlichen Siedlungsspuren zurückreicht. Während im ehemaligen Äußeren Palais der Abtei St. Emmeram einst der Prinzipalkommissar als Vertreter des Kaisers beim Immerwährenden Reichstag residierte, befand sich an der Marschallstraße der Regensburger Sitz des Deutschen Ordens. Die historischen Räume, einschließlich des prunkvollen klassizistischen Spiegelsaals, sind heute aber kein Museum, sondern werden durch die Regierung der Oberpfalz weiterhin genützt. Heinrich May M.A. zeigt, wie die moderne Verwaltung des 21. Jahrhunderts in den altehrwürdigen Mauern funktioniert.

       

      Zugang bei Führungen (je maximal 25 Personen) um 10 und 12 Uhr. 

      Treffpunkt: Haupteingang Regierung Emmeramsplatz 8. 

       

       

      13 Multitalent „Klösterl“: Archäologie und Sanierung in der Auergasse

      Auergasse 10 – das sogenannte „Klösterl“ 

      Das im Kern mittelalterliche, im Barock umgebaute Anwesen „Klösterl“ beherbergte einst ein Gasthaus, das im Mittelalter an einem der Knotenpunkte der Stadt lag. Heute ist es Museum und Behörde in einem. Es überliefert Spuren der gehobenen römerzeitlichen Wohnkultur, des Kaufmannswesens im 12. Jahrhundert, der Nutzung als Weinschenke und Werkstatt. Gleichzeitig dient es heute modernen Verwaltungszwecken. Entdecken Sie mit der Kuratorin der Ausstellungsequenz „Klösterl“ Alexandra Berg M.A. die spannende Entwicklung des Anwesens von der Römerzeit bis zu den Sanierungsmaßnahmen um das Jahr 2000.

       

      Zugang bei Führungen (je maximal 15 Personen) um 13 und 14.45 Uhr. 

      Treffpunkt: Vor dem Gebäude Auergasse 10.  

       

      14 Ein Seelsorgeforum im einstigen
      Pfarrhaus

      Emmeramsplatz 3 – das alte Pfarr- und Mesnerhaus von St. Emmeram

      Der einstige Pfarrhof von St. Emmeram wurde 1890 als Ersatz für das historische Pfarrhaus errichtet, weil dieses für die Erweiterung der Regierung nach Süden fallen musste. Es handelt sich um einen einstöckigen Satteldachbau mit Treppenturm und Vorplatz im Stil der Neugotik, der anstelle der romanischen ehemaligen Michaelskapelle erbaut wurde. Im Keller haben sich einige Reste von ihr erhalten. Das Pfarrhaus wird derzeit zu einem Begegnungshaus („Emmeram Forum“) umgebaut, wodurch neues Leben in das Gebäude einziehen soll. Die Besonderheiten und manchmal auch Schwierigkeiten solcher neuen Nutzungen im historischen Bestand stellen Birgit Rieger und Willi Schmid vom Architekturbüro planschmid vor.

       

      Zugang mit Führungen (je maximal 20 Personen, Dauer etwa eine Stunde) um 13 / 14 / 15 / 16 Uhr

      Treffpunkt: Pfarrgarten St. Emmeram.  

       

      15 Modernes Wohnen in alten Mauern

      Alte Manggasse 2 – ein historisches Bürgerhaus 

      Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Halbgiebelhaus im Westen, das sich an einen einstigen Hausturm im Osten anschmiegt. Es stammt im Kern aus der Romanik und wurde im Barock überformt. Bis zu seiner Sanierung 2017 war die Teilung des Anwesens in zwei Abschnitte nach außen kaum erkennbar und wissenschaftlich nicht erforscht. Umso bedeutender war die jüngste Instandsetzungsmaßnahme, die dazu führte, dass das Gebäude weiter sinnvoll für Wohnen und eine Ladeneinheit im Erdgeschoss genützt werden kann. Die Sanierung wurde mit dem Bauherrenpreis 2018 ausgezeichnet. Der Eigentümer Jürgen Katzbichler präsentiert das Baudenkmal.

       

      Zugang mit Führungen (maximal 25 Personen) um 13 / 14 / 15 und 16 Uhr.  

      Treffpunkt: Vor dem Haus.

       

      16 Ein Denkmal mit dem zweiten Gesicht

      Wahlenstraße 18 – das heutige Hotel „derPatrizier“

      Das markante Gebäude ragt mit seiner klassizistisch-biedermeierlichen Fassadengestaltung aus der überwiegend mittelalterlich geprägten Wahlenstraße heraus. Im 19. Jahrhundert wurde der heutige Bau durch Umbau und Zusammenlegung zweier älterer Anwesen geschaffen. Er diente danach als Wohn- und Geschäftshaus und wurde im 20. Jahrhundert kaum verändert. Umso bedeutender war die Aufgabe für alle Beteiligten, im Rahmen des jüngsten Umbaus zum Hotel die wesentlichen Merkmale des Gebäudes zu erhalten und gleichzeitig einen zeitgemäßen Hotelbetrieb zu ermöglichen. Dr. Eugen Trapp gibt Einblicke in Hausgeschichte und Instandsetzung.

       

      Zugang mit Führungen (maximal 25 Personen) um
      13 / 15 Uhr. 

      Treffpunkt: Vor dem Haus.

       

      17 Gebaut für Jahrhunderte: das Dach des Runtingerhauses als Anschauungsort für den Regensburger Dächerkataster

      Keplerstraße 1 – der Dachstuhl des Runtingerhauses  

      Die einstige Patrizierburg war jahrhundertelang als Gasthaus zur goldenen Krone bekannt. Der viergeschossige Komplex mit Stufengiebel, zinnenbekröntem Anbau und Gewölben im Erdgeschoss ist ab 1200 entstanden. Die Handelsfamilie Runtinger sorgte um 1400 für den Ausbau mit Saal und Bohlenstube. Im Turmbau hat sich der mittelalterliche Sparrendachstuhl mit Kreuzstreben erhalten, der bis heute seinen Zweck erfüllt. Dipl. Ing. FH Ruth Hahn-Rieger M. A. erläutert ihren Gästen Wissenswertes zu Dächern als Zeugnissen der Vergangenheit.

       

      Präsentation zum Dächerkataster im Großen Runtingersaal von 10-16 Uhr zugänglich.

      Führungen zum Dachstuhl (je maximal 25 Personen) um 13 / 14 / 15 Uhr.
      Treffpunkt: Innenhof.

       

      18 Außergewöhnliche Instandsetzung    

      Weißgerbergraben 1 – die Sanierung von St. Oswald

      Die um 1300 im gotischen Stil errichtete und später barockisierte Kirche diente dem „Neuen Spital“. Auch nach der reformatorischen Eingliederung in die reichsstädtische Verwaltung wurde sie so genützt. Seit 1814 gehört sie zur Gemeinde der Dreieinigkeitskirche.

