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Neues Leben für historische Brunnen

Seit rund einem Jahr sprudelt wieder Wasser in den Brunnen am Neupfarrplatz und im Innenhof des Alten Rathauses. Voraussichtlich im Oktober wird es auch beim Justitiabrunnen am Haidplatz so weit sein.

Neues Leben für historische Brunnen - Reichtstagsbrunnen
Der Reichstagsbrunnen am Neupfarrplatz wurde 2019 saniert. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

27. Juli 2020

Wasserplätschern wirkt nicht nur beruhigend, es lenkt auch die Aufmerksamkeit der Passantinnen und Passanten auf die historischen Brunnen, die vorher oft wenig beachtet wurden. Große Wasserspiele wie der Springbrunnen am Bismarckplatz können außerdem dazu beitragen, das Stadtklima zu verbessern, vor allem an heißen Sommertagen.

Bereits wieder in neuem Glanz erstrahlen der Reichsstadtbrunnen am Neupfarrplatz und der Friedensbrunnen im Justitiahof des Alten Rathauses. Sie sind 2019 umfassend saniert und wieder als Wasserspiel hergerichtet worden.

Der über 360 Jahre alte Justitiabrunnen am Haidplatz ist seit Mitte Juli hinter einem Gerüst verschwunden. Dahinter laufen bis Oktober die Sanierungsarbeiten, die nötig sind, um den Brunnen zu sichern und ihn wieder mit Wasser füllen zu können:
Schädigende Krusten, Schlämme und alte Ergänzungen werden abgenommen und alle wesentlichen für die Wasserableitung notwendigen bildhauerischen Elemente mit Steinersatzmörtel nach historischem Vorbild rekonstruiert. Die Brunneneinfassung wird mit Wasser gereinigt und die grauen auffälligen Zementfugen verschmälert sowie teilweise erneuert. Die wenigen Fehlstellen werden mit angepassten Ersatzmassen geschlossen.
Die Betonschalen im Beckeninneren bleiben zwar erhalten, Anschlussfugen zum Kunststein sowie Risse in der Wand müssen jedoch verfüllt werden. Außerdem wird die Wassertechnik erneuert und funktionstüchtig gemacht. Die Kosten für die Restaurierung belaufen sich auf etwa 68 000 Euro.

Ein vierter Brunnen, der künftig wieder Wasser führen soll, ist der Adlerbrunnen am Krauterermarkt. Auch hier hätten die Arbeiten eigentlich 2020 beginnen sollen. Da die Baustelle jedoch mit großen Einschränkungen für die umgebende Gastronomie verbunden gewesen wäre, hat die Stadt sie um ein Jahr verschoben, um die coronabedingten Einbußen nicht weiter zu verschärfen.