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„Alles rief Heil“

Die Erinnerungs-Installation von Christian Springer ist bis Mitte Februar auf dem Haidplatz zu sehen.

29. Januar 2024

Der XXL-Stuhl wurde am Samstag, 27. Januar 2024, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, im Beisein des Künstlers und Kabarettisten Christian Springer und der Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Installation „Alles rief Heil“ zeigt symbolisch den Beginn des Hitlerputsches – und damit auch den Beginn der Abschaffung der Demokratie mit den Mitteln von Gewalt, Propaganda und Einschüchterung. Der Stuhl als Hauptelement der Installation ist der künstlerische Appell an die Gesellschaft, sich den rechtsextremistischen, antisemitischen und menschenfeindlichen Tendenzen der Gegenwart entschlossen entgegenzustellen.
Vor 100 Jahren, am 8. November 1923, überfiel Adolf Hitler mit einem bewaffneten Stoßtrupp eine Versammlung vaterländischer Verbände im Bürgerbräukeller (heute: Gasteig). Um sich Gehör zu verschaffen, stieg er auf einen Stuhl und gab einen Schuss in Richtung Decke ab. Er schrie: „Die nationale Revolution ist ausgebrochen. Die bayerische Regierung ist abgesetzt. Die Reichsregierung ist abgesetzt. Eine provisorische Reichsregierung wird gebildet.“ Der Putschversuch scheiterte bereits einen Tag später und doch markiert das Ereignis den Beginn des deutschlandweiten Aufstiegs Adolf Hitlers und das Ende der damals noch jungen Demokratie.

Der Stuhl, der am 8. November 2023 erstmals vor dem Isartor in München aufgestellt wurde, wird drei Wochen lang auf dem Haidplatz zu sehen sein, bevor er weiter durch Bayern zieht.