       

      Baustellenführungen - Statische Sicherung und Konservierung des Dachtragwerkes inkl. Innenmaßnahme – Dauer je ca. 30 Minuten. Treffpunkt: Engelburger Gasse 2; je Gruppe Dachraum und Raumgerüst maximal 15 Personen, entsprechende Vorsicht bei der Begehung ist geboten.

      11 Uhr Wolfgang Kugler (Dipl.Ing.) – Dachraum; Michael Feil (Architekt) – Kirchenraum / Raumgerüst; Anke Romanow (Architektin Ev. Kirchenverw.) – Kirchenraum EG.

      11.45 Uhr Wolfgang Kugler (Dipl.Ing.) – Dachraum; Michael Feil (Architekt) – Kirchenraum / Raumgerüst; Anke Romanow (Architektin/ Bauverwaltung GKV) -Kirchenraum EG.

      Informationsstand zur Baustelle 10:30 – 13:00 Uhr Anke Romanow (Architektin Ev. Kirchenverw.).

       

      19 Ein Lokal in einem Lagerhaus 

      Keplerstraße 14 – der einstige Weinstadel

      Das Gebäude, ein zweigeschossiger Steildachbau von Albrecht Altdorfer aus der Zeit um 1527, ist ein wichtiges Zeugnis der wirtschaftlichen Stärke der Kaufmannsfamilien und Beispiel der in Regensburg eher seltenen Renaissancearchitektur. Es diente als Weinlager im Bereich der Märkte entlang der heutigen Keplerstraße. Auf der Nordseite wurde die Stadtmauer in das Bauwerk integriert. Heute ist aus dem Lager das Restaurant Papageno geworden. Lisa Beer M.A. präsentiert den Besuchern den Weinstadel.

       

      Vinothek von 10-17 Uhr barrierearm zugänglich.

      Führungen um 10 Uhr, um 11 mit Gebärdensprachbegleitung durch Dipl. Gebärdensprachdolmetscherin FH Kathleen Entrich / 14 / 15 Uhr (je maximal 25 Personen).

      Treffpunkt: Gebäudezugang Keplerstraße.

       

      20 Purismus im Denkmal 

      Goldene-Bären-Straße 7 – Hotel David

      Der Kern des heutigen Anwesens, das mit seinen drei Geschossen und dem hohen Satteldach den Wiedfang prägt, ist die einstige Doppelkapelle St. Georg am Wiedfang aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, deren Apsis seit 1905 freigelegt ist. Sie wurde nach 1542 profaniert, das Gebäude zum Wohnhaus mit Läden im Erdgeschoss umgenutzt. Von 2012 bis 2015 wurde es mit großer Sensibilität zum Hotel umgebaut. Stephanie Ruhfaß M.A. stellt ihren Gästen das Denkmal vor.

       

      Zugang bei Führungen um 10 / 11 / 13 / 14 / 15 (je maximal 20 Personen)

      Treffpunkt: Beim Brunnen am Wiedfang.

       

      21 Zeugnis vergangener Technik

      Am Wiedfang – der Schiffsdurchzug

      Durch den Bau der Steinernen Brücke erhöhte sich die Fließgeschwindigkeit der Donau unter der Brücke. Für die Schifffahrt war die damit einhergehende Bildung von Strudeln ein Problem. Es gab im Lauf der Jahrhunderte verschiedentliche Versuche, diese zu bewältigen. Zuletzt behalf man sich beim Schiffsverkehr mit Winden, die später fest installiert waren. 1914 entstand das heutige Winden­haus mit elektrischer Winde. Mitglieder des Arbeitskreises Schiff­fahrts­museums stellen das technische Denkmal vor. Eine Spendenbox steht bereit.

       

      Allgemein zugänglich von 11-14 Uhr.

      Treffpunkt: Am Eingang Schiffsdurchzug, Am Wiedfang

       

       

      22 Wachturm, Uhrturm, Museum: die vielfältigen Funktionen des Brückturms

      Weiße-Lamm-Gasse 1 – der Brückturm

      Der Brücktorturm ist als einziger der ursprünglichen drei Tortürme der Steinernen Brücke erhalten. Er stammt im Kern vom Anfang des 14. Jahrhundert und wechselte sein Erscheinungsbild im Lauf der Zeiten mehrfach. Sein heutiges Aussehen, sechsgeschossig, mit Pyramidendach und Zwiebelhaube, ist im Wesentlichen auf die Wiederherstellung von 1648 zurückzuführen. Im Inneren befindet sich heute das Brückturmmuseum, in dem sich auch die alte Turmstube erhalten hat, von der ein wunderschöner Blick über die Steinerne Brücke möglich ist. Rainer Ehm gibt Einblicke in die Vergangenheit des Brückturms.

       

      Der Turm ist von 10-18 Uhr kostenfrei zugänglich.
      Führung um 13 Uhr.

      Treffpunkt: In der Turmdurchfahrt. Enger Turmaufstieg.

       

      23 Von Welterbe bis Hochzeitstanz – was ein alter Stadel alles kann

      Weiße-Lamm-Gasse 1 – der Salzstadel 

      Das Lagerhaus mit fünf Speichergeschossen und hohem abgewalmtem Satteldach ist 1616-20 als städtischer Salzstadel über einem unregelmäßigen Grundriss errichtet worden. 1989 wurde das Gebäude generalsaniert. Dabei erfolgte der Einbau von Veranstaltungsräumen in das Bauwerk, ohne die Sichtbarkeit der Tragkonstruktion aufzugeben. Durch die Erhebung Regensburgs zum UNESCO Welterbe 2006 kam mit dem Besucherzentrum Welterbe die Aufgabe hinzu, das Gebäude als Informationsstelle und Ausstellungsraum zu etablieren. Bernhard Segerer vom Besucherzentrum stellt den Salzstadel und seine vielfältigen Funktionen vor.   

       

      Besucherzentrum Welterbe von 10 bis 18 Uhr frei zugänglich.

      Führungen (einschließlich obere Stockwerke) um 11 / 13 / 15 Uhr (je maximal 25 Personen).

      Treffpunkt: Kasse Besucherzentrum Welterbe. 

       

      24 Unvergleichliche Konstruktionstechnik

      Brückenkopf – die Steinerne Brücke

      Die Steinerne Brücke ist vieles: technische Meisterleistung des Mittelalters, Wahrzeichen voller Geschichte und Geschichten und nicht zuletzt bis heute zentrale Verbindung zwischen der Altstadt und Stadtamhof. Die lange Instandsetzung der jüngsten Zeit spiegelt diese Vielfalt wider: Neben der Sicherung der historischen Substanz war die neue Brückenoberfläche ein Kompromiss, um den inzwischen an die Brücke gerichteten Anforderungen gerecht zu werden; so entsprechen zum Beispiel die flachen Steinplatten historischen Vorbildern, sind durch ihre glatte Verlegung aber auch ein Zugeständnis an die Barrierefreiheit. Sabina Cipra M. A. erzählt Ihnen von den vielfältigen Funktionen der Steinernen Brücke vom Zeitpunkt ihrer Erbauung bis heute.

