Navigation und Service

Thematische Führungen per Fahrrad

Regensburgs Flusslandschaft erleben im Rahmen des Jahresthemas „Stadt – Land – Fluss“

Die Donau und der Regen mit seiner Mündung liegen mitten in der Stadt, die Naab mündet westlich des Stadtgebiets in die Donau. Diese Flüsse mit ihren Uferlandschaften und Inseln bestimmen als naturräumliche Elemente das Erscheinungsbild von Regensburg seit der Stadtgründung ganz wesentlich, allerdings in ganz unterschiedlicher Weise: als (politische) Grenze, als Transportweg, als Gefahr (bei Hochwasser, Eisgang und Überschwemmungen), als Freizeit-, Erlebnis- und Erholungsbereiche.

Bei drei thematischen Führungen per Fahrrad, die von Joachim Buck geleitet werden und im Rahmen des kulturellen Jahresthemas „Stadt – Land Fluss“ stattfinden, können Interessierte die Flusslandschaft Regensburgs unter drei verschiedenen Aspekten erleben. Die Führungen sind kostenlos, ein eigenes Fahrrad ist mitzubringen. 

Kunst am Fluss

Den Auftakt macht eine „Kunst-Tour“, die am Donnerstag, 17. Mai, um 17.30 Uhr stattfindet. Vielfältige Kunstobjekte, die im Laufe der letzten Jahrzehnte am südlichen und nördlichen Donauufer geschaffen wurden, sind bei dieser Führung zu sehen. Dabei handelt es sich durchweg um dreidimensionale Installationen und Skulpturen, die als „Kunst im öffentlichen Raum“ wirken und hier am Donauufer – möglicherweise – in einem künstlerischen Kontext speziell im „öffentlichen Freiraum“ stehen. Der Treffpunkt ist am Regensburger Ruder-Klub (Messerschmittstraße 2), die Tour endet voraussichtlich an der Ostumgehung/Baseball-Stadion.

Hochwasserschutz

Unter dem Titel „Hochwasserschutz – Technik, Renaturierung, Naherholung“ steht am Freitag, 22. Juni, um 17.30 Uhr die nächste Tour. Die Donau und der Regen mit ihren Uferbereichen dienen u. a. als Freizeit-, Erlebnis- und Erholungsbereiche. Bei Hochwässern droht von den Flüssen allerdings auch Überschwemmungsgefahr. Auf der Grundlage eines europaweiten Wettbewerbs realisiert der Freistaat Bayern seit 2006 zusammen mit der Stadt Regensburg in 18 Bauabschnitten den Hochwasserschutz im Stadtgebiet entlang der Donau und des Regen und berücksichtigt dabei auch das Flussraumkonzept von 2010.

Während der Fahrradtour erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie die Hochwasserschutzmaßnahmen individuell auf unterschiedliche Situationen abgestimmt und drei Aspekte miteinander kombiniert werden: technische Maßnahmen und Bauwerke, Flussufer-Renaturierung sowie Verbesserung der Zugänglichkeit und Aufenthaltsqualität. Treffpunkt für die Führung ist im Salzstadel (Weiße-Lamm-Gasse 1), wo eine kurze Einführung ins Thema stattfindet.

Flussraumkonzept

Parallel zu den technisch-gestalterischen Planungen für die ersten Abschnitte des Hochwasserschutzes haben das Wasserwirtschaftsamt und die Stadt Regensburg ein „Flussraumkonzept“ (FRK) erarbeiten lassen, das 2010 vom Stadtrat Regensburg als Leitlinie und Grundlage für die weitere Nutzung und Gestaltung der Flussufer-Bereiche beschlossen wurde. Die inhaltlichen Vorschläge des FRK berücksichtigen drei verschiedene fachliche Aspekte: Wasserwirtschaft (Hochwasserrückhalt und -abfluss), Naturschutz (Renaturierung, Artenvielfalt) und städtebauliche Gestaltung (Zugänglichkeit, Freizeit und Erholungsnutzung).

Bei dieser Tour am Freitag, 13. Juli, werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Frage beschäftigen, welche Ziele und Maßnahmen das Flussraumkonzept an einzelnen Uferbereichen vorschlägt und wie die dessen Grundsätze bei den bereits realisierten Abschnitten umgesetzt wurden. Die Führung beginnt um 17.30 Uhr mit einer kurzen Einführung im Salzstadel.

Tourbegleiter und Anmeldung

Begleiter bei alle drei Führungen ist Joachim Buck – Architekt / Regierungsbaumeister, geprüfter und lizensierter Gästeführer (kulttouren e. V.). Joachim Buck war über 30 Jahre im Stadtplanungsamt Regensburg als Stadtplaner tätig.

Um Anmeldung zu den Führungen wird unter kulturportal@regensburg.de oder telefonisch unter 0941/507-7418 gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.