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Abwasserreinigung im Klärwerk

Wie funktioniert eigentlich eine Kläranlage?

Die Abwasserreinigung unterteilt sich in drei Reinigungsschritte. Der mechanischen, der biologischen und der chemischen Reinigung.

Zur Rubrik mechanischen Reinigung gehört der Sandfang und das Vorklärbecken. Beim "belüfteten Sandfang" werden Sand und andere mineralische Grobstoffe abgesetzt und ausgeräumt. Im Vorklärbecken werden alle absetzbaren Stoffe wie z.B. Schlamm abgeschieden.

Weiter geht es mit dem zweiten Schritt der biologischen Reinigung, worunter das Belebungsbecken und das Nachklärbecken fallen. Im Belebungsbecken werden durch Mikroorganismen (Bakterien) die organischen Verbindungen und die Stickstoffverbindungen und Phosphor abgebaut. Im Nachklärbecken wird der Belebtschlamm vom gereinigten Wasser abgetrennt, bevor es dann in die Donau eingeleitet wird. 

Die chemische Reinigungsstufe schließt den dritten und letzten Reinigungsprozess ab. 

Bei jedem dieser einzelnen Reinigungsstufen fällt Schlamm an, welcher einer separaten Behandlung unterzogen wird. Dieser kann später wiederum zur Stromerzeugung sinnvoll eingesetzt werden. Bei der Klärschlammverwertung wird der ausgefaulte Klärschlamm über Zentrifugen entwässert, auf LKWs verladen und in Kohlekraftwerken zur Stomerzeugung verwertet. Circa 5 000 t Trockenmasse pro Jahr ersetzen dort gleichwertig Kohle und erzeugen damit CO² neutral Strom. Mit dem erzeugten Faulgas können ca. 90 Prozent des Stromes, der für den Betrieb der Anlagen benötigt wird, selbst erzeugt werden.