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„Mitmachen erwünscht beim Green Deal Regensburg“

Die Folgen des Klimawandels sind deutlich zu spüren: Extreme Wettereignisse verbunden mit Überschwemmungen und Überflutungen sind keine Seltenheit mehr. Durch den Krieg in der Ukraine und der damit einhergehenden Energieknappheit wird nun noch klarer: Die beschleunigte Energiewende ist unumgänglich.

Porträt: Ludwig Artinger © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Doch wie geht das? Wer muss jetzt handeln? Die Wirtschaft, die Großkonzerne, die Politik?
Ich denke, die Frage ist einfach zu beantworten: Klimaschutz ist eine so immens wichtige Aufgabe, dass auf allen Ebenen und in allen Bereichen gewaltige Anstrengungen zur Energiewende unternommen werden müssen.

Konkreter wird das Ganze, wenn man sich einmal den Energieverbrauch in Regensburg anschaut: 55 Prozent unserer Energie werden für Wärme, 25 Prozent für Strom und 20 Prozent im Bereich Verkehr verbraucht. Die Wirtschaft verbraucht davon gut die Hälfte, die Privathaushalte ein knappes Drittel, die Stadtverwaltung ein Prozent und andere öffentliche Einrichtungen (Krankenhäuser, Schulen, Heime usw.) 16 Prozent. Wir können uns also nicht zurücklehnen und sagen: Die anderen werden es schon richten. Nein, wir sind alle zum Handeln aufgefordert: Stadt, Wirtschaft, Hochschulen, Verbände, aber auch alle Bürgerinnen und Bürger.

Um die Klimaschutz-Aktivitäten zu bündeln und um alle Akteure für diese große Aufgabe zu gewinnen, hat die Stadt Regensburg im Jahr 2021 den Green Deal Regensburg beschlossen. Damit hat sich die Stadt ehrgeizige Klimaziele gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen die Treibhausgasemissionen gegenüber dem Jahr 1990 um 65 Prozent reduziert werden. Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen: 2030 möchten wir als Stadtverwaltung klimaneutral sein, die städtischen Töchter sowie die Gesamtstadt sollen 2035 folgen. Unsere städtischen Gebäude werden in Zukunft bei Neubauten und Generalsanierungen grundsätzlich mit Photovoltaik und weiteren regenerativen Energien ausgestattet. Auch bei unseren Bestandsgebäuden ergreifen wir nach und nach Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Umstellung auf erneuerbare Energien.
Für die Bürgerinnen und Bürger bietet die Stadt mit dem Förderprogramm „Regensburg effizient“ finanzielle Anreize zum Umstieg auf erneuerbare Energien und zur Energieeinsparung.

Jeder einzelne kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Stromsparen, die Heizung zurückdrehen, öfter aufs Auto verzichten und stattdessen Fahrrad, Bus und Bahn benutzen, regionale und saisonale Lebensmittel einkaufen sind einige Möglichkeiten, die wir alle haben. Denn nur, wenn wir alle beim Green Deal Regensburg mitmachen, können wir die hochgesteckten Ziele erreichen.

Ihr Ludwig Artinger

Im Juli 2022