       

      Führung um 10 Uhr, Treffpunkt: Durchfahrt Brückturm.

      Führung um 11 Uhr, Treffpunkt: Am nördlichen Brückenkopf / Abgang zum Katharinenspital.

      Die Führungen sind rollstuhlgeeignet.

       

      25 Eine einstige Kapelle als Bar

      Unter den Schwibbögen 1 – die einstige Kapelle St. Salvator

      Das markante dreigeschossige Eckhaus mit Walmdach ist bekannt für seine reich gestaltete klassizistische Fassade mit Putzgliederung. Sein Kern ist jedoch viel älter. Es wurde über romanischen Kellern errichtet. Im Westteil befindet sich noch heute die einstige Salvatorkapelle, ein hoher spätgotischer Einstützenraum mit Sternrippengewölbe, der 1476 als Votivkapelle erbaut und 1542 profaniert wurde. Seither sind die Räume als Gaststätte genützt. 2019 erfolgte eine grundlegende Instandsetzung dies Lokals, bei der die ursprüngliche Raumfassung wieder aufgegriffen wurde. Christine Bortmes stellt den Gästen die Räumlichkeiten vor.

       

      Zugang bei Führungen (je maximal 25 Personen) um 13 Uhr und 15 Uhr.

      Treffpunkt: Am Zugang des Lokals „Wuid und Schee“.

       

      26 Zwischen Römermauern und Dalberg-Zimmer: der Bischofshof und seine Bedeutung für die Stadtgeschichte

      Krauterermarkt 3 – Bischofshof am Dom

      Im einstigen Bischofshof im Herzen der Stadt verdichtet sich die Geschichte Regensburgs auf engstem Raum. Im Nordflügel haben sich Reste der römischen Lagermauer und der Porta Praetoria aus der Zeit um 179 n. Chr. erhalten. Von agilolfingischer Zeit bis 1821 war die Vierflügelanlage Sitz der Regensburger Bischöfe; als solcher wurde er 1810 zum Schauplatz der Übergabe Regensburgs an das Königreich Bayern. Im 19. Jahrhundert brannte der Westteil ab und musste wiederhergestellt werden. Sabina Cipra M.A. beleuchtet interessante Aspekte der Regensburger Stadtgeschichte in den Räumen des Bischofshofs.

       

      Zugang mit Führungen (je maximal 25 Personen) um14 / 15 / 16 Uhr. 

      Treffpunkt: Im Innenhof des Bischofshofs, Eingang Gaststätte.

       

      27 Kleine Denkmäler, große Geschichten

      Krauterermarkt – Außenrundgang 

      Was erzählen die Brunnen in der Altstadt über den Alltag vergangener Zeiten? Was macht ein Liebespaar im Haus Heuport? Und warum steht Don Juan d‘ Austria neben dem Alten Rathaus? Viele Darstellungen oder Details auf den Plätzen oder an den alten Häusern der Stadt geben Auskunft darüber, wie das Leben in der einstigen freien Reichsstadt funktionierte. An ihnen zeigt sich, wer Macht ausüben konnte, wie der Glaube das Leben beeinflusste, aber auch welcher technischer Hilfsmittel man sich im Alltag bedienen konnte. Matthias Freitag M.A.  gibt spannende Einblicke in vergangene Zeiten.

       

      Führungen um 10 und 11.30 Uhr.

      Treffpunkt: Adlerbrunnen am Krauterermarkt.

       

      28 Ein Ort der Ruhe

      Domgarten 1 – Domkreuzgang

      Der ursprünglich romanische Doppelkreuzgang des Regensburger Doms ist ein kunst- und architekturgeschichtliches Denkmal von europäischem Rang. Er vereint verschiedene Funktionen, vom einstigen Domkapitelhaus mit Kapelleneinbauten im Erdgeschoss, und Resten der karolingischen Dommauer bis zum eigentlichen Kreuzgangareal mit der Allerheiligen- und der Stephanskapelle, dessen Baubestand vom 8. bis in das frühe 16. Jahrhundert reicht. Trotz seiner vielschichtigen Bedeutung ist der Kreuzgang vor allem ein geistiger Platz. Er ist ein Ort der Stille, ein Ort, an dem viele ihre letzte Ruhe fanden. Catherine Hummel und Cordula Böll M.A. von DOMPLATZ 5 präsentieren den in den letzten sieben Jahren behutsam instandgesetzten Kreuzgang.

       

      Zugang mit Führungen (je maximal 25 Personen, Dauer 45 Minuten) um 13.30 / 14 / 14.30/ 15 / 15.30 /16 / 16.30 Uhr.

      Treffpunkt: DOMPLATZ 5.  

       

      29 Kleine Kapelle, große Vergangenheit

      Erhardigasse 1 – Erhardikapelle

      Die Erhardikapelle liegt versteckt hinter dem Niedermünster. Es handelt sich um einen niedrigen dreischiffigen Saalraum, der aus der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts stammt. Zwar erinnert die Gestaltung an eine Krypta, doch weder befindet sich der Raum unter einem Altar, noch gibt es hier ein Grab. Die Kapelle lag einst ebenerdig. Auch dürfte sie weniger dem Heiligen Erhard als den Äbtissinnen von Niedermünster gedient haben. Entdecken Sie mit Renate Kilburg von DOMPLATZ 5 einen verborgenen Ort Regensburgs.

       

      Kapelle zugänglich von 13 bis 16 Uhr.

      Führungen immer zur halben Stunde um 13.30 / 14.30 und 15.30 Uhr.

       

      30 Nachtschwärmen in historischen
      Gewölben

      Erhardigasse 9, 9a – die einstige Stiftspfarrkirche St. Peter und Paul

      Eigen mutet der mit einer Fußgängerpassage versehene rechteckige Chorraum über der Adolph-Kolping-Straße an. Es handelt sich um die profanierte Kirche St. Peter und Paul, die einstige Pfarrkirche des Stifts Niedermünster. Der oberhalb der Römermauer errichtete Saalbau stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert und wurde später umgestaltet. Heute befindet sich hier die „Peter & Paul Waschbar“. Wie ist es, eine historische Kirche für Konzerte oder Tanznächte zu nützen? Wie passen Kneipenkultur und Geschichte zusammen?
      Claudia Erdenreich M.A. stellt St. Peter und Paul vor.

       

      Die Bar ist ab 13 Uhr geöffnet.

      Führungen immer zur halben Stunde um 13.30 (mit Gebärdensprachbegleitung durch Dipl. Gebärdensprachdolmetscherin FH) / 14.30 und 15.30 Uhr.

      Treffpunkt: Eingang Adolf-Kolping-Straße.

