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Auswirkungen der Mikromobilität auf das Mobilitätsverhalten

Mithilfe des Forschungsprojekts „PaMiMob“, das Siemens in Kooperation mit der Stadt Regensburg durchgeführt hat, werden die Auswirkungen der Mikromobilität auf das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger sowie die Auswirkungen auf die Emissionen abgeschätzt.

Auswirkungen der Mikromobilität auf das Mobilitätsverhalten
Seit Anfang 2020 rollen die elektrischen Tretroller in Regensburg. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

18. August 2021

Da sich die verschiedenen Sharing-Dienste im Bereich der Mikromobilität (z. B. E-Tretroller, E-Fahrräder oder E-Lastenfahrräder) sehr schnell in den Städten verbreiten, gewinnt das Themenfeld weiterhin zunehmend an Bedeutung. Seit Anfang 2020 rollen zum Beispiel auch die elektrischen Tretroller in Regensburg. Der verkehrliche und ökologische Nutzen der Leihfahrzeuge insgesamt wird kontrovers diskutiert und auch die Unfallgefahr und das unkontrollierte Abstellen der Fahrzeuge werden kritisch beobachtet.

Mithilfe des Forschungsprojekts „Datenbasierte Potentialanalyse zur Integration von Mikromobilität in städtische Verkehrssysteme“ (PaMiMob), das Siemens in Kooperation mit der Stadt Regensburg von Anfang August 2020 bis 31. Juli 2021 durchgeführt hat, werden die Auswirkungen der Mikromobilität auf das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger sowie die Auswirkungen auf die Emissionen abgeschätzt.

Ein wesentlicher Teil des Projekts war eine Bürgerumfrage zur Nutzung von Mikromobilität. Interessierte Bürgerinnen und Bürger waren deshalb von 25. November bis 9. Dezember 2020 herzlich dazu eingeladen, an der Bürgerumfrage teilzunehmen.

Erfreulicherweise haben mehr als 400 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Regensburg an der Umfrage teilgenommen. Insgesamt wurden 361 Fragebögen vollständig ausgefüllt. Die Umfrage bildete die Grundlage für vielfältige Auswertungen.

Sie hat unter anderem ergeben, dass die Haltung gegenüber Sharing-E-Tretrollern gespalten ist. Vor allem die Altersgruppe älter als 45 Jahre hat eine eher ablehnende Haltung. Kritisiert wurde vor allem das unkontrollierte Abstellen der E-Tretroller.
Das ausschlaggebendste Kriterium für die Verkehrsmittelwahl ist, wie erwartet, die Zeit. Es fällt auf, dass Nachhaltigkeit am zweithäufigsten genannt wird, noch vor Kosten und Sicherheit. Jeder zweite Nutzer von Sharing-E-Tretrollern gibt an, dadurch weniger mit dem Auto in der Stadt unterwegs zu sein.

Der komplette Endbericht kann jederzeit unter www.regensburg.de/forschungsbericht-mikromobilitaet eingesehen werden.

Die im Zuge der Umfrage erhobenen Daten, Anregungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger an die Verbesserung und Vernetzung der Mobilitätsformen werden in ein im Oktober 2021 beginnendes Forschungsprojekt, namens „ZISteM“ (Zielbringende Integration, Steuerung und Management von Mikromobilitätsdienstleistungen) einfließen. An diesem werden neben der Stadtverwaltung und dem Koordinator Siemens auch der RVV und die ZEUS Scooters GmbH beteiligt sein.

Das Projekt „PaMiMob“ wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND fördert das BMVI seit 2016 datenbasierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die digitale und vernetzte Mobilität 4.0. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und durch die Bereitstellung von offenen Daten auf dem Portal mCLOUD.