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Für Mieter

Hier finden Sie als Wohnungssuchende Informationen darüber, ob Sie für eine geförderte Mietwohnung im Rahmen der einkommensorientierten Förderung (EOF) in Frage kommen und wie die Förderbedingungen aussehen.

Wohnbauoffensive - Mieterpaar

Worum geht es?

Ziel der Mietwohnraumförderung ist es, das Angebot an preisgünstigen Wohnungen zu erhöhen, um für die breite Schicht der Bevölkerung die Bezahlbarkeit der Miete zu gewährleisten.

Derzeit sind im Stadtgebiet Regensburg rund 5 750 Wohnungen öffentlich gefördert. Neben vielen kleineren Projekten entsteht derzeit in der ehemaligen Nibelungenkaserne, dem Dörnbergviertel, der Lechstraße und der Otto-Hahn-Straße, sowie künftig in den urbanen Gebieten Grunewaldstraße und Kirchmeierstraße und insbesondere in der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne geförderter Wohnraum.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Mit dem Stadtratsbeschluss vom 17.12.2019 zum Regensburger Baulandmodell müssen in neuen Bebauungsplangebieten mindestens 40 % geförderter Wohnraum entstehen. Davon sind 20 % für die Einkommensstufe I und II und weitere 20 % für die Einkommensstufe III vorgesehen.

Was bedeutet „einkommensorientiert geförderte Wohnung“

Für jede Wohnung, die im Rahmen der Einkommensorientierten Förderung (EOF) erstellt wird, wird für die künftigen Mieter eine Einkommensstufe (EOF I, II oder III) festgelegt. Vermietet werden darf diese Wohnung dann nur an Haushalte der entsprechenden Förderstufe.

Die einkommensorientiert geförderten Wohnungen sind bisher für die Dauer von 25 Jahren gebunden. Beispielsweise darf eine geförderte Wohnung, die 2019 fertiggestellt wurde, bis 2044 nur an Mieter mit einem entsprechenden Wohnberechtigungsschein vermietet werden. Am 17.12.2019 hat der Stadtrat auch beschlossen, dass bei Neubauvorhaben in Bebauungsplangebieten die Bindung künftig sogar 40 Jahre betragen soll.  Erst nach Ablauf dieser Frist kann die Wohnung bei einem Mieterwechsel frei vergeben werden.

Heute geförderte Wohnungen unterscheiden sich in Qualität und Ausstattung nicht mehr von freifinanzierten Wohnungen. Häufig sind sie im selben Gebäude wie die freifinanzierten Wohnungen untergebracht, man wohnt „Tür an Tür“ und es kommt dadurch zu einer guten Mischung innerhalb der Nachbarschaft.

Was habe ich davon, in einer geförderten Wohnung zu leben?

Wohnungssuchende, die wissen möchten ob sie einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein, als Voraussetzung für eine geförderte Wohnung haben, müssen ihr Haushaltseinkommen der für ihren derzeitigen Wohnort zuständigen Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt oder Stadtverwaltung) offenlegen. Wohnen sie bereits in Regensburg, ist das Amt für Stadtentwicklung bei der Stadt Regensburg hierfür zuständig.

Auf Basis des Haushaltseinkommens wird eine Einordnung in die Einkommensstufen I, II oder III vorgenommen. Abhängig davon gibt es einen monatlichen Zuschuss zur Miete, die sogenannte Zusatzförderung.

Die Regierung der Oberpfalz, als Bewilligungsbehörde, legt für jede Wohnung die Erstvermietungsmiete und die für den berechtigten Personenkreis (Stufe I, II oder III) zumutbare Miete fest. Die Differenz wird als Zusatzförderung an die Mieter nach Antrag ausbezahlt.

Seit der Anhebung der Einkommensgrenzen im Mai 2018 sind etwa 60 Prozent aller bayerischen Haushalte grundsätzlich förderfähig. Dadurch können vor allem in der Einkommensstufe III deutlich mehr Haushalte in den Genuss der Zusatzförderung kommen. So kann beispielsweise eine Familie mit zwei Kindern und einem Haushaltseinkommen von jährlich knapp 82 000 Euro brutto einen entsprechenden Wohnberechtigungsschein erhalten.

Einkommensstufen in Euro
Haushaltstyp I II III
Einkommensgrenze
Bruttojahreseinkommen
bzw. Rente von ca.
Einpersonenhaushalt 21.000  27.100  33.200 
Zweipersonenhaushalt 32.400  41.400 50.200 
Alleinerziehende/r   m. 1 Kind 33.900 43.900 53.800
Paar m. 1 Kind 39.600 52.800 66.000
Paar m. 2 Kindern 46.700 64.200  81.700 
Paar m. 3 Kindern 53.900  75.600 97.400
Rentner 15.600  20.400  25.200 
Rentner-Ehepaar 24.600 31.600  38.500