       

      31 Ein Denkmal mit dem Blick nach Italien 

      Alter Kornmarkt 7 – die Karmelitenkirche mit Krypta

      Die Klosterkirche St. Josef der Unbeschuhten Karmeliten ist mit ihrer Schaufassade ein Beispiel für eine Kirche des Hochbarock, die sich an italienischen Vorbildern orientiert. Mit ihrer Pilastergliederung und dem Figurenschmuck prägt sie die Ostseite des Alten Kornmarkts. Die Pilaster- und Gesimsgestaltung wird auch im Inneren wiederholt und gibt dem gestreckten Saalbau eine sehr würdige Ausstrahlung. Im Untergeschoss befindet sich eine Krypta. Die Kirche wurde 1660-73 anstelle des Freisinger Hofes errichtet, der Turm 1681 vollendet. Pater Elias Haas führt durch die Kirche.

       

      Kirche von 14 bis 17 Uhr allgemein zugänglich.

      Führungen mit Zugang zur Krypta um 14 und 15 Uhr nur mit Karten (Ausgabe am zentralen Infostand, Runtingerhaus, Keplerstr. 1, ab 9.30 Uhr).

      Treffpunkt: Vor der Kirche.

       

      32 Eine Bühne des Rokoko

      Alter Kornmarkt 8 – die Alte Kapelle

      Die Stiftskirche des Kollegiatstiftes Unsere Liebe Frau zur Alten Kapelle wurde im Kern einst als Pfalzkapelle Ludwig des Deutschen in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts errichtet. Die dreischiffige Basilika wurde geringfügig im Mittealter sowie 1747-97 umfassend im Stil des Rokoko umgestaltet. Seither ist der Innenraum geradezu als Bühne des Glaubens mit zahlreichen Heiligendarstellungen und goldener Pracht in Szene gesetzt. Prälat Helmut Huber zeigt seinen Gästen die Alte Kapelle.

       

      Kirche von 14-17 Uhr allgemein zugänglich (Gitter geöffnet), rollstuhlgeeignet.

      Führungen um 11 und 15 Uhr.

      Treffpunkt: Eingang Südseite.

       

      33 Die Neupfarrkirche:
      Reformationskirche und Zufluchtsort

      Neupfarrplatz 1 – Neupfarrkirche

      Hans Hieber entwarf die Kirche „Zur schönen Maria“ an der Stelle der 1519 zerstörten Synagoge. Der in seiner Grundgestalt bis 1540 errichtete Neubau wurde 1542 zur ersten evangelischen Kirche der Stadt. Ludwig Foltz vollendete das Bauwerk 1860-63. Die Gemeindemitglieder stellen die Neupfarrkirche und ihre Persönlichkeiten vor.

       

      Kirche von 13-16.30 Uhr frei zugänglich. Führungen um 13 / 14 / 15 Uhr Treffpunkt: In der Kirche, maximal 15 Personen.

      Ausstellung im Altarraum (13.00-15.45 Uhr): Kelche, Hostiendosen, Taufschale, Paramente, Emaille-Namensschilder.

      16.30 Uhr Programmabschluss der evangelischen Innenstadtkirchen in der Neupfarrkirche: „Die beiden evangelischen Innenstadtkirchen als gebaute Zeugnisse der Stadtgeschichte“. 17 Uhr Orgelkonzert in der Neupfarrkirche: An der Jann/Utz - Orgel: Kirchenmusikdirektor Roman Emilius

      Eintritt frei; Spenden für die Orgel werden erbeten.

       

      34 Der Boden unter dem Neupfarrplatz: ein Beispiel für die Arbeit der Archäologie 

      Neupfarrplatz – document Neupfarrplatz

      Die archäologische Untersuchung des Neupfarrplatzes – dem Ort des jüdischen Viertels (um 1000 – 1519) –  gibt ein Bild davon, wie Bodendenkmalpflege in der Praxis umgesetzt wird. Die Ausgrabung der 1990er Jahre und die daraus hervorgegangenen qualitätvollen historische Funde und Befunde sind ein bedeutendes Beispiel für archäologisches Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Erforschen und Bewahren. Es ist ein Glücksfall, dass wesentliche Funde heute durch das document Neupfarrplatz der Öffentlichkeit am Originalfundort präsentiert werden können und zugleich ein Großteil der Reste des Judenviertels im Boden erhalten blieb. Dr. Lutz-Michael Dallmeier und Dr. Johannes Sebrich geben ihren Gästen Einblicke in die Aufgaben der Bodendenkmalpflege. 

       

      Zugang mit Führungen (je maximal 20 Personen) um 13 / 13.45 / 14.30 / 15.15 und um 16 Uhr.

      Treffpunkt: Am Zugang zum document, Nordseite
      Neupfarrkirche.

       

      35 Zeugin des Krieges

      Obermünsterplatz 6 – Obermünsterruine

      Dass auf dem Obermünsterareal heute nur noch eine Kirchenruine steht, ist aufgrund des gut erhaltenen Turms oft wenig bekannt. Einer der wenigen größeren Bombentreffer in Regensburg im Zweiten Weltkrieg hinterließ von der Kirche des einst bedeutenden Damenstifts, das allein dem Kaiser unterstand, nur einen Teil der Umfassungsmauern und Grabmäler. Einzelne Zeugnisse wie das Runtingergrabmal und die Mercherdachkapelle, ein Bau aus Bruchsteinmauerwerk aus der Zeit 1200, haben sich dennoch erhalten. Die nebenliegende, nicht zugängliche hölzerne Eremitage aus dem ehemaligen Kapuzinerkloster St. Matthias wurde hingegen erst 1975 hierher transloziert. Herta Zitzler und Josef Scheck von DOMPLATZ 5 berichten bei einem Außenrundgang Interessantes zur Obermünsterruine.

       

      Gelände im abgegrenzten Bereich zugänglich von 13 bis 17 Uhr.

      Führungen immer zur halben Stunde um 13.30 / 14.30 und 15.30 Uhr.

      Treffpunkt: Am Geländezugang (Tor).

       

      36 Kaffeehaus und Geschichtsort

      Fuchsengang 2 b – Café am Peterstor

      Nach außen sieht man nur ein einfaches Biedermeierhaus, zweigeschossig mit Walmdach. Es wurde 1833 errichtet und wird wie damals als Wohn- und Geschäftshaus genützt. Doch im Inneren ist bis heute der Verlauf der Römermauer sichtbar, die um 179 n. Chr. errichtet wurde. Auch ein Stück der mittelalterlichen Stadtmauer hat sich im Lokal erhalten, so dass man seinen Kaffee neben jahrhundertealten Geschichtszeugnissen genießen kann.
      Lorena Mazzorana B. A. zeigt den Besuchern diesen besonderen Ort der Regensburger Stadtgeschichte.

       

      Zugang mit Führungen (je max. 15 Personen) immer zur vollen Stunde um 12 / 13 / 14 Uhr.

      Treffpunkt: Vor dem Café.


