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Jahresthema Erinnerungskultur 2021 "T4"

Nächste Veranstaltung: Filmbeitrag KJF ab 19. Juli 2021 auf Youtube. Die „Aktion T4“ (Tiergartenstraße 4 in Berlin, Sitz der Zentrale…) bezeichnet die logistisch und bürokratisch gezielt organisierte Ermordung von angeblich lebensunwerten Menschen durch das nationalsozialistische Regime.

Filmbeitrag ab 19. Juli 2021 online auf Youtube

Zum Gedenken an die Opfer der NS-Tötungsaktion "T4" aus dem Antoniushaus Münchshöfen

Vor 80 Jahren, am 19. und 20. Mai 1941, holten die Nationalsozialisten Bewohnerinnen aus dem Antoniushaus in Münchshöfen ab und verlegten sie nach Regensburg und Mainkofen. Viele von ihnen wurden von dort in die Euthanasieanstalt Schloss Hartheim gebracht und ermordet.

Seit 2006 ist die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. Träger des Antoniusheim. Mit einem aktuellen Filmbeitrag, aufgenommen am Jahrestag 19. Mai, bei der u.a. heutige Bewohnerinnen und Bewohner zu Wort kommen, gedenkt die KJF der Opfer der Aktion " T4" aus Münchshöfen. 

Der Beitrag ist ab 19. Juli 2021 online auf dem Youtube-Channel der KJF zu sehen:

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Die „Aktion T4“ (Tiergartenstraße 4 in Berlin, Sitz der Zentrale…) bezeichnet die logistisch und bürokratisch gezielt organisierte Ermordung von angeblich lebensunwerten Menschen durch das nationalsozialistische Regime. Die Planungen dieser systematischen Auslöschung begannen bereits 1939, die Umsetzung erfolgte anschließend in den Jahren 1940 und 1941. Mehr als 70000 Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen wurden gezielt ausgewählt, in Tötungsanstalten deportiert und dort anschließend in Gaskammern ermordet.

Widerstand in der Öffentlichkeit führte 1941 schließlich dazu, dass die Aktion T4 offiziell eingestellt wurde. Inoffiziell ging das Töten jedoch durch Giftinjektionen, Überdosis von Schlafmitteln sowie durch erzwungene Unterernährung weiter.

Die Stadt Regensburg möchte zusammen mit vielen Kooperationspartnern*innen im Rahmen einer Veranstaltungsreihe an die Opfer erinnern. Zudem soll mehr Bewusstsein in der Gesellschaft für diese Thematik geschaffen werden, denn die teuflischen Verbrechen der Nationalsozialisten betrafen alle.

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Stadt Regensburg, vertreten durch die Stabsstelle Erinnerungs- und Gedenkkultur, der Antidiskriminierungsstelle, des städtischen Inklusionsbeauftragten, der Volkshochschule und der städtischen Bücherei, sowie des Vereins Irren ist menschlich e.V., der medbo, der Initiative Stolpersteine in Regensburg, des Arbeitskreises Frauen Inklusiv, des Evangelischen Bildungswerks, der Katholischen Erwachsenenbildung und der Katholischen Jugendfürsorge.