Igelschutz ausgeweitet: Mähroboter nachts verboten

Zum Schutz heimischer Wildtiere, insbesondere der Igel, dürfen Mähroboter im Stadtgebiet ab sofort nachts nicht mehr laufen.

Fotografie: Igel im Gras © gar1984 / 123RF.com

17. März 2026

Das Verbot beginnt eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang und endet eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang des folgenden Tages. Tagsüber können Mähroboter weiterhin uneingeschränkt genutzt werden. Gartenbesitzerinnen und -besitzer sind daher bereits jetzt gesetzlich verpflichtet, ihre Geräte so zu nutzen, dass Igel und andere geschützte Tiere nicht verletzt werden.

Igel werden zu Opfern

In den letzten Jahren ist die Igelpopulation in Deutschland und anderen europäischen Ländern merklich zurückgegangen. Der Igel wird mittlerweile auf der Vorwarnliste der Roten Liste der Säugetiere Bayerns geführt. Für den Rückgang der Igel gibt es verschiedenen Ursachen, wie etwa fehlende Insekten, weniger naturnahe Gärten und zunehmender Verkehr. Immer mehr Igel fallen auch Mährobotern zum Opfer. Denn bei Gefahr rollen sich die kleinen Säugetiere zusammen und statt zu fliehen, werden sie von Mährobotern getötet oder verletzt. Trotz eingebauter Sensorik erkennen viele Geräte diese „Hindernisse“ nämlich nicht. Besonders gefährdet sind neben kleinen Igeln auch Kröten, Eidechsen und andere Kleintiere, die unter den Geräterand passen. Da Igel und viele andere Tiere dämmerungs- und nachtaktiv sind, besteht zu dieser Zeit die größte Gefahr.

„Mit dieser Regelung leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz“, so Bürgermeister Ludwig Artinger. „Unsere heimischen Wildtiere sind ein unverzichtbarer Teil unseres Ökosystems. Daher meine Bitte an Sie: Helfen Sie mit und ermöglichen Sie den Tieren ein sicheres Leben in Ihren Gärten.“

Text: Pressemitteilung / Claudia Biermann

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Mähroboter

Interesse am kostenlosen Newsletter?

Logo 507