      Ostnerwacht und Stadtosten

      37 Polizeiarbeit von heute in den Räumen von einst

      Minoritenweg 1 – die einstige Polizeidirektion

      Das in der NS-Zeit errichtete einstige Polizeidirektionsgebäude am Minoritenweg wird heute von der Polizeiinspektion Regensburg Süd genützt. Trotz seines Alters konnten im Rahmen der Sanierungen der jüngsten Zeit alle Umbauten vorgenommen werden, die für die moderne Polizeiarbeit nötig sind. Der historische Charakter wurde dabei gewahrt. Die unrühmliche Geschichte des Hauses ist im Arbeitsalltag der Polizei präsent und geht nicht unter. So sind heute unter anderem noch die Räume des Polizeidirektors und des Standgerichts, das nach der Dachauplatzkundgebung 1945 hier tagte, im Wesentlichen - mit nur geringfügigen Modernisierungen - erhalten. Die Mitarbeiter der Polizeidienststelle stellen das Haus vor.

       

      Zugang nur mit Karten (Ausgabe am zentralen Infostand, Runtingerhaus, Keplerstr. 1, ab 9.30 Uhr) bei Führungen um 11 / 13 und 15 Uhr.

      Treffpunkt: Vor der Polizeiinspektion.

       

      38 Wenn Häuser Stadtgeschichte erzählen: Der Bär an der Kette

      Ostengasse 16 – der einstige Brandlbräu und sein Fresko

      Das Anwesen geht auf die frühe Gotik zurück und ist eines der Wahrzeichen Regensburgs. Das barocke Fresko an der Nordfassade verweist auf die Ortssage des „Bären an der Kette“. So wird das Bauwerk zum Überlieferungsort. In den Gasträumen haben sich Balkendecken, Schnitzwerk und mächtige Unterzüge erhalten. Im Hofbereich befindet sich die ehemalige Sommerschenke, ein erdgeschossiger Garteneinbau mit Satteldach und östlich angebauter Kegelbahn aus dem 19. Jahrhundert. Der Hof wird nach Süden durch eine im Kern barocke Gartenmauer an der Heiliggeistgasse abgeschlossen. Begeben Sie sich mit Stadtheimatpfleger Prof. Dr. Gerhard Waldherr auf eine Spurensuche zwischen Dichtung und Wahrheit.

       

      Zugang mit Führungen (je maximal 20 Personen) um 14 / 15 / 16 Uhr.

      Treffpunkt: Am Zugang in der Ostengasse.

       

      39 Pracht hinter schlichten Mauern   

      Prinzenweg 4 – Kapelle Maria Schnee

      Anlässlich der Gründung des Domkapitelschen Waisenhauses am Prinzenweg 1731 (heute befindet sich hier das Bischof-Wittmann-Haus der Katholischen Jugendfürsorge) wurde 1734 die Waisenhauskapelle Maria Schnee errichtet, vermutlich nach einem Entwurf von Johann Michael Prunner. Nach außen mit Walmdach und Dachreiter unscheinbar, öffnet sich innen ein gewölbter Saalbau mit reicher Rokoko-Ausstattung. Die Stuckaturen werden bisher unter anderem Anton Landes, das Konzept für die Ausmalung Martin Speer zugeschrieben. Nadine Merk B.A. erläutert ihren Gästen die aktuellsten Erkenntnisse zur Kapelle Maria Schnee.

       

      Frei zugänglich von 13-16 Uhr, Führungen zu jeder vollen Stunde um 13 / 14 / 15 Uhr. 

      Treffpunkt: Am Eingang. 

       

      40 Wahrzeichen, Repräsentationsort,
      Behörde – die Königliche Villa und ihre
      Talente

      Adolf-Schmetzer-Straße 1 – Königliche Villa

      Als neugotische Sommerresidenz für den bayerischen König Maximilian II. wurde die Königliche Villa 1854-56 auf der Ostenbastei von Ludwig Foltz erbaut. Sie sollte mit ihrem Standort zwischen Dom und Walhalla ein markantes Zeichen für die Präsenz des Königshauses in Regensburg sein. Im 20. Jahrhundert ging diese Funktion verloren. Das Bauwerk diente zunächst als Dienststelle für die staatliche Bauverwaltung, seit 2007 für eine Außenstelle des Bayer. Landesamtes für Denkmalpflege. Das Team des Landesamtes zeigt den Gästen die Villa.

       

      Zugang bei halbstündlichen Führungen ab 10 Uhr – 16 Uhr mit Zugangskarten. Diese sind ab 10 Uhr gratis am Infostand des Landesamtes vor der Villa erhältlich.

      Details zum Programm und möglicher Anmeldepflichten finden Sie rechtzeitig unter https//www.blfd.bayern.de bzw. https://www.regensburg.de/denkmaltag.

       

      41 Ein verstecktes Marienheiligtum

      Irl 28 – die katholische Kirche in Irl

      Die kleine katholische Kirche St. Maria ist heute weitgehend unbekannt. Ihre Entstehung reicht auf eine bereits im Mittelalter nachgewiesene Wallfahrt zurück. Sie gehörte dem Regensburger Domkapitel. Im 18. Jahrhundert erhielt der Saalbau mit abgewalmtem Satteldach, eingezogenem Ovalchor und Chortürmchen im Wesentlichen sein heutiges Erscheinungsbild. Thoa Weber M.A. zeigt das Kirchlein.

       

      Kirche allgemein zugänglich von 13-16 Uhr. Führungen zu jeder halben Stunde um 13.30 / 14.30 / 15.30.

      Treffpunkt: Westseite der Kirche.

       

      42 Zentrum eines Dorfes 

      Neutraublinger Straße 26 – St. Coloman in Harting

      Die Kirche war im Kern eine romanische Doppelkapelle, vergleichbar der sogenannten Kreuzhofkapelle St. Ägidius. Sie befand sich im Besitz der Abtei St. Emmeram. Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche so umgebaut, wie sie sich heute weitgehend darstellt: ein Saalraum, an dem sich ein barocker Chor und der Ostturm mit der Zwiebelhaube anschließen. Die Gewölbe sind durch reiche Ausmalungen von Matthias Schiffer geprägt, die unter anderem das Martyrium des Heiligen Coloman zeigen. Cornelia Hecht stellt das Gotteshaus vor, die Gäste sind anschließend zu einem Konzert und zum Taizé-Gebet eingeladen.

       

      Kirche zwischen 14 und 16 Uhr allgemein zugänglich.

      Führungen um 14 / 15 Uhr. Treffpunkt: Am Kircheneingang.

      16.00 Uhr Konzert für Orgel (Robert Bachseitz) und Trompete (Günter Kronseder), anschließend kleine kulinarische Schmankerl.
      18.00 Uhr Taizé-Gebet.

       


      Stadtsüden

      43 Kumpfmühl – ein Stadtteil mit Gesicht  

      Kumpfmühler Str. 39 – Außenrundgang in Kumpfmühl

      Die Geschichte der Besiedlung Kumpfmühls reicht bis auf römische Zeiten zurück, als Standort des Kleinkastells und zugehöriger ziviler Bauten entlang der Ausfallstraße nach Süden. Später lag es als eigenständiges Straßendorf zwischen der freien Reichsstadt und dem Kartäuser-Kloster Prüll – die Eingemeindung nach Regensburg erfolgte erst 1818. Spuren der reichen Geschichte des Stadtteils haben sich in vielen Formen erhalten: vom Wegkreuz bis zur Klosterkirche, vom barocken Salettl bis zum Mietshaus. Dr. Rainer Girg und Hubert Wartner zeigen ihren Gästen den Stadtteil.

