Wissenswertes (FAQ)
Uns erreichen immer wieder Fragen zum Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" im Inneren Südosten. Hier haben wir die häufigsten beantwortet.
2020 wurde die Struktur der Städtebauförderung grundlegend erneuert. Das bisherige Programm „Soziale Stadt“ wird im neuen Programm „Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ fortgeführt und weiterentwickelt.
Weitere Informationen: Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt
Das Gebiet wurde ausgewählt, weil es hier sowohl zahlreiche städtebauliche als auch soziale Herausforderungen gibt.
Beispiele für städtebauliche Herausforderungen:
- Defizite an Grün-, Spiel- und Erholungsflächen
- Hohe Verkehrs- und Lärmbelastung
- Um- bzw. Neunutzung der ehemaligen Kasernenflächen
- Gemengelage aus Wohnen und Gewerbe
Beispiele für soziale Herausforderungen:
- Hoher Anteil an Beziehern von Transferleistungen
- Mangel an sozialen Angeboten und Orten der Begegnung
- Zuzug neuer Bevölkerungsgruppen
- Unterkünfte für Geflüchtete / „ANKER-Zentrum“
Der Stadtrat hat am 28. Juli 2016 einstimmig die Aufnahme des Gebiets "Innerer Südosten" in das Städtebauförderprogramm in die Wege geleitet.
Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ verfolgt grundsätzlich die Ziele, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt in den Quartieren zu erhöhen, die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu unterstützen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft zu stärken.
Im Inneren Südosten soll es dazu beitragen
- den Mangel an öffentlichen Grün- und Aufenthaltsflächen zu beheben,
- die Umnutzung der ehemaligen Kasernenareale zu gestalten und
- soziale Verbesserungen zu unterstützen.
Ein Schwerpunkt liegt auf sozialen Angeboten zur Integrationsförderung und Begegnung. Aber auch Themen wie z.B. Wohnungsbau und Gewerbe, Lärmschutz sowie eine Verbesserung der ÖPNV-Anbindung werden behandelt.
Die Entwicklungsziele für den Inneren Südosten wurden im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) festgelegt.
Die Stadt Regensburg erhält für Projekte im Rahmen der Förderkulisse "Sozialer Zusammenhalt" bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten aus Mitteln der Städtebauförderung vom Bund und dem Freistaat Bayern erstattet.
Im Rahmen des Städtebauförderprogramms können insbesondere Projekte und Maßnahmen in folgenden Bereichen gefördert werden:
- Projekte zur Verbesserung des Wohnens, des Wohnumfelds und des öffentlichen Raums
- mit dem Ziel, die Wohn-, Umwelt- und Lebensqualität zu erhöhen sowie eine städtebauliche Aufwertung zu ermöglichen - - Projekte zur Verbesserung bzw. Schaffung von kinder-, familien- und altengerechten sowie anderen sozialen Infrastrukturen
- mit dem Ziel der Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Verbesserung der Nutzungsvielfalt - - Projekte zur Integration von benachteiligten Bevölkerungsgruppen und von Menschen mit Migrationshintergrund
- Projekte zur Aktivierung ehrenamtlichen Engagements
Das ISEK (kurz ISEK) ist ein gebietsbezogenes strategisches und umsetzungsorientiertes Steuerungsinstrument der Stadtentwicklung mit einem ganzheitlichen integrierten Planungsansatz.
Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept ist Voraussetzung für das Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt". Das ISEK beinhaltet u.a. die Ziele und Strategien für das Fördergebiet sowie konkrete Projekte und deren Finanzierung. Dabei werden zahlreiche Themenbereiche, wie z.B. Soziales, Bildung und Kultur, aber auch Gewerbe, Verkehr und Wohnen sowie Grünflächen und Städtebau inhaltlich zusammengeführt.
Das ISEK wurde unter Beteiligung der betroffenen Bürgerschaft sowie aller wichtigen Akteure vor Ort entwickelt.
Das Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" hat in der Regel eine Förderdauer von 10 Jahren, kann aber in einigen Fällen auch auf 15 Jahre verlängert werden - so wie im Inneren Südosten.
Das Förderprogramm unterstützt Stadtteile mit Projekten und Fördermitteln zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts. Die Förderdauer für einzelne Projekte oder Maßnahmen kann dabei variieren, die Verstetigung des Programms selbst ist jedoch ein langfristiges Ziel.
Innerhalb der 15 Jahre sollen die Entwicklungsziele für das Gebiet Innerer Südosten soweit wie möglich erreicht werden. Die Zielvorgaben wurden im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) festgelegt.
Die Bürgerinnen und Bürger können sich mit ihren Ideen jederzeit an das Quartiersmanagement wenden und sich ehrenamtlich einbringen. Für den Inneren Südosten wurde außerdem ein Arbeitskreis Quartier eingerichtet, welcher das Quartiersmanagement in seiner Arbeit berät und unterstützt.
Das Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" soll nachhaltig die Lebensqualität im Inneren Südosten verbessern sowie zu einem guten Miteinander und lebendigen Stadtteil beitragen. Mit dem Quartiersmanagement wurde für Bewohnerschaft, Initiativen und Vereine im Stadtteil eine zentrale Anlaufstelle geschaffen.
Das Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" hat für die Eigentümerinnen und Eigentümer im Inneren Südosten keine direkten rechtlichen Auswirkungen. Mit der Ausweisung des Gebiets nach §171e Baugesetzbuch (BauGB) sind keine Eingriffe in die Eigentumsrechte verbunden.
Externes Projektmanagement Sozialer Zusammenhalt Innerer Südosten
Dipl.-Geograph Thomas Kuhnt
E-Mail: ZWQuZ3J1YnNuZWdlciR0ZGF0cy1lbGFpem9z