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Alles schon wieder normal?

Regensburg im Juli

Es ist für uns alle eine sehr ungewöhnliche Zeit. Wir gehen mit Schutzmasken einkaufen, ein Treffen war bis vor Kurzem nur maximal zwei Haushalten möglich und man ist unsicher, ob man einen Restaurantbesuch genießen soll und darf oder eher noch darauf verzichtet. Manch einer denkt schon wieder an Urlaub.


Die Anrufe, die uns hier in der Stiftung erreichen, machen deutlich, dass es Menschen gibt, die ganz andere Sorgen umtreiben.
Ich denke an einen Kontakt mit einem Ehepaar, das schon lange in Rente ist. Sie hatten nie viel Geld im Leben und konnten keine „großen Sprünge“ machen. Aber sie waren fleißig und strebsam und so bewältigen sie auch ihren Ruhestand. Der Ehemann fährt Schüler in einem Kleinschulbus jeden Tag zur Schule und wieder nach Hause und verdient sich so einige Euros dazu.

Bis Corona.

Seitdem bleibt dieser Lohn aus. Seine Frau hatte eben erst vor zwei Monaten in einem Kleidungsgeschäft begonnen einige Stunden die Woche zu arbeiten. Sie erhielt nun in der Probezeit die Kündigung.
Große Ängste und Sorgen begleiten nun den Alltag. Aus Scham haben die beiden nicht sofort um Hilfe gebeten. Irgendwie wollten sie es alleine schaffen, so wie immer. Nachdem sie die zweite Miete nicht vollständig zahlen konnten und der Vermieter die Konsequenzen aufzeigte, handelten sie doch. Und darüber sind wir froh.
Zusammen haben wir einen Plan entwickelt, wie die Schulden abgebaut werden können. Zahlungspläne bei Strom- und Gasanbietern wurden getroffen. Mit dem Vermieter wurde ein Tilgungsplan erarbeitet und die Stiftung hat hier finanzielle Hilfe geleistet.