       

      Führungen (inkl. Kumpfmühler Salettl) um 10 / 14.30 / 16 Uhr. 

      Treffpunkt: Vor St. Theresia.

       

       

      44 Ein monumentaler Kirchenbau für einen alten Vorort

      Bischof-Wittmann-Straße 24 a – St. Wolfgang

      Die Pfarrei St. Wolfgang wurde wie St. Anton, Herz Jesu oder St. Cäcilia 1921 gegründet, da die Einwohnerzahl in den Stadtteilen rapid zunahm. Zunächst behalf man sich mit einer Notkirche. 1938-1940 wurde der vom Kölner Architekten Dominikus Böhm konzipierte Kirchenbau errichtet. Der zentralisierende Saalbau mit kreuzförmigem Grundriss und Rosenfenstern aus Kunststein ist ein markantes Wahrzeichen des Stadtteils, der trotz der modernen Anmutung viele Zitate traditioneller Architektur beinhaltet. Dr. Hermann Reidel stellt die Kirche vor.

       

      Führungen um 12.30 und 13.30 Uhr. Rollstuhlgeeignet.

      Treffpunkt: Kirchplatz.

       

      45 Vom Soldaten zum Studenten

      Fort-Skelly-Straße 19 – die einstige Nibelungenkaserne

      Bei den heute noch bestehenden, nach Kriegsschäden wiederhergestellten Gebäuden handelt es sich um die einstige Wache mit einem nach Osten anschließenden Laubengang, das daran angrenzende, die Baugruppe dominierende frühere Stabsgebäude sowie das gegenüberliegende Wirtschaftsgebäude. Sie wurden nach einem Entwurf der Luftwaffenbauverwaltung unter Mitarbeit von Ignaz Hirner 1939-41 im Heimatstil ausgeführt. Wach- und Stabsgebäude werden aktuell zum internationalen Gästehaus der Universität Regensburg umgebaut. Das Team des Architekturbüros Neumann & Heinsdorff Architekten gibt den Gästen einen Überblick über die Geschichte und den Umbau des Gebäudekomplexes zum Wohnheim für Studierende und Gastwissenschaftler aus der ganzen Welt.  

       

      Zugang mit Führungen 11 / 12 / 13 Uhr.

      Treffpunkt: Vor dem Hauptportal des Stabsgebäudes (Hofseite), Fort-Skelly-Straße 19.

       

      46 Identifikationsort für ein Dorf

      Zehentstraße 10 – St. Martin Oberisling

      Die heutige katholische Filiakirche St. Martin war ursprünglich Besitz der Benediktinerabtei St. Emmeram. Das im Kern mittelalterliche Gebäude mit seinem charakteristischen Turm, der mit einem Stufengiebel abschließt, wurde ab 1727 barockisiert. Diese Gestaltung wurde jedoch 1901 weitgehend zugunsten einer nazarenischen Ausmalung entfernt, die ihrerseits wiederum ab 1960 beseitigt wurde. Heute zeugen nur noch die Altäre von der barocken Phase der Kirche. Dr. Werner Chrobak führt seine Gäste auf den Spuren Geschichte von St. Martin.

       

      Kirche allgemein zugänglich zwischen 13-16 Uhr.

      Führungen immer zu halben Stunde um 13.30 / 14.30 und 15.30 Uhr.

      Treffpunkt: Eingang.

       

       

      47 Ein Ort barocker Repräsentation   

      Höfling 1 – Schloss Höfling

      Schloss Höfling wurde als spätbarocker Landsitz 1750 durch den Thurn und Taxis‘ schen Hofmarschall Freiherr von Reichlin-Meldegg errichtet. Der einstöckige Mansarddachbau mit Halbwalm und dreigeschossigem Mittelrisalit liegt eher versteckt. Zum Anwesen gehört ein neubarockes Nebengebäude mit Remise sowie eine Gartenanlage, die durch eine Bruchsteinmauer mit rustizierten Portalen und Aufsätzen vom Ende 18. Jahrhunderts eingefasst ist. Auf den Freiflächen haben sich Parkfiguren erhalten, mythologische Gestalten aus Kalkstein, die auch dem 18. Jahrhundert zuzuschreiben sein dürften. Familie von Walderdorff und Astrid Mendes M.A. geben Einblicke in die Vergangenheit des Schlosses.

       

      Zugang bei Führungen (je maximal 25 Personen) um 10 / 11 / 12 / 13 Uhr.

      Treffpunkt: Am Zugang zum Schlossareal. Anfahrt bitte nur aus Richtung Burgweinting.

      Weitere Infos unter: https://www.schloss-hoefling.de


      Über die Donau

      48 Ein modernes Gasthaus im Denkmal

      Badstraße 32 – die Oma in da Antn („Goldene Ente“)

      Die Nutzung als Gastwirtschaft „Zur Ente“ zwischen den Schifferhäusern am Oberen Wöhrd ist bereits im Barock belegt. Vor allem im 19. Jahrhundert erlebte das Haus aufgrund seiner Nähe zu den Badestellen an der Donau großen Zuspruch. Auch durch die Erschließung des Eisernen Stegs konnte die Gaststätte ihre Etablierung ausbauen. Das Haupthaus, ein zweigeschossiger Satteldachbau stammt im Kern aus dem 15. Jahrhundert. Er wurde im Barock überformt, als auch die Rückgebäude ergänzt wurden. Rita Graf-Dallmeier von kulttouren e. V. stellt das Objekt und seine Geschichte vor.

       

      Zugang bei Führungen (je maximal 10 Personen) um 14 / 15 / 16 Uhr.

      Treffpunkt: Am Eingang zum Wirtsgarten.

       

      49 Wie aus einem Braumeisterhaus ein
      Archiv wurde

      Am Brückenfuß 4 Archiv der Katharinenspitalstiftung   

      Im Archiv der St. Katharinenspitalstiftung haben sich tausende Urkunden, Bände, Akten und Pläne erhalten - Bestände, die bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen und einen wesentlichen Bestandteil des schriftlichen Kulturerbes von Regensburg und seiner Region bilden. Um diesem Überlieferungsschatz zeitgemäß aufbewahren zu können und gleichzeitig der Öffentlichkeit die Nutzung der Archivalien zu gewährleisten, wurde das Archiv vor einigen Jahren im einstigen Braumeisterhaus untergebracht. Das Team der St. Katharinenspitalstiftung erläutert seinen Gästen Details zum Umbau und zur Geschichte des Archivs der St. Katharinenspitalstiftung.

       

      Zugang bei Führungen (je maximal 20 Personen) um

      14 / 15 / 16 Uhr. Treffpunkt: Eingang Spitalarchiv.

