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Michael Ostendorfer und die Reformation in Regensburg

Sonderausstellung im Historischen Museum, Dachauplatz 2-4, 93047 Regensburg vom 21. Mai bis 5. November 2017

Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ widmet das Historische Museum dem Regensburger Künstler Michael Ostendorfer (1490/96-1559) eine große Ausstellung. Sie zeichnet nicht nur den künstlerischen Werdegang Ostendorfers nach, sondern beschäftigt sich auch mit der Entstehungszeit seiner Werke, die genau in die Jahrzehnte der Reformation in Regensburg fällt. 

Dass Michael Ostendorfer bereits um 1519/20 in Regensburg hohes Ansehen als Künstler genoss, zeigt seine Zusammenarbeit mit Hans Hieber bei der Bemalung des repräsentativen Architekturmodells der Wallfahrtskirche zur „Schönen Maria“, der späteren evangelischen Neupfarrkirche. Die Ikonografie seiner Werke legt einen definitiven Konfessionswechsel Ostendorfers in den 1530-er Jahren nahe. 

Eines der wichtigsten Exponate bildet der Reformationsaltar, den Ostendorfer in seinen letzten Lebensjahren 1554/55 für die Neupfarrkirche in Regensburg geschaffen hat. Das protestantische Bildprogramm des Flügelaltars, das wahrscheinlich von Nikolaus Gallus entworfen wurde, ist einmalig.