Arbeitsgemeinschaft Historische Städte

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Die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte ist ein Zusammenschluss von sechs Städten, in denen der historische Gebäudebestand bewahrt wird sowie der Stadtgrundriss und das Gesamtensemble der historischen Stadträume in ihrer Geschlossenheit erlebbar sind.

 


Geschichte

Durch ihr reiches historische Erbe verbunden, gründeten zunächst die drei Städte Bamberg, Lübeck und Regensburg im Jahr 1973 die Arbeitsgemeinschaft „Ba - Lü  Re“. Zentrales Anliegen der Gründungsmitglieder war es, sich darüber auszutauschen, wie das neue Instrumentarium der Städtebauförderung auch für Zwecke der behutsamen Stadterneuerung genutzt werden kann. So wurde früh nicht nur dem Erhalt der historischen Bauwerke, sondern auch der gewachsenen Stadträume große Bedeutung beigemessen. 

Mit der deutschen Wiedervereinigung vergrößerte sich der Zusammenschluss und nannte sich „Arbeitsgemeinschaft Historische Städte“: Mit Görlitz, Meißen und Stralsund wurden drei Kommunen Teil der AG, die ebenfalls über große und erhaltenswürdige historische Gebäudebestände verfügten, deren Innenstädte jedoch baulich in einem sehr schlechtem Zustand waren.


Ziele

Von Beginn an war es das Ziel, über den Erfahrungsaustausch hinaus gemeinsame Initiativen zur Erhaltung und Weiterentwicklung der historischen Städte zu entwickeln. In diesem Sinne befasst sich die Arbeitsgemeinschaft mit allen Themen rund um die Sanierung historischer und identitätsstiftender Strukturen. Gemeinsam erarbeitete Positionen zu Themen der Stadterneuerung und insbesondere der Städtebauförderung werden auch gegenüber externen Verantwortungs- und Entscheidungsträgern kommuniziert.So hat die Arbeitsgemeinschaft ihr 50. Gründungsjubiläum im Jahr 2023 mit einem Parlamentarischen Abend in der sächsischen Landesvertretung in Berlin gefeiert. Im Rahmen der Veranstaltung wurde gegenüber den politischen Entscheidungsträgern verdeutlicht, welche Aufgaben die historischen Städte in Zeiten wachsender Herausforderungen (u.a. Klimawandel, Mobilitätswende, Energiewende) bewältigen müssen. Eine eigens zu diesem Thema erarbeitete Studie und die von den Mitgliedsstädten unterzeichnete „Berliner Erklärung“ verdeutlichen, welche Unterstützung die Kommunen benötigen. Die Erklärung wurde der anwesenden Bundesbauministerin Klara Geywitz übergeben.

Arbeitsgemeinschaft Historische Städte (2023)Von links nach rechts: Michael Kretschmer, Ministerpräsident; Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen; Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg; Wolfgang Metzner, Bürgermeister der Stadt Bamberg; Dr.-Ing. Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund; Jan Lindenau, Oberbürgermeister der Hansestadt Lübeck; Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz; Olaf Raschke, Oberbürgermeister der Stadt Meißen © Florian Gaertner/photothek.de

Bauherrenpreis 2026

Alle vier Jahre vergibt die Arbeitsgemeinschaft den Bauherrenpreis, der für herausragende Sanierungen oder Neubauten im historischen Stadtkern in den Mitgliedsstädten verliehen wird.

Der Preis zeichnet Projekte aus, die durch ihre Qualität und ihren sensiblen Umgang mit der historischen Stadt überzeugen und eine Vorbildwirkung für zukünftiges Bauen entfalten. Entscheidend ist der stimmige Gesamteindruck des Vorhabens im Kontext der bestehenden Stadtstruktur.Berücksichtigt werden das Engagement der Bauherrinnen und Bauherren, die architektonische und handwerkliche Qualität sowie der verantwortungsvolle Umgang mit der bestehenden Bausubstanz. Auch innovative und nachhaltige Nutzungs- und Umsetzungskonzepte fließen in die Bewertung ein. Durch die Würdigung dieser beispielhaften Projekte und deren Veröffentlichung werden Impulse für qualitätsvolles und verantwortungsbewusstes Bauen in der Altstadt gesetzt.

Nach der Vorauswahl in den jeweiligen Mitgliedsstädten ermittelt eine gemeinsame Schlussjury die jeweiligen Preisträger und die Arbeiten mit Anerkennung für jede Stadt. Die Sitzung dieses Preisgerichts findet im Rahmen der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte am 19. November 2026 in Stralsund statt. Die Preisverleihung selbst erfolgt anschließend in der jeweiligen Stadt.


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