       

      50 Ein Denkmal als Zeuge des Fortschritts

      Am Protzenweiher 16– Walhalla-Bockerl

      Technische und dazu noch bewegliche Denkmäler sind gerade in Regensburg selten. Umso interessanter ist die historische Dampflokomotive der Walhallabahn, das so genannte Walhallabockerl, aus dem Jahr 1908, das sich heute im Gästepavillon am Protzenweiher in Stadtamhof befindet. Anlass für die Einrichtung der damaligen Bahnverbindung war unter anderem, Ausflügler von Regensburg zur Walhalla zu bringen. Der Personenverkehr wurde 1960 eingestellt. Petra Huber M.A. berichtet Interessantes zur Verkehrsgeschichte rund um das Walhallabockerl.

       

      Führungen um 14 Uhr und 16 Uhr.

      Treffpunkt: Am Walhalla-Bockerl.

       

      51 Ein verborgener Gebetsort

      Pettendorfer Straße – Lourdes-Grotte

      Lourdes-Grotten greifen die Überlieferung der Erscheinung Mariens in einer Grotte bei Lourdes in Südfrankreich im Jahr 1858 auf. Die Grotte unterhalb von Kager dürfte auf Initiative von Josef Herrmann, Gemeindebevollmächtigter in München, errichtet und am 12. Mai 1904 geweiht worden sein. Die ursprüngliche Figur der Madonna von Lourdes aus Terracotta muss sich bis mindestens 1980 in der Grotte befunden haben. Albert Ringshandl stellt den Besuchern das kleine Heiligtum vor.

       

      Führung um 11.30 Uhr.

      Treffpunkt: Pettendorfer Straße; Kreuzung Nürnberger Straße, am Radlweg.

       

      52 Von der Feldkapelle zum schwierigen
      Gedenkort

      Auf der Käferloh – die Watzlik-Kapelle 

      Auf dem Weg von Süden zur Tremmelhauser Höhe begegnet der Passant unter zwei Bäumen einer Kapelle, einem schlichten Satteldachbau mit gewölbtem Eingang, der noch auf die Barockzeit zurückzuführen ist. Ihr Name geht auf den Heimatautor Hans Watzlik zurück, der als Heimatvertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg in Tremmelhausen lebte. Lag sein Schwerpunkt zwar auf Heimatromanen, darunter auch das Buch „Der Meister von Regensburg“ über Albrecht Altdorfer, stand er jedoch dem NS-Regime ideologisch recht nahe. Albert Ringshandl erläutert seinen Gästen Wissenswertes zur einem eher unbekannten Ort der Geschichte.

       

      Führung um 14 Uhr.

      Treffpunkt: An der Kapelle.

       

      53 Volksfrömmigkeit in der Landschaft

      Käferloh –Maria-Tannerl

      Der Bau der Kapelle wird auf die Pestzeit im Jahr 1713 zurückgeführt. Viele Regensburger pilgerten damals zu einer wundertätigen Marienskulptur. Von ihr wurde überliefert, dass diese bereits um 1650 an der Stelle, wo heute die Kapelle steht, in einer Tanne hängend gefunden worden sei. Als Dank zur Verschonung vor der Pest sei die Kapelle von Pilgern errichtet worden. Die Marienfigur wurde im 19. Jahrhundert in die Pfarrkirche von Kager übertragen. Albert Ringshandl zeigt den Besuchern die kleine Kapelle.

       

      Führung um 16 Uhr.

      Treffpunkt: Vor der Kapelle. Diese befindet sich nordöstlich von Kager in der Nähe des Weilers Rehtal.

       

      54 Vom Sommerkeller zur Gastwirtschaft

      Alte Nürnberger Straße 12 – Spitalkeller

      Beim Spitalkeller handelt es sich nicht nur um einen bekannten und beliebten Brauereigasthof, der die Tradition der im 19. Jahrhundert um Regensburg beliebten Sommerkeller bis heute fortführt. Der Ursprung der Wirtschaft liegt in den Bierkellern der St. Katharinenspitalstiftung. Der zweigeschossige Satteldachbau stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert und wurde erst später zur Kellerwirtschaft ausgebaut. Er wirkt nach außen eher schlicht. Allein das zentrale Renaissanceportal setzt einen Akzent.  Das Team der Spitalstiftung stellt den Spitalkeller vor.

       

      Führungen um 13 / 14 / 15 Uhr.

      Treffpunkt: Vor dem Haupteingang.

       

      55 Ein geistliches und soziales Zentrum für Reinhausen

      Wieshuberstraße 2 – St. Josef

      Reinhausen war zur Bauzeit der katholischen Pfarrkirche St. Josef das größte Dorf der Oberpfalz. Die alte Nikolauskirche war zu klein geworden. Mit dem Neubau unter dem Patronat des Heiligen Josefs als Handwerker wollte man zudem die Arbeiterschaft im religiösen Umfeld halten. Der weitgreifende neubarocke Saalbau mit Querhaus und eingezogenem Chor wurde 1906-08 von Heinrich Hauberrisser errichtet. Dazu wurden im Umfeld weitere Gebäude errichtet, so das einstige sogenannte Kinderasyl St. Anna und das Pfarrhaus, das mit Seitenrisalit, Erker und Treppenaufgang ebenfalls neubarock verspielt gestaltet wurde. Albert Galli vom Bürgerverein Roahausen zeigt seinen Gästen St. Josef.

       

      Kirche am Nachmittag allgemein zugänglich.

      Führungen um 13 / 14.30 Uhr.

      Treffpunkt: Kirchvorplatz, Westseite. 

       

      56 Historisches Wahrzeichen und lebendige Glaubenspflege

      Schwabelweiser Kirchstraße 1– St. Georg Schwabelweis

      Relativ unscheinbar liegt am südlichen Rand des Stadtteils Schwabelweis die katholische Pfarrkirche St. Georg, die lange im Besitz der Abtei St. Emmeram war. Erst 1927 wurde sie zur Pfarrkirche der neu gegründeten Pfarrei. Die spätbarocke Saalkirche mit eingezogenem Chor, Walmdach und Zwiebelturm stammt aus der Zeit um 1770-76 und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nach Norden und Westen erweitert. 2020 erfolgte eine Generalinstandsetzung. Michael Feil vom dafür beauftragten Architekturbüro gewährt Einblicke in
      St. Georg.

       

      Kirche allgemein zugänglich von 13-16 Uhr.

      Thematische Einführungen um 14.30 / 15.30. 

      Treffpunkt: In der Kirche.   


      Kinder- und Familienprogramm

      57 Denkmäler erzählen Geschichten – eine Detektivsuche in der Altstadt

      Keplerstraße 1 - Schnitzeljagd  

      Steinerne Gesichter an Hausfassaden, sonderbare Inschriften über Hauseingängen: Die alten Häuser der Stadt haben viel zu erzählen. Ihr wollt mehr erfahren? Dann holt euch einfach eure kostenlosen Forscherhefte ab, die ihr behalten dürft. Und los geht’s auf den Spuren der Denkmäler durch die Regensburger Altstadt. Mit Hilfe des Heftes könnt ihr selbstständig auf die Suche durch die Altstadtgassen gehen und viel entdecken. Das Team von Cultheca hat Wege vorbereitet, die die alten Häuser zum Sprechen bringen.

       

      Ausgabe der Forscherhefte (solange der Vorrat reicht) im Runtingerhaus, Keplerstraße 1, von 12 Uhr bis 16 Uhr; geeignet für Kinder von 6 bis 12 Jahren in Begleitung von Erwachsenen.

       

       

      58 Luftschlösser: Die Architekturträume von Wenzel Hablik

      Dr.-Johann-Maier-Str. 1 - KOG  

      Wunderbare Bauten der Zukunft in schillernden Farben aber auch riesige bewohnbare Vorgänger von Raumschiffen auf dem Weg zum Mars – Wenzel Habliks Fantasievorstellungen sind über 100 Jahre alt und doch wirken sie erstaunlich aktuell und modern. Inspiration fand der Künstler in seinen eigenen Träumen aber auch in der Natur und den ersten Science-Fiction-Romanen des 19. Jahrhunderts. Mit Karla Volpert, Diplompädagogin, könnt Ihr Euch in Habliks Welten träumen.

       

      Mitmachführungen für Familien und Kinder um 11 und 13 Uhr.

      Treffpunkt: An der Kasse.

       

       

      59 Kreuz, Krippe, Madonna: Christliche Symbole an Denkmälern und ihre Geschichte

      Rathausplatz - Außenführung für Familien  

      Über Jahrhunderte war die Regensburger Stadtgesellschaft, im Guten wie im Schlechten, vor allem durch den christlichen Glauben miteinander verbunden. Die Religion durchdrang den Alltag. Aus dieser Zeit haben sich an den alten Häusern der Stadt zahlreiche Zeugnisse erhalten. Dabei reicht die Bandbreite von der kleinen Hausmarke, die als Zeichen der Volksfrömmigkeit angebracht wurde, bis zum großen Heiligenrelief der alten Stifte. Diese kleinen Denkmäler geben heute Auskunft über Hoffnungen, Wünsche oder auch Zwänge ihrer Stifter und sind daher von unschätzbarem Wert. Das Team von Cultheca lädt auf eine Entdeckungstour ein.

       

      Führungen um 13 und 15 Uhr.

      Treffpunkt: Rathausplatz.

       

       

      60 Alles in Butter 

      Domplatz 5 – Führung zu den Glasfenstern des Doms  

      Wenn die Sonne durch die farbigen Glasfenster des Regensburger Doms scheint, dann leuchtet der Innenraum in den schönsten Farben. Man könnte meinen, unzählige bunte Edelsteine funkeln! Die
      Fenster sind aber nicht nur bunt, sondern erzählen schon seit vielen Jahrhunderten Geschichten aus der Bibel. Auch ein Esel, der wegen einer Besonderheit richtig berühmt wurde, versteckt sich in einem der Fenster. Wir finden heraus, was an ihm so besonders ist und wer überhaupt all die gläsernen Kunstwerke geschaffen hat. Wer gern wissen möchte, was Butter mit unseren Glasfenstern zu tun hat, der ist bei dieser spannenden Tour mit Isabel Käser M. A.durch den Dom genau richtig.

       

      Führungen für Familien und Kinder zwischen 6 und 12 Jahren nach Voranmeldung im DOMPLATZ 5 oder unter (0941) 597 1662 beziehungsweise per Mail unter ZWQuZ3J1YnNuZWdlci1tdXRzaWIkbmVnbnVyZXVmbW9k um 14 und 15.30 Uhr
      Treffpunkt: DOMPLATZ 5.

       

       

      61 Von Lämmern und Pelikanen

      Furtmayrstraße 22 – Eine Rätselsuche in St. Anton  

      Nach außen wirkt die katholische Pfarrkirche St. Anton streng und verschlossen. Sie scheint recht alt, wurde aber erst vor knapp hundert Jahren erbaut. Innen überrascht sie mit ihrer Farbenpracht. Und es gibt hier mehr zu entdecken, als man denkt: Oder wusstet ihr, wie viele Tiere es an und in der Kirche gibt? Es gibt auch einige Symbole zu entschlüsseln. Geht mit einem kleinen Forscherbogen auf eine Spurensuche nach kleinen und großen Überraschungen.  

       

      Die Blätter zur Rätselsuche liegen in der Pfarrkirche auf (solange der Vorrat reicht); geeignet für Kinder von 6 bis 12 Jahren in Begleitung von Erwachsenen.



      Programmprospekt mit Übersichtsplan (pdf)

      Denkmaltag Broschüre 2023(pdf | 13,4 MB)

      Übersichtskarte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zum Programm (reine Außenrundgänge sind dort nicht enthalten):

      Programm zum Tag des offenen Denkmals

      Impressionen vom Tag des offenen Denkmals 2022:

      Menschen beim Tag des Offenen DenkmalsMenschen beim Tag des Offenen DenkmalsMenschen beim Tag des Offenen DenkmalsMenschen beim Tag des Offenen Denkmals

      Impressionen vom Tag des offenen Denkmals 2021:

      Fotografie - Menschen stehen im Innenhof des Runtingerhauses in einer Schlange anFotografie - eine Gruppe Menschen steht in der Regensburger Altstadt bei einem RundgangFotografie - eine Gruppe Menschen steht in der Regensburger Altstadt bei einem RundgangFotografie - Mehrere Menschen auf Stühlen, von hinten fotografiert, ihr Blick geht nach vorne, wo zwei Musiker stehen

      Impressionen vom Tag des offenen Denkmals 2020:

      Alt St. NiklasNeupfarrplatzRuntingerhausSt. AnnaSt. Leonhard

      Impressionen vom Tag des offenen Denkmals 2019:

      Archiv - Denkmaltag 2019 - InfostandArchiv - Denkmaltag 2019 - RuntingerArchiv - Denkmaltag 2019 - Bauschule 1Archiv - Denkmaltag 2019 - Führung BauschuleArchiv - Denkmaltag 2019 - Bauschule 2Archiv - Denkmaltag 2019 - Führung (Maximilian Fritsch)Archiv - Denkmaltag 2019 - Führung VelodromArchiv - Denkmaltag 2019 - Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer im BajuwarenhausArchiv - Denkmaltag 2019 - Burgweinting FührungArchiv - Denkmaltag 2019 - BajuwarenhausArchiv - Denkmaltag 2019 - Ausklang

      Weitere Informationen

      Ansprechpartner:

      Dr. Maximilian Fritsch
      Amt für kulturelles Erbe
      Keplerstr. 1
      Zimmer: 2. OG
      93047 Regensburg

      (0941) 507-2453
      (0941) 507-4459
      ZWQuZ3J1YnNuZWdlUiRuYWlsaW1peGFNLmhjc3RpckY=